Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis:...................................................................................................................... 2
1 Einleitung: 3
2 Definition: Hexe : 3
3 Diverse Erkenntnisse von Mario Erdheim: 4
3.1 Hexenverfolgung: 4
3.2 Hexenwahn: 7
4 Die Vorstellung anhand von Symbolhandlungen Schaden zufügen zu können: 8
4.1 Standpunkte der Hexereipraxis: 8
4.2 Die weiße und die schwarze Magie : 9
4.3 Sigmund Freud s Theorien über Hexerei: 10
5 Forschungen in Uganda im Jahr 2000: 10
6 Politisches non- rationales Handeln: 11
7 Magisches Denken in menschlichen Krisensituationen: 13
8 Literaturverzeichnis: 16
9 Internetquellen: 16
2 NA
1 Einleitung:
In dieser Arbeit möchte ich gerne wesentliche Aspekte aus der Vorlesung „Hexerei Global. Die Wiederkehr des Verdrängten“ aufarbeiten.
„Der Hexenkult ist in den angelsächsischen Ländern allgemein unter der Bezeichnung `Wicca` bekannt, das alte keltische Wort für `Weisheit`. Der Wiccakult ist eine lebendige Religion – die älteste Religion der Welt - , zutiefst durchdrungen von uraltem magischen Vorstellungen und Riten. (…) Wenn auch den meisten, wenn sie von Hexen oder Hexenkult hören, der Gedanke aufkommt, es handele sich um Schwarze Magie, so sei hier deutlich gesagt, dass dies in keiner Weise zutrifft. (…) (Widar, 1992, S. 7f)
Diese – und andere Theorien sollten den Inhalt der Vorlesung – als auch meine persönliche Haltung zu manchen Themen wiedergeben:
2 Definition: „Hexe“:
Der Begriff `Hexse` kam wahrscheinlich erst ausgangs des 15. Jahrhunderts, und da zuerst über den elaborierten Diskurs der Gelehrten in Gebrauch. Etymologisch geht der Sammelbegriff `Hexse` (auch: hess, hezze, haghetissa, häxen, hägs) wohl auf das althochdeutsche haga-zussa, (ganz ählich altenglisch haegtesse) „Zaunsitzerin“, bzw. das bedeutungsverwandte altnordische tunrida „Zaunreiterin“ zurück.“ (Schönhuth zit. nach Franck (1901), 1992, S. 24) Lauffer setzt die Zaunreiterin in Beziehung zu einem Begriff, der in der gesamten mittelalterlichen Glossenliteratur anstelle der lateinischen Namen, wie striga, masca, lamia, maga etc. für die Hexe verwendet wird: Die Unholdin. Damals verstand man darunter schon wirkliche Menschen, die bei gemeinsamen Mahlen Menschen verzehren.“ (Schönhuth, 1992, S. 24) Man verstand unter der Hexe aber nicht nur die „Unholdin“, sondern auch eine Gestalt, die positiv agieren konnte, wie zum Beispiel „die Waldfrau“ oder auch „die weise Frau“. Man glaubte aber an die hellseherischen Fähigkeiten einer Hexe, wofür auch der Begriff „herbaria“ – welches übersetzt „die Kräuterfrau“ bedeutet, ein Indiz darstellt. (vgl. ebd., 1992, S. 24f) (…) „Aus dieser exzentrischen Position speist sich ihre Macht und ihr Wissen, die sie für das Gemeinwohl einsetzen kann. Diese Position als unkontrollierbarer Grenzgänger, als Wanderer
zwsichen den Welten, macht sie für die Gemeinschaft auch auch unberechenbar. Der Hexenmeister oder Hexerich stellt das männliche Gegenstück zur Hexe dar. Eindeutiger als bei ihr hat sich bei ihm der günstige Teil seines Wirkens im Denken der Leute gehalten. (Schönhuth zit. nach Brockhaus (1969), 1992, S. 25).“
In der Vorlesung konnten wir auch noch fünf Hauptelemente von dem neuen Delikt der Hexerei in Erfahrung bringen:
Diese sind:
1. Der Teufelspakt, 2. die Teufelsbuhlschaft, 3. der Flug durch die Luft (Hexenflug) zum 4. Hexensabbat, auf dem Gott abgeschworen und der Teufel angebetet wurde, 5. Schadenszauber.
