Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis: 1
1. Einleitung. 2
2. Sorites-Paradoxie. 4
2.1. Geschichte. 4
2.2. Beispiele 5
2.3. Wie entsteht die Paradoxie? 7
2.4. Ansätze zur Lösung der Sorites-Paradoxie 10
3. Peter Unger: „There are no ordinary things“ 11
3.1. Peter Unger 11
3.2. Die paradoxe Schlussfolgerung akzeptieren: There are no
ordinary things 12
3.3. Kritik an Ungers Auffassung. 13
3.4. Fazit 15
4. Literaturverzeichnis 16
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1. Einleitung
Sicherlich würde niemand der Behauptung widersprechen, dass Bill Gates reich ist. Auch beim Formel 1-Fahrer Michael Schumacher wird es kaum jemanden geben, der an seinem Reichtum zweifelt, auch wenn er wohl nicht so viel Geld besitzt wie Bill Gates. Bei dem Obdachlosen, der unter der Brücke lebt, ist es ebenfalls eindeutig: er ist arm. Was machen wir jetzt aber mit dem Bankangestellten, der 2.500,- € im Monat verdient? Ist er arm oder reich? Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass es unzählige Fälle gibt, bei denen man nicht weiß, ob man das Wort „reich“ bzw. „arm“ nun anwenden will oder nicht. Da hilft es uns auch nicht, wenn wir genau wissen, was der Bankangestellte verdient, wie viel Geld er auf seinem Konto hat, welchen Wagen er fährt etc.. Selbst wenn uns alle diese Informationen zur Verfügung stehen, fällt es uns schwer, ihn als arm oder reich einzustufen, weil er anscheinend irgendwo in der Mitte liegt.
Gehen wir weiter davon aus, das Vermögen dieses Bankangestellten ist exakt einen Cent größer als das seines Nachbars. Niemand käme auf die Idee, einen der beiden als reich, den anderen aber als arm einzustufen. Entweder, so die gängige Meinung, sind beide reich oder keiner von beiden. Ein Cent kann dieser Auffassung nach also nicht den Unterschied von reich und arm ausmachen. Diese These führt uns aber zu der paradoxen Schlussfolgerung, dass, sofern wir die beiden als arm einstufen, jeder Mensch als arm gilt. Näher erläutern möchte ich diese so genannte Sorites-Paradoxie im Abschnitt 2.2..
Ähnlich verhält es sich mit den Wörtern kalt, groß, torgefährlich, Tasse, u.v.a.m.. All diese Wörter haben gemeinsam, dass sich bei ihnen keine genaue Grenzlinie ziehen lässt zwischen Dingen, auf die sie zutreffen und Dingen, auf die sie nicht zutreffen. Man bezeichnet diese Wörter auch als vage.
Diese Hausarbeit untersucht am Beispiel der so genannten „Sorites-Paradoxie“ (Haufenparadoxie), worin die Paradoxie bei vagen Begriffen besteht. Darüber hinaus
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soll in Kapitel 3. eine bemerkenswerte Theorie vorgestellt werden, wie man mit
dieser Paradoxie umgehen kann.
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Da in der vorliegenden Arbeit der Begriff „Paradoxie“ immer wieder verwendet wird, möchte ich an dieser Stelle definieren, was man generell unter einer Paradoxie versteht: „Ein Paradoxon (auch: eine Paradoxie) ist eine wohlbegründete, bisweilen korrekte Behauptung, die mit der gängigen Meinung nicht übereinstimmt.“ (www.phillex.de). Oder wie es R.M. Sainsbury beschreibt: „Eine scheinbar
unannehmbare Schlussfolgerung, die durch einen scheinbar annehmbaren Gedankengang aus scheinbar annehmbaren Prämissen abgeleitet ist“ (Sainsbury, 2001, S. 11).
2. Sorites-Paradoxie
2.1. Geschichte
Die Sorites-Paradoxien gehen der Forschung nach auf Eukleides von Megara (ca. 450-380 v. Chr.), ein Schüler des Sokrates, zurück. Eukleides von Megara formulierte dieses Paradox wie folgt:
Wenn 50 Körner einen Haufen bilden, dann müssen auch 49 Körner einen Haufen bilden. Wenn 49 Körner einen Haufen bilden, bilden 48 Körner ebenfalls einen Haufen. Setzt man diese Folgerung fort, kommt man irgendwann zu dem Schluss, dass auch ein Korn einen Haufen bildet (vgl. www.phillex.de). Der Begriff Sorites-Paradoxie stammt vom griechischen Wort für Haufen, sorós, ab. Als Sorites-Paradoxien werden aber gemeinhin alle Paradoxien dieser Gattung, egal ob es sich dabei um Sandhaufen handelt oder nicht, verwendet.
Dringt man etwas tiefer in die Philosophie ein, erfährt man, dass die Sorites-Paradoxien zu der Gruppe der Slippery-Slope-Argumente (auch: Argument der schiefen Ebene) gehören (vgl. www.phillex.de). Als Slippery-Slope-Argument bezeichnet man einen Typ von Argumenten, „mit denen ein Opponent einen Proponenten davor warnt und ihn davon abhalten will, eine bestimmte Handlung zu vollziehen, da dies der Beginn einer schiefen Ebene sei und Schritt für Schritt zu weiteren Handlungen als Konsequenzen führen könne, die von allen an der Diskussion Beteiligten für nicht wünschbar gehalten werden.“ (www.phillex.de).
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Arbeit zitieren:
Alexander Maus, 2005, Sorites-Paradoxien und ein Einblick in Ungers Theorie: "There are no ordinary things", München, GRIN Verlag GmbH
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Die Sorites-Paradoxie - Darstellung, Analyse und Lösungsvorschläge
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