Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile genießt urheberrechtlichen Schutz. Die Urheberrechte des in diesem Werk wiedergegebenen Bildmaterials liegen vollständig bei der Firma Ryohin Keikaku Co., Ltd., 4-26-3 Higashi-Ikebukuro, Toshimaku, Tokyo, 170-8424, Japan. Diese hat dem Verfasser ein nicht-ausschließliches, zeitlich unbefristetes Nutzungsrecht an dem enthaltenen Bildmaterial eingeräumt.
Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers (Verfasser bzw. die Firma Ryohin Keikaku Co., Ltd.) unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
I
Vorsicht, Fälschung
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort 1
2 Definitionen 2
2.1 Der Produktbegriff 2
2.2 Der Markenbegriff 3
2.3 Der Pirateriebegriff 4
3 Ausmaße von Piraterie 5
4 Die Psychologie der Piraterie 8
4.1 Gewinnmaximierung der markeninhabenden Unternehmen 9
4.2 Statusstreben der Konsumenten 10
4.3 Erklärungsansätze 11
4.3.1 Sozio-biologischer Ansatz 11
4.3.2 Lerntheorie 11
4.3.3 Entwicklungs- und Kulturtheorie 11
5 Ursachen für die weitere Zunahme von Marken- und Produkt-Piraterie 13
6 Konsequenzen der Piraterie 15
7 Vorstellung von MUJI 17
7.2 Der Auftritt in Europa 18
7.3 Die Produkte 20
7.4 Ähnliche Konzepte 22
7.3 Ausblick 22
8 Schlussbetrachtung 23
Literaturverzeichnis 24
II
Vorsicht, Fälschung
Inhaltsverzeichnis
Abb. Abbildung
bzw. beziehungsweise
ebd. Ebenda
EU Europäische Union
f , ff. folgende, fortfolgende
o. V. ohne Verfasser
S. Seite
u. a. unter anderem
vgl. vergleiche
z. B. zum Beispiel
III
Abbildungsverzeichnis Seite Abb. 1: Das außerhalb Asiens verwendete MUJI-Logo 17 Abb. 2: Der erste MUJI-Store in Deutschland -
auf der Düsseldorfer Königsallee, kurz „KÖ“ 18 Abb. 3: Die Einrichtungskonzeption erinnert an IKEA ... 19 Abb. 4: ... doch die Produkte sind qualitativ hochwertiger und die Produktpalette
Abb. 5: CD-Radio, oben die Draufsicht, unten die Seitenansicht, € 145,-21 Abb. 6: Zweit-Telefon, nur mit Grundfunktion ausgestattet, € 25,-21 Abb. 7: DVD-Player, alle Fernbedienungen sind optisch sofort dem
1 Vorwort
Erstmals gelang zum Ende der siebziger Jahre des letzen Jahrhunderts in größeren Mengen so genannte ‚Piratenware’ auf den Markt, die nachgeahmte Gebrauchsartikel von Markenherstellern darstellten. Davon waren im Wesentlichen international renommierte Markenprodukte wie z.B. von ADIDAS, NIKE oder REEBOK und insbesondere Luxusartikel wie z.B. von BOSS-Anzüge oder ROLEX-Uhren betroffen. 1
Heute gilt die Marken- und Produktpiraterie als eines der größten Probleme der Weltwirtschaft. Gefälscht wird mittlerweile alles, vom Turnschuh über den Bremsbelag bis hin zur neuesten Software. Dabei machen die Fälscher vor nichts Halt. Selbst sensible Produkte wie Herzschrittmacher, Flugzeugersatzteile oder gar Medikamente und Lebensmittel werden kopiert - mit oft unabsehbaren Risiken für den Verwender.
Dabei haben die Fälscher die einstigen Hinterhöfe verlassen und agieren als eine globale Industrie. Vielfach liegt die Vermutung nahe, dass diese Fälschungen in den gleichen Produktionsorten hergestellt werden, in denen auch die Originale vom Band laufen.
Ziel dieser Arbeit zum Thema Internationales Marketing ist es, die Motivation von Fälschern und den Konsumenten gefälschter Produkte insbesondere aus dem Konsum- und Gebrauchsgüterbereich (wie z.B. Markenkleidung oder Elektromarkenartikel) aufzuzeigen. Das vorgestellte Unternehmen Ryohin Keikaku Company Limited - in westlichen Ländern unter ‚MUJI’ firmierend - stellt ein Unternehmen dar, das sich sehr erfolgreich mit seiner Unternehmensstrategie von qualitativ hochwertigen, jedoch nicht markierten Produkten an nahezu alle Konsumentenschichten richtet. Sein Vorgehen soll verdeutlicht werden und kann als richtungsweisend für unter Piraterie leidende westliche Unternehmen angesehen werden. Bezeichnenderweise ist Ryohin Keikaku Company Limited bzw. MUJI ein japanisches Unternehmen.
Folgend wird ‚MUJI’ als Synonym für Ryohin Keikaku Company Limited verwendet.
