Polare und Subpolare Zone
von Ariane Struck
Inhaltsverzeichnis
1. Verbreitung der polaren und subpolaren Zone 3
2. Die eisbedeckten (glazialen) Gebiete 4
3. Die eisfreien (periglazialen) Gebiete 6
3.1 Frostschuttzone 7
3.2 Tundrenzone 8
4. Klima 10
4.1 Wind 10
4.2 Niederschläge 11
4.3 Beleuchtungsklima 11
4.4 Jährlicher Temperaturgang im Boden und in der bodennahen Luftschicht 12
5. Strahlungsverhältnisse und Wärmehaushalt 13
6. Frostdynamische Prozesse 15
6.1 Kryoturbationserscheinungen 16
6.1.1 Eiskeilpolygone 16
6.1.2 Frostspaltenpolygone 17
6.1.3 Thufure 17
6.1.4 Palsen 17
6.1.5 Blockstein Auffrierungen 17
6.1.6 Pingos 17
6.1.7 Abschmelzhohlformen (Thermokarst, Kryokarst) 18
6.1.8 Strukturbodenformen 18
6.2 Solifluktionserscheinungen 18
6.3 Abflußverhältnisse und fluviale Morphodynamik 20
7. Böden 20
8. Die Flora der Tundra 21
9. Die Fauna der Tundra 24
10. Bevölkerung und Wirtschaft 25
11. Literatur 28
1. Verbreitung der polaren und subpolaren Zone
TROLL / PAFFEN
a) Polare Eisklimate(Eiswüste)
b) Polare Klimate (Frostschutzzone)(Wärmster Monat unter 6°C)
c) Subpolare Tundrenklimate(kühle Sommer, 6-10 °C)(kalte Winter, unter -8 °C)
d) Subpolare, ozeanische Graslandklimate mit kühlem Sommer (5-10 °C) und schneearmen Winter,jährliche Schwankung meist unter 10 °C
Ständige Kälte, (z.T.) Eismassen, Lichtmangel und geringe Sommerwärme sind Kennzeichen der Klimate der hohen Breiten.
Die Verbreitung der polaren und subpolaren Zone ist bipolar. D.h. sie umfassen sowohl Gebiete in den beiden Polarbereichen, die entweder ständig vergletschert bzw. mit Eis bedeckt sind als auch Gebiete des periglazial, wie die angrenzenden Frostschuttgebiete, sowie die subpolare Tundra.
"Über die Begrenzung dieser Polargebiete bestehen verschiedene Ansichten (...)" (Ley 1974, S. 8).
Die mathematisch-astronomische Abgrenzung des Polargebiete erfolgt durch den nördlichen bzw. südlichen Polarkreis (66 ½°). Diese astronomische Grenzziehung ist aber unbefriedigend, da die Ausprägung landschaftlicher Merkmale nicht mit den Beleuchtungszonen korreliert (Blümel 1999, S. 14).
Aus botanischer Sicht kann die Baumgrenze der Abgrenzung dienen.
Aus klimatologischer Sicht wird die Grenze entlang der + 10°C Isotherme des wärmsten Monats herangezogen. Auf der nördlichen Halbkugel reicht diese Isotherme oft über den Polarkreis hinaus" (Goudie 1995, S.71). Sie verläuft bogenförmig über Asien, Alaska das östliche Nordamerika, Grönland und Nordeuropa.
Die + 10°C Isotherme entspricht allerdings weitestgehendes der polwärtigen Grenze des Baumwachsstums.
Die Abgrenzung der Polarklimate erfolgt auch durch die Meeresküsten
"Die Gesamtfläche der polaren und subpolaren Zone beträgt 22 Mio. km2. Davon entfallen 14 Mio. km2 in die Antarktis.
2. Die eisbedeckten (glazialen) Gebiete
Die polwärtigen Regionen der polaren Kältewüste sind ständig mit Eis oder Schnee bedeckt. Sie gehören zu den polaren Eiswüsten (Inlandeis). Nur ausnahmsweise ragen Gebirgszüge (z.B. von Randgebirgen in Grönland und der Antarktis), einzelne Berggipfel (Nunatakker) durch sie hindurch oder bleiben trockene Täler eisfrei (Schultz 1995, S. 111).
Die Eisbedeckung umfaßt fast das gesamte (98%) südhemisphärische Teilgebiet, also die Antarktis (Blümel 1999, S. 19).
In der Arktis können nur wenige Gebiete zu den Eiswüsten gezählt werden denn das arktische Teilgebiet ist, seit Ende der letzten Eiszeit (seit 8.000- 10.000 Jahren) meist (gletscher-) eisfrei.
Lediglich Grönland (Inlandeis), die Spitzbergen-/Svalbard-Inselgruppe (Eisstromnetze und Plateaugletscher), und einige Inseln und Halbinseln sind eisbedeckt.
Entsprechend der KÖPPENschen Klimagliederung gehören die glazialen Gebiete zum ,,Klima des ewigen Frostes" (EF-Klima) mit Temperaturmittelwerten des wärmsten Monats unter 0 °C. Nur gebietsweise liegen Maxima von einzelnen oder mehreren Tagen über dem Gefrierpunkt.
Stellvertretend für das Klima der Arktis, soll das Klimadiagramm der Driftstation Nordpol dargestellt werden. der Am Nordpol beträgt die Mitteltemperatur des wärmsten Monats Juli 0 °C. Die Temperaturen des kältesten Monats Februar liegt im Durchschnitt bei - 35,7 °C. Im Jahr fallen durchschnittlich 90 mm Niederschlag.
Mc Murdo ist eine Klimastation in der Antarktis, deren wärmster Monat durchschnittlich im Januar - 2,9 °C erreicht. Der kälteste Monat August beträgt durchschnittlich -26,7 °C. In Extremfällen kann die Temperatur auf -90 °C fallen. Die tiefsten Temperaturen innerhalb der antarktischen Kältewüste finden sich im zentralen Teil, hier liegt auch der Kältepol der Erde.
[...]
Arbeit zitieren:
Ariane Struck, 2000, Polare und Subpolare Zone, München, GRIN Verlag GmbH
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