3 Diverse Erkenntnisse von Mario Erdheim:
• Mario Erdheim ist ein sehr bekannter Soziologe und Psychoanalytiker. Er hat sehr zumeist über das gesellschaftliche Unbewusste gearbeitet.
Auch die Hexereivorstellungen hat er in seine Arbeit häufig mit einbezogen, weshalb er sie auch vom Mittelalter bis in die Neuzeit untersuchte.
3.1 Hexenverfolgung:
Der Glaube, dass bestimmte Menschen über magische Kräfte verfügen, mit denen sie anderen Menschen Schaden zufügen können, ist in vielen Kulturen vorhanden. Die brutale Hexenverfolgung ist auch nicht auf den abendländischen Kulturkreis (Europa und das kolonialzeitliche Nordamerika) beschränkt, sondern ebenfalls multikulturell. Im „finsteren Mittelalter“ gab es die Verfolgungen nur ansatzweise, die Hochblüte fand in der Neuzeit statt, nachdem die Grundlagen der Hexenlehre deutlicher formuliert wurden.
Es gab drei Methoden der Hexenverfolgung, wie wir es in der Vorlesung in Erfahrung bringen durften:
1.) Die Inqusition 2.) Die Prozessordnung 3.) Die Hinrichtung
Zur Inquisition: Die päpstliche Inquisition begann um 1232. Vor dem Papst wurden zur
Verfolgung der Ketzer der Dominikaner und Franziskanerorden eingesetzt. Um 1432 begann die Verfolgung von Hexen mit kirchlichem Einverständnis unter den Dominikanern Heinrich Insistoris und Jakob Sprenger. Diese stellten nämlich auch das Werk „Hexenhammer“ zusammen. Dort werden die Wirkungsweisen und die Methoden der Hexen beschrieben. Der Hexenhammer stieg zum allgemeinen Gesetzesbuch auf und so wurden alle Hexenprozesse – und die Jagd auf die Hexen, nach diesen Vorgaben vollzogen.
Zur Prozessordnung: Der erste Schritt lag in der Denunziation von Ketzern und Hexen. Es
wurden meistens anonyme Anzeigen gemacht, die an Gültigkeit aber dadurch nicht verloren. Die „Hexen“ bekamen keinen Verteidiger zur Verfügung gestellt. Wenn dies in seltenen Fällen doch der Fall war, wurde dieser dazu ermahnt, sich wegen Verteidigung einer „Schuldigen“, nicht selbst der Ketzerei schuldig zu machen. Die Frauen wurden schon während den Prozessen im Kerker eingesperrt und gefoltert. Im Hexenhammer heißt es nämlich, dass diese Frauen durch den Bund mit dem Teufel unempfindlich gegenüber jedem Schmerz sind und bei ihnen somit jede vorstellbare Art der Folter erlaubt wäre. Ziel bei den Prozessen war es, ein Geständnis aus den Frauen zu locken. Die meisten Frauen gaben ein solches Geständnis auch ab, um der Folter zu entgehen – und auf der Stelle sterben zu können.
Zur Hinrichtung: Wenn ein Geständnis vorlag, wurde dieses öffentlich verlesen und die Frau wurde zum Hinrichtungsort gebracht. Üblich war es, die „Hexen“ am Scheiterhaufen zu verbrennen, zu erdrosseln, oder sie mit einem Schwert zu töten.
„Die ersten Hexenverfolgungen wurden nach 1440 in den Pyrenäen getätigt. In den meisten europäischen Ländern begannen die Hexenverfolgungen aber erst in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Sie behielten auch Bestand bis zur Zeit der Aufklärung. Den Höhepunkt erreichten die Hexenverfolgungen zwischen den Jahren 1585 und 1595, wobei sich die
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Simone Strasser, 2007, Hexerei Global - Die Wiederkehr des Verdrängten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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