Einleitung............................................................................................................ 3
Szene 1: Nicht- Ort I Ort I Raum ........................................................................ 4
Szene 2: Zeit I Geschichte ................................................................................. 6
Szene 3: Orte und Nicht-Orte als Raumerfahrung I Vergangenes im
Gegenwärtigen ................................................................................................... 9
Quellen: ............................................................................................................ 11
„Ich fuhr frühmorgens mit dem Auto durch Marseille zur Bahn,
und wie mir unterwegs bekannte Stellen, dann neue, unbekannte oder andere, die ich nur ungenau erinnern konnte, aufstießen, wurde die Stadt ein Buch in meinen Händen, in das ich schnell noch ein paar Blicke warf, bevor es in der Kiste auf dem Speicher mir auf wer weiß wie lange aus den Augen kommen sollte.“ W. Benjamin 1955:98
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Einleitung
Im folgenden wird anhand der Begriffe Nicht- Ort I Ort I Raum und Zeit I Geschichte Übereinstimmungen und Widersprüche zwischen dem Umgang und der Sicht auf Raum von Walter Benjamin und Marc Augé gezeigt. Der Beitrag versteht sich nicht als abschließend und umfassend, sondern vielmehr als Diskussionsbeitrag zu Konzepten des fotographischen Umgangs mit Begriffen von Ort, Zeit, Geschichtlichkeit und Abbildung am Beispiel der Werke von Augé und Benjamin.
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Szene 1: Nicht- Ort I Ort / Raum
Marc Augé sieht Raum als Container- Raum (Augé 1994: 68f). In seinen Ansätzen zur Definition von Orten, Nicht- Orten und Raum geht er hauptsächlich von physisch- materiellen Charakteristika der Raum- Prägung aus. Nicht- Orte seien frei von Geschichte und Identitäten. Sie seien quantifizierbar in Fläche, Strecke und Volumen. „Dennoch sind die Nicht- Orte das Maß unserer Zeit, ein Maß, das sich quantifizieren läßt (...)“ (Augé 1994:94).
Als mögliche Nicht- Orte werden genannt: Flugstrecken, Bahnlinien, Autobahnen, Verkehrsmittel, Verkehrsknoten, Kabel- und Funksnetze sowie Einkaufszentren. Diese wirkten als transitorische Räume (Ebd.). Der Raum erscheint dabei korridorhaft, Bewegungen in den Nicht- Orten geraten zur Überwindung von Strecke zwischen verschiedenen (sozial determinierten) „Szenerien“ oder auch Orten (Augé 1994:126f). Die Unterscheidung zwischen Orten und Nicht- Orten basiert hierbei auf einem vermeintlichen Gegensatz von Ort und Raum (Ebd. 1994:94). Der anthropologische Ort, der als Gegensatz des Nicht- Ortes beschrieben wird, ist gekennzeichnet durch „(...) die Möglichkeit der Wege, die dort hindurchführen, der Diskurse, die dort stattfinden, und der Sprache, die ihn kennzeichnet (.)“ (Ebd. 1994:97). Der „Ort“ ist demnach ein möglichkeitsbasierter, kulturell geprägter und diskursgestalteter Raum (welches den „Nicht- Orten“u.a. fehlt). (Vgl. Augé 1994:92 zum Begriff der „Narrativität“ und „Kulturalität“ von Orten). Im Umkehrschluss zum „Nicht-
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Sarah Schreiner, 2006, Die Rezeption von Nicht-Orten und fotographische Abbildung von RaumZeit bei Marc Augé und Walter Benjamin, Munich, GRIN Publishing GmbH
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