Wintersemester Ä6SH]LHOOHJHVXQGKHLWOLFKH3UREOHPHLP-XJHQGDOWHU(VW|UXQJHQ³
Titel der Arbeit:
Name des Verfassers: Silja Gettner
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1. Einleitung: :DV(VVHQDOOHVEHGHXWHW
S. 3 1.1. Fragestellung der Arbeit S. 3
2. Das gestörte Eßverhalten S. 4
2.1. Eßstörungen - Was zeichnet dieses Phänomen aus? S. 5 2.2. Ursachen von Eßstörungen S. 6
3. Formen von Eßstörungen S. 9 3.1. Anorexia nervosa S. 9
3.1.1. Definition der Anorexia nervosa S. 9 3.2. Bulimia nervosa S. 11
3.2.1. Definition der Bulimia nervosa S. 11 3.3. Adipositas S. 13
3.3.1. Definition der Adipositas S. 13 3.3.2. Latente Eßsucht S. 15
3.4. Gemeinsamkeiten von Eßstörungen S. 16
4. Hilfen bei Eßstörungen
S. 16
4.1. Behandlungsmethoden S. 17
4.2. Prävention von Eßstörungen im Kindes- und Jugendalter S. 19
5. Zusammenfassung
S. 20
Literaturverzeichnis
S. 22
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Essen ist lebensnotwendig. Es ist Nahrungs- und zugleich Genußmittel. Wieviel mehr jedoch Essen ist, erfahren wir schon als Kind. Stillen ist Ernährung, aber auch innigster Kontakt zur Mutter. Später sind Gaben von Süßigkeiten, bzw. ihr Entzug, Belohnung oder Bestrafung. Bis wir erwachsen sind, haben wir gelernt, durch das, was wir essen, und wie wir essen, eine Vielzahl von Gefühlen und Stimmungen auszudrücken, oder uns zu verschaffen. Andererseits reagieren wir auf Gefühle und Stimmungen durch Änderungen unserer Essensweise. Essen gehört zu den grundlegenden Bedürfnissen des Menschen, die befriedigt sein müssen, ehe er sich anderen Dingen zuwenden kann.
Wir essen gemeinsam mit anderen, um ein Fest zu feiern, unserer Verbundenheit mit ihnen Ausdruck zu geben, oder um sie als Gäste willkommen zu heißen. Wir essen aber auch allein, um uns zu trösten und setzen dabei nicht selten Kummerspeck an. Mit manchen möchte man nicht an einem Tisch sitzen, Liebe geht durch den Magen, oder etwas schlägt uns auf den Magen. Viele Gefühlszustände werden mit Ausdrücken aus dem Bereich der Nahrungsaufnahme beschrieben.
Für die Ausbildung individuellen Eßverhaltens jedoch sind gesellschaftliche Normen, familiäre Gepflogenheiten und persönliche Neigungen entscheidend.
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Eßstörungen im Kindes- und Jugendalter. Hier soll zum einen geklärt werden: 1. Was versteht man unter Eßstörungen? 2. Welche Ursachen liegen einer Eßstörung zu Grunde? Und 3. Welche Erscheinungsformen von Eßstörungen gibt es? Zum anderen soll in der vorliegenden Arbeit der Frage nachgegangen werden, mit Hilfe welcher Behandlungsmethoden und Präventionsmaßnahmen eine Eßstörung behandelt werden kann. Da die Eßstörungen zum großen Teil eine Frauenkrankheit ist, werde ich mich in der vorliegenden Arbeit hauptsächlich
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auf die weiblichen Eßgestörten beziehen und die männlichen Patienten außer acht lassen.
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„Essen und Trinken sind zu den menschlichen Verhaltensweisen zu rechnen, die mit größter Regelmäßigkeit und gleichzeitig hoher Wiederholungsfrequenz ausgeführt werden“ (Pudel/Westenhöfer 1998, S.66). Das Ernährungsverhalten entscheidet sich bei der Auswahl von Lebensmitteln oder Speisen. Den Eßstörungen des Jugendalters gilt seit den siebziger Jahren ein verstärktes Interesse. Eßstörungen sind vor allem eine Frauenkrankheit. Obwohl zunehmend auch Männer daran erkranken, machen sie nur einen geringeren Anteil der Betroffenen aus: man nimmt an, daß 5 - 8 % der manifest Eßgestörten Männer sind, wobei die Tendenz steigt (vgl. Arenz-Greiving 1999, S.9).
