Inhaltsverzeichnis
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis II
1 Einführung 1
2 Diabetes mellitus 2
2.1 Definition, Klassifikation und Krankheitsverlauf 2
2.2 Behandlung und Prävention 5
2.3 Prävalenz und Dunkelziffer 9
3 Die Versorgung geriatrischer Diabetiker in der
stationären Altenpflege 10
3.1 Geriatrische Diabetiker 10
3.2 Anforderungen geriatrischer Diabetiker an die Versorgung
im Pflegeheim 12
3.3 Umsetzungsstand der Versorgung diabetischer
Pflegeheimbewohner 14
4 Fazit 17
5 Literatur: 19
I
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
ABBILDUNG 1: BASISTHERAPIE (AUS: NATIONALE VERSORGUNGS-LEITLINIE DIABETES
MELLITUS TYP 2, S. 11).................................................................................. 6 ABBILDUNG 2: DIFFERENZIERTE THERAPIEPLANUNG (AUS: NATIONALE VERSORGUNGS-LEITLINIE DIABETES MELLITUS TYP 2, S. 9) ...................................................... 7 ABBILDUNG 3: UNTERSUCHUNGEN AUF BEGLEITERKRANKUNGEN / KOMPLIKATIONEN (AUS: NATIONALE VERSORGUNGS-LEITLINIE DIABETES MELLITUS TYP 2, S. 15) ........... 8 ABBILDUNG 4: PRÄVALENZ DES DIABETES NACH ALTER, GESCHLECHT UND REGIONEN (AUS: GESUNDHEITSBERICHTERSTATTUNG DES BUNDES, HEFT 24, DIABETES MELLITUS, S.
11) ............................................................................................................... 9 Tabelle 1: Spätschäden 4
Abkürzungsverzeichnis
§ Paragraf a. a. O. am angegebenen Ort DDG Deutsche Diabetes-Gesellschaft DDR Deutsche Demokratische Republik DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. DMP Disease Management Programme EKG Elektro-Kardiographie et. al. und andere ff. fortlaufend folgend FQSD Forum Qualitätssicherung in der Diabetologie Österreich i. d. R. in der Regel i. S. d. im Sinne der LQV Leistungs- und Qualitätsvereinbarung MDK Medizinische Dienst der Krankenversicherung
MDS Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e. V. m. w. N. mit weiteren Nachweisen S. Seite SGB Sozialgesetzbuch II
1 Einführung
Diabetes mellitus gilt als eine der folgenschwersten Zivilisationskrankheit unserer Gesellschaft. Sowohl aus gesundheitspolitischer/-ökonomischer Betrachtung 1 als auch aus individueller Sicht des einzelnen Betroffenen kann diese Aussage untermauert werden. Daher verwundert auch nicht die Vielzahl von vorhandenen Verbänden und Selbsthilfeorganisationen/-gruppen mit Bezug zum Diabetes: 2 Deutsche Diabetes-Union, Deutsche Diabetes-Gesellschaft, Deutsche Diabetes-Stiftung, Deutsche Diabetiker Bund.
Das politische und wissenschaftliche Bewusstsein für die Auswirkungen des Diabetes mellitus in Deutschland und in anderen Ländern ist in den letzten 20 Jahren stark gewachsen. Einen wesentlichen Anstoß für diese Entwicklung gaben die 1989 verabschiedeten St. Vincent-Ziele: 3
Reduktion der Zahl der Neuerblindungen aufgrund von Diabetes um ein Drittel oder mehr,
Reduktion der Zahl der Patienten mit terminalem Nierenversagen um ein Drittel, Reduktion der Zahl der Gliederamputationen für diabetisches Gangrän um die Hälfte,
Reduktion von Morbidität und Sterblichkeit durch wirkungsvolle Präventionsprogramme für koronare Erkrankungen beim Diabetiker,
Erreichung von Schwangerschaftsverläufen bei Diabetikern ähnlich derer gesunder Frauen.
Die St. Vincent-Ziele verdeutlichen auf den ersten Blick die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen für Diabetiker: Verlust von Sehkraft, Nierenversagen, Amputation, erhöhte Morbidität und Sterblichkeit sowie erhöhte Risikoschwangerschaften.
1 Ausführliche Berechnungen der durch Diabetes mellitus entstandenen Kosten siehe Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 24, Diabetes mellitus, S. 26-29 m. w. N.
2 Die Auflistung ist nicht abschließend.
3 Vgl. FQSD, St. Vincent Deklaration Diabetes mellitus in Europa. Siehe auch Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 24, Diabetes mellitus, S. 7.
