Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 3
1 Einleitung 4
2 Begriffsklärung Definitionen 6
2.1 Unterschied Furcht Angst 6
2.2 Ängstlichkeit als Persönlichkeitskonstrukt 7
2.3 Kognitionspsychologischer Ansatz 7
2.4 Eigenschafts- und Zustandsangst (Trait-State Anxiety) 8
2.5 Zusammenfassender Definitionsversuch 9
3 Angstentstehung 11
3.1 2 Phasentheorie nach Mowrer (lerntheoretisch) 11
3.2 Psychoanalytische Theorie nach Freud 12
3.3 Ängstlichkeitsentstehung während der Sozialisation 13
3.3.1 Primäre Sozialisation 14
3.3.2 Sekundäre Sozialisation 16
3.4 Ursachen der Angst 17
4 Angstdiagnostik 17
5 Angstkontrolle 18
6 Zusammenfassung 18
7 Literaturverzeichnis 20
2
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
bzw. beziehungsweise
d.h. das heißt
Hrsg. Herausgeber
männl. männlich
S. Seite
sportl. sportlich
u.a. unter anderen/anderem
usw. und so weiter
vgl. vergleiche
Vpn. Versuchspersonen
weibl. weiblich
z.B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Freuds zweites topologisches Modell mit Angstentstehung 13
Abb. 2 Unterschiedliches Ausmaß der Angst bei männl. und weibl. Vpn.
in sportl. Leistungssituationen 15
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1 Einleitung
Sporttreiben ist für viele die Möglichkeit, sich einen Ausgleich zu schaffen. Sie gehen joggen, um sich fit zu halten, gehen zur Physiotherapie um dort gesundheits-sportliche Übungen zu machen oder einfach nur zum Fußballtraining um Bekannte und Freunde zu treffen. Gefühle, wie Freude, Erleichterung oder Spaß, sind hier vermutlich vorrangig. Spricht man dann von Angst in Verbindung mit Sport, stößt man zunächst auf Verwunderung. Diese Verwunderung gilt es in Verständnis umzuwandeln.
Wird man zum Beispiel mit Leistungssituationen konfrontiert, die im Sport unbestreitbar auftreten, können Ängste entstehen. Das Maß an Freude über eine gute Leistung im Sport oder das Maß der Enttäuschung über eine Niederlage, hängt von der Bedeutung des Leistungsergebnisses für den Sportler ab (vgl. Thomas, 1978, S. 250). Das heißt, dem Schüler beispielsweise, bedeutet sein Leistungsergebnis normalerweise sehr viel, da er sich vor der Klasse nicht blamieren will oder gute Noten braucht um das Schuljahr zu schaffen. An dieser Stelle kann es passieren, dass der Schüler bzw. Sportler Angstgefühle davor entwickelt, was geschieht, wenn er diese Leistung nicht erbringt. Aus diesem Grund spielt die Angst, gerade im Schulsport, eine sehr große Rolle.
Doch was ist Angst und wie wird sie in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben bzw. erklärt? Warum haben wir Angst? Wie entsteht sie oder wo kommt sie her? Ist sie in uns verankert oder wird sie erlernt? Warum hat eine Person vor etwas Angst, wovor andere keine Angst haben? Und wenn es so etwas wie Angst gibt, kann man sie messen? Die Beantwortung dieser Fragestellungen kann höchst relevant werden und ist Inhalt der vorliegenden Arbeit.
Der Trainer, Sportlehrer oder andere Übungsleiter können besser auf ihre Schüler oder zu trainierenden Sportler eingehen, ihnen helfen mit ihrer Angst umzugehen oder die Ängste sogar zu reduzieren, wenn sie die Ursachen und Entstehungsweisen der Angst kennen. Denn wenn man weiß, wo die Angst herkommen oder wie sie entstehen kann, kann man entsprechende Maßnahmen zur Angstkontrolle bzw. Angstreduzierung ableiten. Nicht nur der Ausbilder, sondern auch der Sportler selbst, kann so besser lernen seine Ängste zu bewältigen oder zu vermeiden, wenn er weiß
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wo sie herkommen. Die hohe Relevanz der Angstdiagnostik liegt dabei auf der Hand, denn man muss erst feststellen ob eine Person Angst hat, da diese selten zugegeben wird.
Hinsichtlich des erläuterten Problems, befasst sich diese Arbeit also mit zwei Hauptschwerpunkten. Sie will im ersten Teil versuchen, die Angst zu definieren und eine umfassende Beschreibung zu liefern und im zweiten Teil Entstehungsmöglichkeiten der Angst aus Sicht der einzelnen theoretischen Ansätze der Psychologie aufzeigen. Zusätzlich werden Möglichkeiten zum Feststellen der Angst genannt.
