Erik Wintzer Fachhochschule Schmalkalden Fachbereich Wirtschaft
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1 Einleitung
2 Steuerungsfunktion vs. Minimierung von Steuerzahlungen
3 Methoden zur Bestimmung von fiskalen Verrechnungspreisen
4 Praktische Implikationen bei der Festlegung von Verrechnungspreisen
5 Fazit
Literaturverzeichnis
1
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In der Strategie großer Unternehmen spielt die Globalisierung eine immer größere Rolle. Schon jetzt wird ein großer Teil des Welthandels zwischen gesellschaftsrechtlich verbundenen Unternehmen abgewickelt (zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften oder zwischen Schwestergesellschaften). 1 Ein multinationales Unternehmen, welches Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern unterhält, wird versuchen, seine Verrechnungspreise so auszugestalten, dass Auszahlungen, wie Steuer- und Zollzahlungen, minimiert werden. 2 Gleichzeitig müssen aber auch Managementzwecke beachtet werden. 3 Verrechnungspreise, die das Arm’s Length Prinzip 4 erfüllen, und Verrechnungspreise, die diverse Managementzwecke verfolgen, sind dessen ungeachtet mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht kongruent. Die Verrechnungspreise müssen also mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen, somit wird ihre Bestimmung zu einer komplexen Aufgabenstellung. 5
Nach der Darstellung des Grundproblems wird auf Möglichkeiten eingegangen, wie ein multinationales Unternehmen seine Verrechnungspreise bestimmen kann. Schließlich werden einige Anregungen gegeben, die für die Bestimmung der Verrechnungspreise hilfreich sein können.
1 Vgl. z.B. Martinson/Englebrecht/Mitchell (1999), 93; Sansing (1999), 119.
2 Vgl. z.B. Samuelson (1982), 365-366. Die Auswirkung des Verrechnungspreisen auf die Steuerzahlungen ist offen-
kundig. Der Zusammenhang von Verrechnungspreisen und Zöllen lässt sich wie folgt darstellen. Falls relativ hohe
(niedrige) Zölle für den Transfer von unternehmensinternen Leistungen zwischen verschiedenen Ländern anfallen,
wird das Unternehmen den entsprechenden Verrechnungspreis ebenfalls relativ hoch (niedrig) ansetzen, um den
Leistungstransfer zu verteuern (verbilligen). Das führt dazu, das der Transfer für die einzelnen Unternehmensberei-che weniger vorteilhaft (vorteilhafter) ist, und folglich die Menge der transferierten Leistungen relativ niedriger (hö-
her) sein wird. Vgl. hierzu z.B. Martinson/Englebrecht/Mitchell (1999), 93-94; Martinson/McKee (2001), 40-41.
3 Unter Managementzwecken wird in dieser Arbeit die Steuerungsfunktion von Verrechnungspreisen zur pretialen
Lenkung verstanden. Diese Funktion existiert aufgrund des Bestehens von Informationsasymmetrien und
Zielkonflikten zwischen der Unternehmenszentrale und den Bereichsmanagern. Vgl. hierzu z.B. Coenenberg (1973),
374-375; Ewert/Wagenhofer (2000), 583-655; Martinson/McKee (2001), 40; Wagenhofer (1998), 24-28.
4 In vielen Ländern müssen die Verrechnungspreise so gestaltet sein, als ob die handelnden Unternehmensbereiche
(bzw. Tochtergesellschaften) voneinander unabhängige Marktparteien wären. Dieser Grundsatz wird auch als Arm’s
Length Prinzip bezeichnet. Vgl. hierzu z.B. Kant (1988), 147-148; Martinson/McKee (2001), 41-42; Samuelson
(1982), 365-366; Shi/Kwak/Lee (1998), 99; Smith (2002), 161; Tang/Zhao (1999), 140.
5 Vgl. Shi/Kwak/Lee (1998), 98.
Arbeit zitieren:
Erik Wintzer, 2002, Verrechnungspreise im multinationalen Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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