1
Trotz der hohen gesundheitlichen Bedeutung und der differenzierten medizinischen Therapiemöglichkeiten von Diabetes mellitus ist die Diabetikerversorgung in Deutschland durch das hochgradig sektorale Versorgungssystem geprägt. 4 In den letzten Jahren wurde versucht, durch Entwicklung von Diabetes Leitlinien 5 oder durch Einführung von strukturierten Behandlungsprogrammen (DMP) 6 die sektorale Trennung zu überwinden. Jedoch liegen die Betrachtungsschwerpunkte weiterhin gesondert in der ambulanten (hausärztlichen) Versorgung sowie stationären Krankenhaus-versorgung. 7 Wenig Beachtung hingegen erhielt bisher die Versorgung der diabetischen Bewohner stationärer Altenpflegeeinrichtungen.
In dieser Arbeit soll daher die Bedeutung des Diabetes mellitus für die Versorgungsqualität in der stationären Altenpflege differenziert analysiert und mögliche Strategien zur Optimierung der Versorgungsqualität für die Einrichtungen entwickelt werden.
2 Diabetes mellitus
2.1 Definition, Klassifikation und Krankheitsverlauf
Diabetes mellitus wird wie folgt definiert:
„Diabetes mellitus ist der Sammelbegriff für heterogene Störungen des Stoffwechsels, deren Leitbefund die chronische Hyperglykämie ist. Ursache ist entweder eine gestörte Insulinsekretion oder eine gestörte Insulinwirkung oder auch beides.“ 8
Aufgrund der Definition wird der Diabetes mellitus in vier Formen (Klassifikationen) eingeteilt:
4 Diese Feststellung umfasst auch die sozialrechtlichen Aspekte.
5 Vgl. http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de [10.02.2006].
6 Vgl. http://www.kvno.de [10.02.2006].
7 So wurde auf der Klausurtagung des nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus die Transferqualität zwischen Klinik und Hausarzt stark bemängelt. Vgl. hierzu Martin, Landgraf, systematische Analyse der Versorgungssituation bei Diabetes mellitus in Deutschland, S. 16.
8 Scherbaum, Kern, Definition, Klassifikation und Diagnostik des Diabetes mellitus, 12/2005.
2
1. Typ 1 Diabetes,
2. Typ 2 Diabetes,
3. Andere spezifische Diabetestypen,
4. Schwangerschaftsdiabetes. 9
Der Typ 1 Diabetes betrifft hauptsächlich Menschen ab dem Kindes- und Jugendalter und manifestiert sich oft plötzlich durch schwere Stoffwechselerkrankungen mit Bewusstlosigkeit. Ausgelöst wird der Typ 1 Diabetes durch eine autoimmune Zerstörung der Insulin produzierenden Bauchspeicheldrüsezellen. Wird das fehlende Insulin nicht durch mehrmals tägliche Injektionen substituiert, kann es zu einem absoluten Insulinmangel mit Todesfolge kommen. Man schätzt, das ungefähr 5 bis 10 Prozent aller Diabeteskranken an diesem Typ leiden. 10
Im Gegensatz dazu trifft es bei dem Typ 2 Diabetes vorwiegend Personen ab dem
40. Lebensjahr. Mit steigendem Alter über 40 steigt das Risiko einer Manifestation des Typ 2 Diabetes (Altersdiabetes). Der Beginn der Erkrankung ist schleichend. Er wird durch eine Kombination aus genetischen und erworbenen Faktoren ausgelöst und führt zu Störungen des Glukosestoffwechsels und anderer metabolischer Systeme. Im Gegensatz zum Typ 1 Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse weiterhin Insulin und schwere Stoffwechselentgleisungen (bis hin zum Koma) sind selten. Die Kombination aus Insulinresistenz und Übergewicht, hohem Blutdruck, Fettstoffwechsel- und Glukosestoffwechselstörungen (Metabolisches Syndrom) können zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. 80 bis 90 Prozent der Diabeteskranken leiden am Typ 2 Diabetes. 11
Auf den Schwangerschaftsdiabetes sowie andere spezifische Diabetestypen wird nicht weiter eingegangen. 12
9 Vgl. ebenda.
10 Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 24, Diabetes mellitus, S. 9
11 Vgl. ebenda, S. 10.
12 So erhöht beispielsweise der Schwangerschaftsdiabetes das Risiko für einen später chronischen Diabetes. Vgl. hierzu Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 24, Diabetes mellitus, S. 10.
3
Quote paper:
Diplom-Kaufmann (FH), Diplom-Gerontologe, LL.M. (Oec.) Frank Haastert, 2006, Diabetes mellitus - (K)ein Thema für die stationäre Altenpflege?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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