Die Marschen an der Nordsee
von Ariane Struck
Gliederung
1. Einleitung 4
2. Gliederung der Marschen 6
2.1 Gliederung nach Sedimentationsräumen 6
2.2 Gliederung nach Höhenunterschieden 7
2.3 Altersgliederung 8
2.4 Naturräumliche Gliederung 8
3. Klima/Vegetation 11
4. Die Seemarsch 12
4.1 Die Entstehung von Marschland 12
4.1.1 Der historischer Entstehungsprozeß des Marschlandes der Nordsee 13
4.1.2 Entstehung des Marschlandes in Dithmarschen und Nordfriesland 14
4.2 Die Problematik der Entwässerung 18
4.2.1 Speicherbecken 18
4.2.2 Vorfluter 19
4.2.3 Schöpfwerke 19
4.2.4 Sieltore 19
4.3 Landschaftsgestaltende Faktoren 20
4.3.1 Besiedlung 20
4.3.3 Deichbau 23
4.3.4 Landgewinnung 23
4.4 Bodenregion der Seemarschen 24
4.4.1 Salzmarsch 25
4.4.2 Die Kalkmarsch 26
4.4.3 Die Kleimarsch 26
4.4.4 Die Knickmarsch 26
5. Die Flußmarsch 27
6. Die Brackmarsch 28
7. Die Moormarsch 28
8. Halligen 29
9. Die Landwirtschaft in den Marschgebieten 29
10. Literatur 31
1. Einleitung
Wenn Kinder in der Schule mit dem Thema der Marschen an der Nordsee vertraut gemacht werden sollen, empfiehlt sich ein Einstieg mittels Dias oder fotografischen Abbildungen auf Projektorfolien.
Anhand der Abbildungen kann der Lehrer herausarbeiten, daß es sich bei Marschland um Tiefland, sogar um eine Tiefebene handelt.
Anhand der Bilder kann er deutlich machen, daß Marschland sehr flach ist, und daß sich keine Erhebungen emporstellen. Die Marsch ist völlig eben und liegt z.T. unter dem Meeresniveau. Zusätzlich kann er erklären, daß Höhenunterschiede von höchstens 5 Metern ( +2,5m bis - 2,5m) vorkommen, aber daß Höhenunterschiede von +1,4m bis - 0,5m normal sind. Diese verteilen sich auf ausgedehnte Räume. Da wundert es nicht, daß die am tiefsten gelegene Stelle Deutschlands das Marschland der Krummhörn bei Emden (-2,3m) ist. (Haversath 1997, S. 17). Er sollte dazu anregen, diese Unterschiede nicht als gering abzutun, denn die geringen Unterschiede sind von größter Bedeutung. Ein Höhenunterschied von wenigen Dezimetern kann entscheidend für den Wasserhaushalt des Bodens und damit für den Bodenwert und die Anbaubedingungen sein.
Damit verdeutlicht er, daß man in dem Bereich der Marsche nicht von einer Reliefstruktur sprechen kann, da mittels der marinen Sedimentation horizontale, ebene Schichten abgelagert werden.
Er sollte herausstellen, daß die Marschen kennzeichnend für die Oberflächenformen des Küstenraums und der Flußmündungsgebiete sind.
Anhand der Photographien wird den Schülern deutlich, daß im Marschland wenig Bäume vorhanden sind.
Der Lehrer kann ausführen, daß man dem bloßem Auge über weite Strecken bis zum Geestrand oder zum Deich blicken kann und der Blick nicht durch Wälder behindert wird.
Hier kann der Lehrer auch zur Belustigung das Sprichwort anführen: "Da sieht man heute, wer morgen zu Besuch kommt".
Die Schüler werden auch auf die zahlreichen Wasserarme aufmerksam werden. Hier kann der Lehrer die Wasserproblematik bereits andeuten.
Auch die Kühe werden den Kindern nicht entgehen. Der Lehrer kann an dieser Stelle die landwirtschaftliche Nutzung ansprechen.
Doch nun genug der didaktischen Vorgehensweise.
Die folgenden Ausführungen konzentrieren sich auf die inhaltliche Thematik der Marschen an der Nordsee.
"Unter Marsch (niederdeutsch; friesisch Marsk, englisch Marsh) versteht man die fast ebenen, aus Feinsanden und Schlick aufgebauten sumpfigen, von Seen und Wasserarmen durchsetzten Landflächen, die nacheiszeitlich unter Gezeiteneinwirkung angeschwemmt und später überwiegend melioriert, d. h. eingedeicht, entwässert und kultiviert, und somit dem direkten Einfluß des Stroms entzogen wurden" (Lexirom 2.0).
[...]
Arbeit zitieren:
Ariane Struck, 2000, Die Marschen an der Nordsee, München, GRIN Verlag GmbH
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