Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS. II
ABBILDUNGS - UND TABELLENVERZEICHNIS III
1 EINLEITUNG 1
2 DIE TÜRKEI - ENTWICKLUNGSDATEN 1
2.1 DIE DEMOGRAPHISCHE LAGE 2
2.2 DIE PARTEIENLANDSCHAFT DER TÜRKEI. 3
3 DIE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DER TÜRKEI 4
3.1 ZWISCHEN 1980 - 1996 6
3.2 VON 1996 BIS HEUTE 9
4 BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER TÜRKEI UND DER E.U 11
4.1 ZWISCHEN 1959 BIS 1996. 11
4.2 VON 1996 BIS HEUTE 13
5 VOR- UND NACHTEILE EINER AUFNAHME DER TÜRKEI IN DIE EU 14
5.1 VORTEILE EINER AUFNAHME 15
5.2 NACHTEILE EINER AUFNAHME. 16
6 FAZIT UND AUSBLICK 18
QUELLENVERZEICHNIS III
II
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildungs-Titel Seite: Nummer.: 1 Bevölkerungswachstum 3
2 Inflationskurve 6
Tabellen-Titel Seite: Nummer.: 1 EU-Zuschüsse 18
2 Außenhandel mit der EU 19
III
1 Einleitung
Der lange stolperige Weg der Türkei in die EU.
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Bemühung der Türkei, um eine volle Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Im Vordergrund steht die ökonomische Sichtweise und die Liberalisierungsversuche der Türkei nach dem Militärputsch im Jahre 1980. 1 Es stellt sich die Frage, ob die Ablehnung der meisten Mitgliedsstaaten bezüglich einer vollen Mitgliedschaft der Türkei rein politische Gründe hat oder ob sie auch ökonomisch haltbar ist. Im ersten Teil der Hausarbeit werden die Republik Türkei und ihre Entwicklungsdaten nach ihrer Gründung im Jahre 1923 dargestellt, 2 zudem die demographische Lage und die heutige Parteienlandschaft. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Lage der Türkei von 1980 bis zum heutigen Tage. Im nachfolgenden Teil werden die Beziehungen der Türkei zur EU und die Phasen der Beitrittsverhandlungen beleuchtet. Anschließend werden die Argumente für und gegen einen Beitritt sowohl aus der Sicht der Befürworter als auch aus der Sicht der Gegner dargestellt und auf ihren Gehalt hin untersucht. Im letzen Abschnitt wird die Arbeit mit einem Fazit abgeschlossen.
2 Die Türkei - Entwicklungsdaten
Die Türkei wurde 1923 durch Kemal Atatürk zur Republik ausgerufen und hat ein laizistisches Staatsverständnis, was bedeutet, dass Staat und Religion strikt voneinander getrennt sind. Die Bevölkerung der Türkei beläuft sich derzeit auf 71,1 Mio. Einwohner. Das Bevölkerungswachstum liegt mit 1,35 % über dem europäischen Durchschnitt. 3 Gegenüber vielen westeuropäischen Ländern hat die Türkei den Vorteil, dass sie im Vergleich zu diesen eine weitaus günstigere demographische Verteilung hat. Dabei spielt die höhere Geburtenrate eine entscheidende Rolle. Während sie etwa in Deutschland bei 1,3 Kindern pro Frau liegt, 4 beträgt dieser Wert in der Türkei gut 2 Kinder pro Frau. 5 Die Bevölkerungszahlen beider
1 http://www.wsws.org/de/2000/sep2000/puts-s12.shtml 02.04.07
2 http://www.tuerkischebotschaft.de/de/index.htm 13.04.07
3 3 http://www.die.gov.tr
4 ebd.
5 ebd.
