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Fach: G.3.3.2.
Stadt als Lebensraum
Von: Armin Anders
1. Semester Soziale Arbeit
WS 2001/2002
Fachhochschule Koblenz
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1.1. Primäre/ absolute Armut
1.2. Sekundäre/ subjektive Armut
1.3. Tertiäre/ relative Armut
1.3.1. Der Ressourcenansatz
1.3.2. Der Lebenslagenansatz
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2.1. Politische Armutsgrenzen
2.2. Relative Einkommensgrenze
2.3. Warenkorbbasierte Armutsgrenze
2.4. Verhaltensbasierte Armutsgrenzen
2.5. Armutsgrenzen aus öffentlicher Wahrnehmung
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4.1. Arbeitslosigkeit
4.2. Sozialhilfedichte
4.3. Ausgaben der Stadt für Sozialhilfeleistung
4.4. Verschuldung der Gemeinden 6WDGWHQWZLFNOXQJDP%HLVSLHO+DPEXUJ 0|JOLFKH8UVDFKHQYRQVR]LDOHU$UPXW $UPXWWURW]$UEHLW
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Wenn man sich mit dem Thema Armut in der Stadt befassen möchte, muss man sich in erster Linie Gedanken darüber machen, was Armut überhaupt heißt, welche Auswirkungen sie hat, welche Rolle das Wohnumfeld spielt und welche weiteren Aspekte berücksichtigt werden müssen. Eine grundlegende Frage ist in diesem Fall:
Wann ist ein Mensch eigentlich arm?
Um diese Frage konkret zu beantworten, wird eine allgemein anerkannte Definition benötigt. Jedoch gibt es in der Wissenschaft aufgrund der Komplexität des Themas Probleme, sich auf eine allgemeine Definition zu einigen, die alle Aspekte beinhaltet. Armut kann je nach Ansatz als ökonomische, soziale, politische, kulturelle und psychologische Erscheinung definiert werden. Armut lässt also nicht allgemeingültig definieren.
Im wesentlichen werden drei unterschiedliche Konzepte verwendet, die wir im folgenden näher erläutern möchten.
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Menschen in absoluter Armut verfügen nicht über die zu ihrer Lebenserhaltung notwendigen Güter wie Nahrung, Kleidung, Obdach und Mittel der
Gesundheitspflege 6WLPPHU/H[LNRQIU6R]LDOSlGDJRJLNXQG6R]LDODUEHLW6 Ã$UPXW¶. Sie sind unfähig, sich selbst über längere Zeit zu erhalten. Dies ist die
unterste Verständnisgrenze für Armut. Die absolute Armut spielt aber in der deutschen Armutsdiskussion nur eine sehr marginale (randständige) Rolle; die Tatsache, dass aber jeden Winter Obdachlose erfrieren, zeigt, dass es auch in Deutschland Dimensionen von absoluter Armut gibt.
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Dies ist die empirisch am schwierigsten zu erfassende Armutsdefinition, da es sich hierbei um eine subjektiv empfundene Mangellage handelt, die durch den individuellen Vergleich mit einer Referenzgruppe entsteht. Da dieser Bereich in unserer Arbeit nicht verwertet werden kann, wird er ausgespart.
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Der Begriff der relativen Armut umfasst gegenüber der absoluten Armut auch immaterielle Dimensionen. Er orientiert sich am Standard bzw. am Niveau der jeweiligen Gesellschaft. Bei der tertiären Armut handelt es sich um einen Mangel an Mitteln zur Sicherung des Lebensbedarfs auf dem jeweils historisch geltenden, sozialen und kulturellen, typischen Standard einer jeweiligen Gesellschaft. Die Armutsgrenze wird durch das Unterschreiten dieses Standards um einen gewissen
Grad definiert YJO +DXVHU XQG 1HXPDQQ 6. Darauf möchten wir zu
einem späteren Zeitpunkt näher eingehen.
Innerhalb des relativen Armutsverständnisses wird zwischen Ressourcen- und
Lebenslagenansatz unterschieden YJO$OLVFKXD6II
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Beim Ressourcenansatz werden zur Bestimmung von Armut lediglich materieller Besitz (Einkommen und Vermögen) berücksichtigt, der zur Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums beiträgt. Eine Unterschreitung des Existenzminimums aufgrund mangelnder Ressourcen bedeutet demnach Armut. Ob bei ausreichend vorhandenen Ressourcen das Existenzminimum aber realisiert wird, liegt in der Eigenverantwortung des Individuums.
Armut wird bei diesem Ansatz entweder durch relative Einkommensarmut oder durch die Sozialhilfeschwelle bestimmt. Bei der Bestimmung der relativen Einkommensarmut wird ein sogenanntes Äquivalenzeinkommen gebildet. Dies ist das in der Gesellschaft durchschnittlich verfügbare Haushalts-Netto-Einkommen,
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welches jeweils nach Haushaltsgröße und – zusammensetzung pro Kopf gewichtet wird. Eine Unterschreitung dieses Einkommens um 50 % gilt als relative Armutsschwelle. Nach Alisch u.a. DD2 6 waren im Jahr 1995 nach diesem
Maßstab 13,5 % der Westdeutschen und 7,9 % der Ostdeutschen arm.
Wird Armut durch die Sozialhilfeschwelle bestimmt, wird die Gewährung von Sozialhilfe auch als „bekämpfte Armut“ bezeichnet. Dabei wird der Sozialhilfebezug als Indikator für Armut angesehen.
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Der Lebenslagenansatz versucht die Lebensverhältnisse von Armen differenzierter zu betrachten. Bei diesem Ansatz werden auch Faktoren wie Ernährung, Umwelt, und Gesundheit, sowie immaterielle Aspekte wie soziale, kulturelle und politische Partizipationen, Rechtsgleichheit und Integration YJO$OLVFKXD6. Diese
Indikatoren können neben der Einkommensarmut Aufschluss über weitere Unterversorgungslagen geben. Der Lebenslagenansatz versucht, eine Häufung bestimmter Unterversorgungslagen herauszufinden und in Beziehung zu setzen. Daraus wird deutlich, wie schwierig es ist, empirisch verwertbare Ergebnisse zu gewinnen. Daher basiert unsere weitere Arbeit auf dem Ressourcenansatz.
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Wenn man sich auf den Begriff der relativen Armut unter Berücksichtigung des Ressourcenansatzes mit Hilfe des Einkommens verständigt hat, so bleiben noch weitere Definitionsfragen offen. Zum einen ist der Einkommensbegriff an sich bereits sehr vielfältig auszulegen, zum anderen muss eine hinreichend aussagekräftige Armutsgrenze definiert werden.
Im wesentlichen wird zwischen fünf verschiedenen Grenztypen unterschieden: 3ROLWLVFKH $UPXWVJUHQ]HQ, wie z.B. Sozialhilfe oder Mindestrente. Es
ergibt sich dabei das Problem, dass bei einer Erhöhung der Armutsgrenze
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Arbeit zitieren:
Armin Anders, 2001, Armut in der Stadt, München, GRIN Verlag GmbH
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