Inhaltsangabe
Inhaltsangabe 2
Teil A: Allgemeines. 3
1 Einleitung. 3
2 Autor und Quelle 3
2.1 Die Verfasser Carl Friedrich Goerdeler und Ludwig Beck. Die Gewichtung
der beiden Personen in der Gemeinschaftsdenkschrift. 3
2.2 Die Denkschrift „Das Ziel“ (1941) 4
Teil B: Charakterisierung Goerdelers und nationalkonservativer Widerstand 7
3 Carl Friedrich Goerdeler. Eine Kurzbiographie. 7
4 Charakterisierung des nationalkonservativen Widerstands 9
Teil C: Das außenpolitischen Ziel 12
5 Die außenpolitischen Vorstellungen Carl Friedrich Goerdelers 1941 - 1944 12
5.1 Goerdelers Kritik an der Außenpolitik des NS - Regimes 12
5.2 Goerdelers 11 - Punkte - Programm. 13
5.2.1 Deutsche und der Nationalstaat 14
5.2.2 Die Rolle Deutschlands in Europa und der Welt 14
5.2.3 Die Rolle der technischen Entwicklung 14
5.2.4 Der Koloniefaktor 16
5.2.5 Freier Güteraustausch 16
5.2.6 Verständigung mit den Briten und den Vereinigten Staaten. 17
5.2.7 Der ferne Osten. 18
5.2.8 Geschlossene Kolonialreich in Afrika 18
5.2.9 Internationales Seerecht 18
5.2.10 Verwaltung der besetzten Gebiete 19
5.2.11 Die Neuordnung der Stellung der Juden 19
Teil :D Schlusswort. 21
Literaturverzeichnis 22
2
Teil A: Allgemeines
1 Einleitung
Der Widerstand im Nationalsozialismus ist ein weitgefächertes Gebiet und gerade die Widerstandsbewegung des 20. Juli 1944 bietet viel Diskussionsmaterial. Die Arbeit soll einen Überblick über einen der Hauptakteure dieser Verschwörung geben. Grundlage dafür ist die Denkschrift „Das Ziel“, die Carl Friedrich Goerdeler im Jahre 1941 verfasste.
Anfänglich wird sich die Arbeit mit dem Autor und der Quelle beschäftigen. Folgen soll eine kurze Biographie Carl Goerdelers, welche sich eine kurze Charakterisierung des nationalkonservativen Widerstandes anschließt, der Carl Goerdeler angehörte. Die Hauptteil der Arbeit werden die außenpolitischen Ziele und Forderungen Goerdelers ausmachen. Zunächst werde ich auf die Kritikpunkte Goerdelers an der NS-Außenpolitik eingehen, um dann Goerdelers elf außenpolitische Forderungen zu erläutern.
2 Autor und Quelle
2.1 Die Verfasser Carl Friedrich Goerdeler und Ludwig Beck. Die Gewichtung der beiden Personen in der Gemeinschaftsdenkschrift.
Lange wurde angenommen, dass die Denkschrift „Das Ziel“ eine Einzelleistung Carl Friedrich Goerdelers war. Gerhard Ritter sagt in seiner Goerdeler-Biographie: „Carl Goerdeler ist der einzige Politiker des deutsche Widerstands, von dem ausführliche, allseitig durchdachte Zukunftspläne für die Gestaltung des neuen Europa überliefert sind.“ 1 Dem ist jedoch zu widersprechen, da es mit Goerdeler und Beck zwei Autoren gab. Becks Anteil an der Denkschrift ist noch höher zu bewerten, da er den Anstoß zur Verfassung gab und mit dem zeitlosen Gedanke des politisch-philosophischen Konzepts das Wichtigste beisteuerte 2 . Wilhelm Ritter von Schramm geht in seinem Werk sogar noch einen Schritt weiter und sagt: „In dem Duumvirat ist er der geistig Führende gewesen.“ 3
1 vgl. Wilhelm Ritter von Schramm. Gemeinschaftsdokumente für den Frieden 1941 - 1944. herausgegeben
und erläutert von Wilhelm Ritter von Schramm. München. 1965. S. 55.
2 vgl. Schramm. S. 56.
3 siehe Anmerkung 2.
3
Dass Beck aber dennoch nicht nach außen als Mitautor in Erscheinung tritt, hat drei gravierende Gründe. Zum einen konnte der Zivilist Carl Goerdeler der Generalität unbefangen entgegentreten, was dem ehemaligen Generalstabschef Beck nicht möglich war. Des Weiteren galt Beck in Kreisen des Generalstabs als „defätistisch“ 4 , denn mit seinen pessimistischen Vorraussagungen des Kriegsverlaufs behielt er, zumindest in den ersten drei Kriegsjahren, nicht recht.
Zweitens ist die Frage der Verteilung der Kompetenzen zwischen Beck und Geordeler von Bedeutung. Für die politischen und wirtschaftlichen Fragen war Beck nicht geeignet. Diese Angelegenheiten fielen dann in den Aufgabenbereich Goerdelers, der als ehemaliger Oberbürgermeister Leipzigs und Reichspreiskommissar als Autorität galt. Zuletzt war Beck bemüht, Goerdeler als Reichskanzler einer „designierten“ Regierung systematisch aufzubauen.