1 Vgl. Müller / Kornmeier (Streitfall Globalisierung), S. 177
1
2 Definitionen
2.1 Der Produktbegriff
Aus der Sicht des Marketings ist das Produkt die Bezeichnung für die Unternehmensleistung, die ein Unternehmen gegenüber seinem Nachfrager erbringt. Aufgrund der Entmaterialisierung der Unternehmensleistung ist es üblich, auch Dienstleistungen als Produkt zu bezeichnen. Aus der Perspektive des Konsumenten stellt es ein Mittel zur Bedürfnisbefriedigung und somit zur Nutzengewinnung dar. 2 Zu unterscheiden sind der substantielle, der erweiterte und der generische Produktbegriff: 3 Der substantielle Produktbegriff versteht ein Produkt als ein Bündel von verschiedenen Nutzeneigenschaften. Es zielt auf die physikalischen, chemischen und technischen Merkmale ab, die den Grundnutzen darstellen. Dem substantiellen Produkt fügt der erweiterte Produktbegriff eine Dienstleistung hinzu, wobei weniger die physikalischen, chemischen und technischen Merkmale des Objekts im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die Dienstleistung im Sinne einer Problemlösung, wie beispielsweise der Bau einer Immobilie. Darüber hinaus werden beim generischen Produktbegriff emotionale oder soziale Elemente im Sinne eines Zusatznutzens hinzugefügt, wie z. B. Prestige, Geltung und Status. Zu den physikalischen, chemischen, technischen Merkmalen oder begleitenden Diensten werden darüber hinausgehende Produktfacetten hinzugefügt, die durchaus unterschiedlich vom Konsumenten aufgefasst werden und häufig in der Kommunikation des Produktes begründet liegen.
Dieser Arbeit liegt durchgängig der generische Produktbegriff zugrunde.
2 Vgl. Homburg, Christian; Krohmer, Harley: Marketingmanagement, 1. Auflage, Wiesbaden 2003, Seite 459.
3 Vgl. Bruhn, Manfred; Homburg, Christian: Marketinglexikon, 1. Auflage, Wiesbaden 2001, Seite 588.
2
2.2 Der Markenbegriff
„Eine Marke kann als die Summe aller Vorstellungen verstanden werden, die ein Markenname oder ein Markenzeichen bei Kunden hervorruft bzw. hervorrufen soll, um die Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Die Vorstellungen werden durch Namen, Begriffe, Zeichen, Logos, Symbole oder Kombinationen dieser zur Identifikation und Orientierungshilfe bei der Auswahl von Produkten und Dienstleistungen geschaffen.“ 4
Bereits bei dieser allgemeinen Definition des Markenbegriffs ist eine deutliche Zeichenorientierung der Marke zu erkennen, welche im juristischen Verständnis noch verstärkt wird.
Das Markengesetz (MarkenG) legt fest:
„Als Marke können alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Hörzeichen,
dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form ihrer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachungen einschließlich Farbe und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.“ 5
4 Bruhn/Homburg (Gabler Marketinglexikon), S. 392
5 o.V. §3 Abs. 1 MarkenG
3
Quote paper:
Martin Meyer, 2004, "Vorsicht, Fälschung!" - Ausmaße und Psychologie von Marken- und Produktpiraterie sowie Darstellung einer Präventivstrategie, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 26 Pages
Neue Kommunikationsmöglichkeiten im Web 2.0
Eine soziokulturelle Untersuch...
Ethnology / Cultural Anthropology
Thesis (M.A.), 128 Pages
Marken- und Produktpiraterie und Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholary Paper (Seminar), 23 Pages
Möglichkeiten und Grenzen von Salary Caps
Sport - Sport Economics, Sport Management
Scholary Paper (Seminar), 30 Pages
Die Möglichkeiten der Europäischen Zentralbank, durch Außenwertpolitik...
Politics - International Politics - Topic: European Union
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Stand der Entwicklungen im betrieblichen Wissensmangement
Business economics - Personnel and Organisation
Termpaper, 31 Pages
Marken- und Produktpiraterie in China: Problem, Kosten und Folgen für ...
Diploma Thesis, 97 Pages
Strategien zum Schutz gegen Produktpiraterie
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 21 Pages
Marken- und Produktpiraterie im Ausland am Beispiel der VR China
Scholary Paper (Seminar), 35 Pages
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholarly Essay, 28 Pages
Geldpolitik und Wechselkurspolitik: Die Rolle des Euros im Weltwährung...
Economics - Monetary theory and policy
Scholary Paper (Seminar), 23 Pages
Analyse der sozialen Identität am Beispiel Gilmore Girls
Termpaper, 18 Pages
Strategische Optionen für forschende Pharmaunternehmen zur Sicherung i...
Master's Thesis, 64 Pages
Ansatz und Bewertung von Finanzanlagen nach Maßgabe von IAS 39
Business economics - Accounting and Taxes
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 28 Pages
Aufbau und Funktionsweise von Shared Service Centern
Business economics - Operations Research
Termpaper, 11 Pages
Digital Natives auf der Suche ...
Scholary Paper (Seminar), 12 Pages
Selbstdarstellung im virtuellen Netzwerkraum - Selbstdarstellung im In...
Bachelor Thesis, 83 Pages
Martin Meyer's text "Vorsicht, Fälschung!" - Ausmaße und Psychologie von Marken- und Produktpiraterie sowie Darstellung einer Präventivstrategie is now available as a printed book
Martin Meyer has published the text "Vorsicht, Fälschung!" - Ausmaße und Psychologie von Marken- und Produktpiraterie sowie Darstellung einer Präventivstrategie
Martin Meyer has uploaded a new text
Internationales Marketing-Management
Ein markenorientierter Ansatz
Heribert Meffert, Christoph Burmann, Christian Becker
Internationales Marketing-Management
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander
Auf dem Weg zur globalen Hochschule - Internationales Marketing für mo...
Tagungsband zum 5. GATE-German...
Angela Borgwardt
Strategien und Lösungsansätze ...
Marcus von Welser, Alexander González
0 comments