Da es für Sozialisation verschiedene Definitionen gibt und der Begriff im folgendem verwendet wird, soll er an dieser Stelle bestimmt werden. Den im Punkt 3.3 verwendeten Sozialisationsbegriff kann man wie folgt definieren: Sozialisation ist der Lernprozess, in dem ein Individuum in eine Gesellschaft eingegliedert wird, indem es die dort geltenden Werte und Normen lernt, in sich aufnimmt und Fähig- bzw. Fertigkeiten erwirbt, um sich nach ihnen zu richten.
Ebenfalls taucht der Begriff Konflikt im Verlauf dieser Abhandlung auf, der in diesem Zusammenhang für Verwirrung sorgen kann. Der hier gebrauchte Konfliktbegriff bezeichnet einen „psychischen Spannungszustand, der durch das Bewußtwerden von mindestens zwei unterschiedlichen oder konträren Handlungszielen und Lösungsmöglichkeiten gekennzeichnet ist, deren relative subjektive Gleichgewichtigkeit zwiespältige Gefühle erzeugen und eine Entscheidung erschweren und verzögern“ (Schnabel & Thieß, 1993, S. 462).
Der vorliegende Text ist einer empirischen Vorgehensweise entsprungen. Um einen umfassenden Überblick Bearbeitung des Themas wurde verschiedenste Sekundärliteratur der Sportpsychologie herangezogen; dabei ist die Arbeit von Hackfort & Schwenkmetzger (1980) besonders hervorzuheben.
Im folgenden Hauptteil wird nun in Hinblick sportbezogener Angstforschung inhaltlichen Schwerpunkt auf (1) Angstdefinitionen und (2) Angstentstehung gelegt. Die Punkte Angstdiagnostik und Angstkontrolle werden im Anschließenden eher kurz gehalten, da sie für die Beantwortung der zentralen Fragestellung weniger von Bedeutung sind.
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2 Begriffsklärung/Definitionen
2.1 Unterschied Furcht – Angst
In der Aufarbeitung der wissenschaftlichen Literatur über Angst und Angstentstehung, stößt man immer wieder auf eine Differenzierung zwischen Angst und Furcht. Diese begriffliche Trennung wurde schon von Philosophen wie Kierkegaard thematisiert und kann bis in die modernen Theorien zur Angst übernommen werden. Eine Person, die Angst zeigt, weiß nicht, ob etwas passiert, was passiert und wie sie reagieren kann. Die Situation, in der man Angst zeigt, ist damit mehrdeutig und unbestimmt. Die Gefahren- bzw. Bedrohungsquelle ist nicht klar auszumachen. Im Gegensatz dazu steht die Furcht. Wenn man sich fürchtet, weiß man genau vor was oder vor wem man sich fürchtet. Das heißt, man kann die Gefahrenquelle genau ausmachen, die Situation wird damit bestimmt und die logische Konsequenz ist Flucht oder Vermeidung des Gefahrenreizes. Die Furcht ist also gegenstands-gebunden, da ihr Gegenstand (Art, Ort, Intensität usw. der Gefahrenquelle) bestimmt ist. Der Gegenstand der Angst hingegen ist unbestimmt – sie ist deshalb gegen-standslos. Damit zusammenhängend ist der Bezugspunkt von Angst und Furcht ein weiterer Aspekt zur Unterscheidung. Die Furcht bezieht sich auf die Wirklichkeit und wird von Freud auch als Realangst bezeichnet. Da bei der Angst kein eindeutig bestimmbarer Gegenstand auszumachen ist, kann sie sich nur auf die Möglichkeit beziehen. Freud bezeichnet sie deshalb als Neurotische Angst. Als drittes unterscheidet man Furcht und Angst deshalb, weil Furcht ein einzelnes Gefühl (Affekt) und Angst eine Stimmung bzw. nach Heidegger eine Grundbefindlichkeit darstellt.
Aus lerntheoretischer Sicht unterscheidet man die Angst als primäre, angeborene Motivation und die Furcht als sekundäres, während der Sozialisation erworbenes Motiv. Dies wird von Wissenschaftlern wie Hall, Eysenck & Broadhurst, Gray oder Miller durch verschiedene Tierversuche belegt.
Diese Unterscheidung der Begriffe Angst und Furcht hat eine ausschließlich heuristische Funktion, d.h. man kann für die jeweilige Definition von Angst bzw. Furcht noch keine unterschiedlichen Messoperationen angeben und begründet die
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Thomas Lemme, 2005, Angst und Angstentstehung im Sportunterricht, Munich, GRIN Publishing GmbH
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