Die Denkschrift war der Ausdruck ihrer Übereinstimmung, die ein problemloses Zusammenarbeiten ermöglichte, sodass der eine Sätze streichen oder ergänzen konnte und eigene hinzufügte. 5 Beck und Goerdeler ergänzten sich nahezu perfekt. Beck machte sich einige Konzepte seines politischen Freundes zu Nutze, während Goerdeler in Briefen an die Generalität vor allem kriegsgeschichtliche Einzelheiten und Beispiele anführte, die nur Beck, der Soldat, verfasst haben konnte. Nur bei einigen bestimmten Passagen lässt sich sicher feststellen, dass sie allein von Beck oder Goerdeler stammen. So ist z. B. der erste Abschnitt der Denkschrift aller Wahrscheinlichkeit nach von Beck , da sein Motto, dass Tapferkeit ohne Klugheit nichts bedeute, kennzeichnend für den Soldaten Beck ist. 6 Die Grundbegriffe, die dem außenpolitischen Teil zu Grunde liegen, sind auf Goerdeler zurückzuführen, da die gelegentlichen Superlative die Handschrift Goerdelers kennzeichnen.
2.2 Die Denkschrift „Das Ziel“ (1941)
Von der Denkschrift „Das Ziel“ haben sich nach bisherigem Wissensstand nur zwei Exemplare aus dem Nachlass Goerdelers erhalten.
4 Schramm. S. 36.
5 vgl. Schramm. S. 37.
6 siehe Anmerkung 5.
4
Bei den Dokumenten handelt es sich um das Originaltyposkript und den Durchschlag. 7 Das Original liegt aktuell im Bundesarchiv in Koblenz, die Kopie ist im Besitz des Verlegers Gotthold Müller. Goerdelers Frau hatte das Exemplar 1945 Müller übergeben, nachdem dieser Carl Goerdeler im Widerstand wichtige Dienste geleistet hatte. Auch von der Denkschrift „Der Weg“ existieren zwei Texte, nur in diesem Fall liegt das Original bei Müller und der Durchschlag in Koblenz.
Beide Denkschriften, „Das Ziel“ und der „Der Weg“, sind sehr sauber und auf der gleichen Maschine geschrieben. Es wurden nur einige wenige handschriftliche Korrekturen angebracht wurden, was die Vermutung nahe legt, dass Goerdeler und Beck ihre Werke sehr genau überdacht und überarbeitet haben und nur die endgültige Fassung handschriftlich verewigten. Die Denkschrift „Das Ziel“ ist eine Zusammenfassung der Grundgedanken der Autoren zu der Lage Anfang des Jahres 1941. Sie ist nicht das vollständige Programm, bildet aber die wichtigste Vorstufe. Außerdem stellt sie eine programmatische Grundlage dar, die je nach Lage immer weiter entwickelt wurde. Beck brachte bereits 1942 diese Weiterentwicklung in einem Vortrag vor der Berliner Mittwochsgesellschaft zum Ausdruck. 8 Als eine grundsätzliche Vorarbeit zeigte die Denkschrift die Theorie der Totalität der Politik und stellte vor allem die Weichen für die außenpolitischen Ziele. Weitere wichtige Ziele waren jedoch auch die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit und die moralische Aufrüstung des Volkes, sowie die Wiederherstellung der Geistlichkeit. Der Rest entsprach jedoch mehr einer Planung, als einem festen Programme. Vor allem die Verfassung bot eine große Diskussionsgrundlage, denn über ihren Inhalt sollten die Soldaten mitreden können.
Die Grundgedanken des Regierungsprogramms wurden von Goerdeler und Beck in folgenden Grundsätzen festgehalten: die Herstellung der Majestät des Rechts, Verbrecher festsetzen, Korruption beseitigen, die Parasiten und Nutznießer, die immer noch zahlreich im Volk vorhanden waren, durch die Tüchtigen und Anständigen ersetzen und die Totalität der Politik, die auf den europäischen Frieden abzielt zu fördern. 9 Die Deutschen sollten wieder Ordnung in ihr eigenes Haus bringen und sollten aus freien Stücken „wiedergutmachen, sühnen, bestrafen und Brücken bauen für die Versöhnung mit den europäischen Völkern.“ 10
7 vgl. Schramm. S. 79.
8 vgl. Schramm. S. 51.
9 vgl. Schramm. S. 53.
10 Schramm. S. 53.
5
Damit der geplante Neuanfang in Europa umgesetzt werden konnte, musste die Theorie in der Denkschrift in die Praxis übergehen. Dazu hatten Goerdeler und Beck zwölf Punkte in ihr Regierungsprogramm aufgenommen, die diese Umsetzung bewerkstelligen sollten. Die Wichtigkeit dieser außenpolitischen Punkte ist fest zu halten, denn sie bildeten den Kern der Denkschrift. Für Goerdeler und Beck war die Sicherung Europas gegen die russische Übermacht, die Gründung eines europäischen Staatenbundes und die Zusammenarbeit in diversen Organen, wie ein europäischer Wirtschaftsrat, ein europäisches
Wirtschaftsministerium, eine europäische Wehrmacht und ein europäisches Außenministerium, auf europäischer Ebene entscheidend.
6
Arbeit zitieren:
Daniel Schygulla, 2003, Die außenpolitischen Vorstellungen Carl Friedrich Goerdelers 1941 - 1944, München, GRIN Verlag GmbH
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