HS Multimediale Vermittlung von Musik und ihre Wirksamkeit 08 03 05
WS 04/05 Fachgebiet Musikwissenschaft - TU Berlin
Sarah Baumbach, Jana Reinsch, Kristin Peukert, Susan Wand
Inhalt
1. Einleitung von Kristin Peukert 3
2. Projektpräsentation 5
2.1. Abstract 5
2.2. Kriterienkatalog und Kurzpräsentation 6
2.3. Struktureller Ansatz 9
2.4. Guideline 11
2.5. Symposium 13
2.5.1. Poster 14
2.5.1.a) Poster I 14
2.5.1.b) Poster II 15
2.5.1.c) Poster III 16
2.5.2. Erläuterungen zu den Postern 17
2.5.3. Der neue Kriterienkatalog 20
2.5.4. Die Websites 21
3. Resumée von Kristin Peukert 23
2
HS Multimediale Vermittlung von Musik und ihre Wirksamkeit 08.03.05
WS 04/05 - Fachgebiet Musikwissenschaft - TU Berlin
Sarah Baumbach, Jana Reinsch, Kristin Peukert, Susan Wand
1. Einleitung von Kristin Peukert
Im Rahmen des Hauptseminars, welches die Thematik „Musik multimedial“ aufgreift, haben wir uns mit einer Projektgestaltung auseinander gesetzt. Unsere Projektarbeit wurde als ein Symposiumsbeitrag ausgearbeitet und interessierten Gästen an einem Posterstand im Audimax der TU Berlin am 29.01.2005 präsentiert. Die Einleitung soll einen Überblick über unser Vorhaben geben und Themenschwerpunkte einführend erläutern.
Das Internet als neu entstandenes Medium und Kommunikationsplattform von höchster Aktualität bildet die Grundlage bezüglich unseres Projekts. Es bietet eine weltweit vernetzte, unerschöpfliche Quelle von Informationen, sowie die Möglichkeit des Datenaustausches und gilt mittlerweile als Standard in den meisten Haushalten. Als audio-visueller Kanal bezieht das Internet den Konsum von Musik mit ein aufgrund von entwickelten digitalen Audioformaten, wie z.B. MPEG, avi, wav, wma usw. Das Abspielen der Audiodateien im Internet erfolgt über zum Teil kostenloser Software, wie Real Player, Windows Media Player oder Quicktime Player. Der Computer gilt in unserem multimedialen Zeitalter regelrecht als neues Instrument, unter anderem zum kreativen und kompositorischen Umgang mit Musik. Softwareprogramme fungieren als Mixer bzw. Mischpult mit deren Hilfe aufgenommene Elemente bzw. Instrumentalteile und Vocals zusammengeführt werden, z.B. ProTools, Fairlight. Über das Internet oder transportfähigen Speichermedien können die Audiodaten problemlos unter den beteiligten MusikerInnen ausgetauscht werden. Kurzum an eine Musikproduktion ohne Beteiligung des PCs ist kaum noch zu denken, und das gilt für jedes Musikgenre.
Im Mittelpunkt unserer Betrachtung steht die Promotion bzw. Musikvermarktung, sowie Präsentation von KünstlerInnen der U-Musik über die entsprechende Internetseite. Die Materialansammlung ist dabei eine wichtige Voraussetzung und so wurden im Laufe unseres Projektes 130 Websites kategorisch untersucht. Bei unserer ersten Zielsetzung galt es vorläufig die auditive Umsetzung im „World Wide Web“ (WWW) zu betrachten. Doch wir kamen zu dem Schluss, dass die visuelle Gestaltung nicht außer Acht gelassen werden kann. Deshalb konzentrierten wir uns zunehmend auf den Gesamteindruck bzw. Inszenierung der KünstlerInnen im
3
HS Multimediale Vermittlung von Musik und ihre Wirksamkeit 08.03.05
WS 04/05 - Fachgebiet Musikwissenschaft - TU Berlin
Sarah Baumbach, Jana Reinsch, Kristin Peukert, Susan Wand
WWW und starteten einen analytischen Versuch bezüglich des Gesamtaufbaus der Websites. Dazu haben wir uns zu Beginn verschiedene Genres herausgegriffen (Electro/ Dance, Pop, HipHop/ R’n’B, Alternative/ Independent, Metal/ Crossover, Punkrock/ Gothrock) und versucht, Kriterien zu finden, die eine vollständige Beschreibung der Webseiten liefern und als Hilfestellung zum Aufbau einer eigenen Seite dienen können. Die Websites der KünstlerInnen präsentieren sich hinsichtlich der gestalterischen Möglichkeiten sehr unterschiedlich, oft auch in Annäherung an die gewünschte Zielgruppe, womit wir uns ebenfalls genauer beschäftigt haben.