1
Länder dürften sich in etwa 10 Jahren nach der Aussage der Hessisch-Thüringischen Landesbank angeglichen haben. Das Durchschnittsalter in der Türkei beträgt nach Angaben der Hessisch-Thüringischen Landesbank 30 Jahre und das in Deutschland 42 Jahre. 6 Die Bevölkerung der Türkei ist zu 99% moslemischen Glaubens; mehrheitlich Hanifiten (sunnitische, „orthodoxe“ Ausrichtung des Islam); daneben gibt es ca. 15-20 Mio. Aleviten („heterodoxe“ Ausrichtung des Islam). Besondere Rechte bestehen für einige der nichtmuslimischen Minderheiten (Griechisch-Orthodoxe, Armenisch-Apostolische Kirche, Jüdische Gemeinschaft). Nach inoffiziellen Schätzungen leben ca. 65.000 armenischapostolische Christen, ca. 25.000 Juden, 15.000 Syrisch-Orthodoxe; 10.000 Ba’hai, ca. 5.000 Jeziden, je ca. 2.500 Protestanten verschiedener Denominationen und Angehörige der Römisch-katholischen Kirche; ca. 1.500-2.000 griechisch-orthodoxe Christen in der heutigen Türkei. 7 Die Hauptstadt ist Ankara mit einer Bevölkerung von ca. 3,6 Mio. Einwohnern. Die größte Stadt des Landes - und gleichzeitig ihr wirtschaftlicher Motor - ist Istanbul mit etwa 10 Mio. Einwohnern. 8
Die Türkei hat eine Größe von 814.578 qkm, die sich zu 3% in Europa (Thrazien) befinden und zu 97% in Asien (Anatolien). Sie ist umgeben von drei Meeren, dem Schwarzen Meer im Norden, dem Mittelmeer im Süden und dem Ägäischen Meer im Westen. Die Nachbarstaaten sind im Westen Bulgarien und Griechenland, im Osten der Iran, im Nordosten Georgien und Armenien. Im Südosten grenzt die Türkei an den Irak und Syrien. Die Landesprache ist Türkisch. In weiten Teilen des Südostens werden aber auch verschiedene kurdische Dialekte gesprochen.
2.1 Die demographische Lage
Im Jahre 1927 betrug die Bevölkerungszahl der Türkei 13.648.270. 9 80 Jahren später, im Jahr 2007, betrug diese Zahl geschätzte 74 Millionen. 10 Die Bevölkerungswachstum der Türkei liegt bei 1,06%, 11 die Durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 72,62 Jahren.
Die Türkei ist sowohl ein Einwanderungsland als auch ein Auswanderungsland. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs immigrierten Menschen aus den Balkanstaaten, aus dem Nahen
6 Helaba Volkswirtschaft - Märkte und Trends Länderfokus - Juli 2005
7 http://www.auswaertiges-amt.de 13.03.2007
8 http://www.die.gov.tr 2000 Istanbul.ht.
9 http://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_der_T%C3%BCrkei 07.04.2007
10 Frankfurter Rundschau Ausgabe 13.04.07
11 https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/tu.html 02.04.07
2
Osten, dem Kaukasus, dem Iran, aus Zentralasien und von der Krim in die Republik. Auf der anderen Seite haben Millionen von Menschen die Türkei in den letzten Jahrzehnten verlassen.
In der Frankfurter Rundschau vom 13.04.07 heißt es, dass das Durchschnittsalter in der Türkei lebenden Menschen 28 Jahre beträgt. 12 Somit hat die Türkei eine sehr junge Bevölkerung. Im Jahre 2006 war ein Viertel der Bevölkerung unter 14 Jahren und nur 6,8 Prozent über 65 Jahre alt. 13 Im Jahre 2000 fand die letzte Volkzählung statt. Folgendes Schaubild verdeutlicht die genannten demographischen Daten graphisch:
Abb. 1: Bevölkerungswachstum 14
2.2 Die Parteienlandschaft der Türkei
Die Republik Türkei ist eine parlamentarische Demokratie. Staatspräsident ist seit dem 17.05.2005 Ahmet Necdet Sezer, der von der Nationalversammlung für 7 Jahre gewählt wurde. Der Ministerpräsident heißt seit dem 11.03.2003 Reccep Tayip Erdogan (AKP). Der Außenminister Abdullah Gül (AKP) ist seit dem 14.03.2003 im Amt. Das Parlament, die Türkische Große Nationalversammlung (Türkiye Büyük Millet Meclisi / TBMM), ist eine Kammer mit 550 Sitzen und einer Legislaturperiode von 5 Jahren. Die letzte Wahl fand am 03.11.2002 statt und der Parlamentspräsident ist Bülent Arinc von der AKP. Die Regierung wird von der AKP (Adalet ve Kalkinma Partisi - Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, Vorsitzender ist Recep Tayyip Erdogan) mit 356 Abgeordneten gestellt.
12 Frankfurter Rundschau Ausgabe 13.04.07
13 https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/tu.html 07.04.2007
14 Statistikamt der Türkei
3
Arbeit zitieren:
Turhan Kurt, 2007, Die Bemühung der Türkei für einen Eintritt in die EU, München, GRIN Verlag GmbH
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