Das Leben der Betroffenen dreht sich zwanghaft um das Essen oder das Nicht-Essen. Es führt zu einem kontrollierten Eßverhalten, das man als lebenslanges Diäthalten beschreiben kann.
„Viele Menschen neigen in Streß- und Krisensituationen vermehrt oder reduziert zu essen. Solche vorübergehenden Eßprobleme sind normale Reaktionen auf einschneidende Ereignisse oder Alltagsprobleme. Wenn die Krise gelöst oder die angespannte Situation überwunden ist, verschwinden sie in der Regel wieder. Allerdings könne sie sich zu einer Eßstörung entwickeln, wenn sich das veränderte Eßverhalten verfestigt und sich die Gedanken des betroffenen Menschen nur noch um das Thema Essen, Gewicht, Kalorienverbrauch etc. drehen“ (Arenz-Greiving 1999, S.9). Das Essen verliert seine ursprüngliche Funktion und wird zu einer Lebensbewältigungsstrategie: Es soll alle seelischen und sozialen Probleme lösen. Das Eßverhalten im Alltag unterliegt trotz vernünftiger Ratschläge der Ernährungsexperten sehr großen Schwankungen, und zwar schon vom Kindesalter an. Abgepackte Nahrungsmittel jeder Geschmacksrichtung, Riegel, Pommes oder Chips, Fast Food, Minutensuppen und Getränke der
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verschiedensten Art ermöglichen eine Nahrungsaufnahme, wann und wo immer es gewünscht wird: Aus Appetit, Hunger, Frust, Spaß, Langeweile, Lust oder Ärger. Von geregeltem Essen, morgens, mittags und abends ist kaum mehr die Rede (vgl. Arenz-Greiving 1999, S.5).
Die meisten Menschen essen zuviel, zu schnell, zur falschen Zeit und bei besonderen Anlässen übermäßig. Nach üppigen Feiertagen gilt es zu fasten, im Frühjahr steht eine Fastenkur an, und nach einem reichlichen Festmahl wird schon mal erbrochen, um sich zu erleichtern. Das Fazit ist: Wir haben alle ein gestörtes Eßverhalten. Dieses Eßverhalten kann unbekömmlich sein, ungesund und Beschwerden verursachen; trotzdem verstehen wir es nicht als krankhaft. „ Bei ca. 1% bis 4% der Mädchen (...) treten während der Pubertät Eßstörungen auf, für die es keine physiologisch-biologische Erklärung gibt“ (Tücke, 1999 S.280). Diese Mädchen und jungen Frauen reduzieren ihre Nahrungsaufnahme drastisch, obwohl sie in dieser Zeit durchschnittlich 2.200 Kalorien benötigen. Die Nahrungsaufnahme, und die darauf bezogenen Bedeutungen des Essens, rücken ins Zentrum der subjektiven Wahrnehmung, das heißt, es findet eine Kontrolle des Eßverhaltens statt und die Alltagsgestaltung und das subjektive Wohlbefinden werden davon gesteuert.
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Eßstörungen sind Suchterkrankungen. Nahrungsmittel sind überall und jederzeit verfügbar und der Einkauf der Suchtmittel kann vor aller Augen ohne Risiko vonstatten gehen.
Wie bei jeder Abhängigkeit dreht sich im Leben der Betroffenen alles um ihr Problem, in diesem Fall das Thema Essen. Soziale Beziehungen sind kaum noch möglich. Die Störung führt außerdem zu zahlreichen medizinischen Komplikationen. Diese reichen von Mangelerscheinungen, Verdauungs-, Stoffwechsel- und Menstruationsstörungen bis hin zur Unfruchtbarkeit. „ Am Beginn der Adoleszenz gerät die körperliche Entwicklung unvermeidbar in das Zentrum des Interesses beider Geschlechter, da sie sowohl die Quelle so vieler neuer Erfahrungen und Veränderungen ist als auch ein Instrument der
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Arbeit zitieren:
Silja Gettner, 1999, Spezielle gesundheitliche Probleme im Jugendalter: Essstörungen, München, GRIN Verlag GmbH
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