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0.) Inhaltsverzeichnis
0.) Inhaltsverzeichnis 2
I.) Einleitung 3
II.) Übernatürliche Begrifflichkeiten 5
a) Versuch einer Definition der Magie 5
b) Das Medium 6
III.) Die Sprache der Magie 8
b) Christlichkeit versus Magie 9
IV.) Der Zauber des Wortes 12
b) Das Funktionieren des Wortzaubers 13
V.) Die Magie der Sprache 17
b) Die Unmittelbarkeit von Sprachen 18
VI.) Schluß 19
VII.) Quellen 20
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I.) Einleitung
Ein Zauberer verraet seine Tricks niemals, sagt man. Nehmen wir ausserdem an, dass der Mythos der Hexe und ihres magiehaltigen Handwerkes der Hexerei allein dem Aberglauben einer mittelalterlichen Gesellschaft und dem Wunsch der Kirche nach totalitaerer Herrschaft zuzuschreiben sei. Angesichts dieser beiden populären Anwendungsgebiete des Wortes Magie, verliert dieses ja beinahe seine Daseins-Berechtigung. Es scheint aber seit jeher eine Notwenigkeit für das Bezeichnen und Beschreiben von unerklärlichen Handlungsweisen gegeben zuhaben - auch heute noch: Erinnert man sich beispielsweise an einen Sonnenuntergang am Strand, spricht heute von der „Magie dieses Augenblicks“ . In dem obengenannten Beispiel wird etwas nicht Erklärliches mit dem Wort Magie beschrieben. Allerdings verweist „die Magie des Augenblicks“ nicht auf das Handeln eines wesenhaften, magischbefähigten Mediums wie einen Magier, sondern in diesem Falle auf die fehlende Erklärung für die emotionale Wirkung des Mediums "untergehende Sonne". Magie ist ein Konzept, daß es bereits seit Menschengedenken auf der Welt gibt. Sogar gibt es Funde aus der Steinzeit in Form von Artefakten, die auf magische Praktiken und die Existenz von magisch-befähigten Medien und deren Zeremonien hinweisen, wie zum Beispiel den Steinkreisen der Megalith-Kulturen. Man beschreibt jedes nicht rational-erklärbare Wirken von Energie, die nicht stofflich ist und für die es keine wissenschaftlichen Messungen gibt, als Magie 1 . Man kann sich vorstel-
len, daß es die Magie genausolange geben wird, wie es Wesen gibt, die in der Lage sind, sie als solche zu empfinden.
Das Ziel dieser Arbeit soll sein, das Phänomen Magie und ihre Beziehung zur Sprache zu untersuchen. Es gibt Parallelen zwischen beiden Konzepten, sogar bedingen sich die beiden Begriffe teilweise gegenseitig.
Im ersten Teil dieser Arbeit soll versucht werden, dem Begriff Magie durch eine sprachliche Erklärung gerecht zu werden, damit das Wort Magie im Verlauf der
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Arbeit einen festen Bezug bekommt. Kapitel II beschäftigt sich mit der Zeit vor der Aufklärung, einer Phase, in der die praktische Magie eine große Rolle spielte, sogar über Leben und Tod entschied. Durch den allgemein starken Glauben an übersinnliche Kräfte, bildete sich in ihr die eindeutigste Verbindung aus Sprache und Magie: der Zauberspruch. Zum anderen bietet diese, vielleicht altertümliche Weltanschauung bereits viele bis heute überlieferte Quellen, die beim Erklären von sprachlicher Magie behilflich sind.
Die Erklärungen rund um diese Form des magischen Wirkens der Sprache sind die Vorbereitung für den in Kapitel IV folgenden, weitergefaßten begriff der Sprachmagie. Walter Benjamins Theorie über den magischen Charakter liegt diesem zu Grunde.
1 Vgl. http://www.jlorber.de/fe/magie/einteilg.htm
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II.) Übernatürliche Begrifflichkeiten
a) Versuch einer Definition der Magie
Eine einfache, semantische Erklärung des Wortes Magie besagt, dass dieses vom griechischen Wort mageÌa oder bzw. und dem persischen Wort mag abstammt. Im Persischen beschreibt es ursprünglich „jeglichen Versuch, geistig - intuitive Fähigkeiten einzusetzen um Veränderungen sowohl im Diesseits als auch im Jenseits herbeizuführen“ 2 .
Nimmt man die Erschaffung des Menschen durch Gottes Hand, wie in der Bibel beschrieben, wörtlich, könnte man diese auch als Magie bezeichnen, da zu keiner Zeit eine logische Erklärung, dafür existierte, wie man durch den "Atem" eines Wesens einer Tonpuppe Leben einflössen kann 3 . Allerdings muß man diesem
Beispiel des italienische Sozialforschers Carlo Mongardini vielleicht entgegensetzen, daß göttliche Kraft sich von Magie und Zauberei doch in einem gravierenden Punkt un-terscheidet, und zwar in dem, daß göttliche Kraft im christlichen Sinne göttlich ist. Aber es sind Fragestellungen wie diese, die eine genaue Definition von Magie er-schweren. Carlo Mongardini beschreibt dieses Problem wiefolgt:
Es ist also schwierig den Begriff Magie eindeutig zu definieren.
2 Vgl http://de.wikipedia.org/wiki/Magie
3 Vgl. Mongardini 1987 : 43
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Man kann sagen, daß das was als magisch bezeichnet wird, sich nach dem zivilisatorischen Status der Gesellschaft richtet, in der das zu Bezeichnende oder geschieht, oder die Magierin oder der Magier handelt.
Das Existieren von Magie ist abhängig von ihrer eigenen Unerklärbarkeit, oder vielmehr von Hinweisen auf das Wirken für den normalen Menschen nicht wahrnehmbaren Kräften. Wie oben bereits erwähnt hat sich allerdings der Glaube und die Auseinandersetzung mit dem Phänomen Magie schon immer und überall wo es menschliches Handeln und Denken in irgendeiner Form gab, gezeigt. Vom heutigen Standpunkt aus jedoch, lassen sich die meisten der alten Magie-Kon-zepte und -Verständnisse zu leicht durch die heute weiter vorangeschrittenen Wissenschaften und das entsprechend veränderte menschliche Selbstverständnis erklären und werden dadurch unmagisch.
b) Das Medium
Ein Hauptcharakteristikum des Magischen und seinen Auswirkungen ist jenes, daß sich beide Erklärungen rationaler Natur entzieht. Als Magier werden normalerweise Menschen, beziehungsweise Wesenheiten und deren bewußte oder unbewußte Handlungen und Worte beschrieben, die in ihrem jeweiligen kulturellen oder historischen Kontext als nicht erklärbar gelten, aber deren Erscheinen dennoch einen realen Effekt hat. Die Magierin oder der Magier sind die magisch handelnden Instanzen, die verschiedenen Formen auftreten können. Alle Formen, egal ob Halbgott, Schamane, Hexe, Dämon, Taschenspieler oder Rhetoriker, haben gemein, daß sie in der Lage sind unerklärliches zu vollbringen, indem sie die magische, also nicht erfaßbare Strömungen kontrollieren und sie mit der Realität in Kontakt bringen. Sie sind das Medium, welches auf nicht wahrnehmbare, und deshalb unerklärliche Art und Weise zwischen der geistigen und der realen Welt agiert. Eine Hellseherin, die mit den Toten Kontakt aufnimmt bezeichnet sich beispielsweise selbst als ein Medium.
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Arbeit zitieren:
Felix Bellermann, 2006, Magie und Sprache, München, GRIN Verlag GmbH
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