Ganz allgemein spielen die Elemente Klang, Bild und Text eine grundlegende Rolle bei der Konstruktion einer Website bzw. der Konfrontation mit dem Internet. Bewegte Bilder wirken auffallend und ziehen die Aufmerksamkeit des Internetusers auf sich. So lassen sich Filme, Videoclips und Computeranimationen darstellen, die in Echtzeit im WWW abgespielt werden können. Mit der Verschmelzung von Bild und Klang, der einerseits im Vordergrund und andererseits im Hintergrund stehen kann, ergeben sich Möglichkeiten zur Visualisierung von Musik. In den 80er Jahren entstand das Musikfernsehen (MTV) und der Videoclip wurde als neue Form der Musikvermarktung und -verbreitung, sowie Präsentation der KünstlerInnen genutzt. Diese visualisierte Kunstform des Musikproduktes hat im heutigen digitalen Zeitalter Einzug in das Internet erhalten und wird auf den Webseiten zur Ansicht angeboten. Das gesprochene Wort wird uns zusätzlich im WWW begegnen, teilweise in synthetisierter Sprache. Der Text stellt die schriftliche Information dar, und es können ständig Eintragungen auf der Webseite gelöscht, erweitert und aktualisiert werden. Bei Betrachtung des Internets kann man also von audio-visuellen Installationen sprechen mit relevanten Veränderungen z.B. im Vergleich zum Medium Fernsehen. Ein wichtiger Unterschied ist der aktive Kommunikationsprozess zwischen den Benutzern auf internationaler Ebene. Der Datenaustausch kann auf schriftlichem Weg (e-mail, Chat, Forum, Gästebuch, elektronische Postkarten), per Videoübertragung mit Hilfe sogenannter „webcams“ oder über die Internet-Telefonie, die bedeutend günstiger ist als herkömmliches Telefonieren, erfolgen. Die Interaktion über große Distanz hinweg zwischen mehreren Teilnehmern wird durch das Internet realisiert, wobei das Fernsehen nur den einseitigen Informationsfluss bieten kann. Nach diesen grundlegenden Ausführungen zum Medium Internet sollen im folgenden Hauptteil Durchführung und Ergebnisse unserer Projektarbeit dargelegt werden.
4
HS Multimediale Vermittlung von Musik und ihre Wirksamkeit 08.03.05
WS 04/05 - Fachgebiet Musikwissenschaft - TU Berlin
Sarah Baumbach, Jana Reinsch, Kristin Peukert, Susan Wand
2. Projektpräsentation
2.1. Abstract
In diesem Projekt werden die Webseiten von ca. 130 willkürlich ausgewählten Musikern bzw. Bands daraufhin untersucht, auf welche Art und Weise die Musik an sich auf den Webseiten präsentiert wird. Wir werden versuchen, einen Kriterienkatalog zu erstellen, der Aufschluss über verschiedene Absichten und Inszenierungsweisen der Künstler bzw. Plattenfirmen geben soll. Unser Projekt läuft zunächst unter dem Obertitel „Musik und ihre Internetpromotion“.
5
HS Multimediale Vermittlung von Musik und ihre Wirksamkeit 08.03.05
WS 04/05 - Fachgebiet Musikwissenschaft - TU Berlin
Sarah Baumbach, Jana Reinsch, Kristin Peukert, Susan Wand
2.2. Kriterienkatalog und Kurzpräsentation
Unsere ersten Überlegungen galten der Erstellung eines vorläufigen Kriterienkataloges, um einen Forschungsansatz für die Analyse der Websites zu entwickeln. Wir sind dabei vorrangig auf die Musik und ihre Präsentation eingegangen.
Fragestellungen:
- Musik beim Öffnen der Seite?
Wird Musik beim Öffnen der ersten Seite präsentiert? Handelt es sich um ein Lied des Künstlers / der Künstlerin? In welcher Form erfolgt die Präsentation: Loop, Liedausschnitt oder ganz ausgespielt, Instrumental, Geräusche etc.?
- Musik leicht auffindbar?
Über welche und wie viele Links ist sie zu finden? Läuft sie im Hintergrund? Ist sie selbst anwählbar? Wie viele Lieder sind verfügbar? Werden sie ausgespielt? Jukebox/ Player? Ladezeiten? Qualität?
- Musikvideos?
Über welche und wie viele Links sind sie zu finden? Wie viele Videos sind verfügbar? Ladezeiten? Qualität?
- Besonderheiten?
Remix - Tools? Verschickbare Songlists? E-Cards? Spiele? Soundapplikationen? Klingeltöne?
- wenig Musik
Wird der Künstler mehr präsentiert als seine Musik? Wenn ja, wodurch?
6
HS Multimediale Vermittlung von Musik und ihre Wirksamkeit 08.03.05
WS 04/05 - Fachgebiet Musikwissenschaft - TU Berlin
Sarah Baumbach, Jana Reinsch, Kristin Peukert, Susan Wand
Die vorläufigen Ergebnisse unserer Untersuchung wurden in einer Kurzpräsentation zusammengefasst und im Seminar vorgestellt. Das Handout zur Kurzpräsentation enthält die oben aufgeführten Fragestellungen. Der daraus resultierende Kriterienkatalog ist unter dem Punkt 2.5.3. zu finden.
Die Forschungsarbeiten mit diesem Kriterienkatalog haben folgende Probleme ergeben:
- Auf über 90% der Websites ist die Musik nur in geringem Maße verfügbar. So ist es meist nicht möglich, ein Lied länger als eine Minute anzuhören. Der Websitebesucher wird zum CD-Kauf animiert.
- Ladezeiten und Qualität sind abhängig vom Internetanschluss und Zustand des Betriebssystems und können somit nicht als Bewertungskriterien gelten.
- Je nach Musikstil und -richtung werden unterschiedliche Schwerpunkte bei der Gestaltung der Websites gesetzt. So werden zum Beispiel Remix-Tools nur auf Websites elektronischer Musik angeboten oder die Informationen durch ein vorheriges Login vorenthalten.
- Auffallend ist auf deutschen Seiten der „Mainstream-Musik“, d.h. sehr populärer und in den Charts vertretender Musik, die Vermarktung über den Onlineanbieter „Amazon“ (www.amazon.de). Auf internationalen Seiten und bei weniger populären MusikerInnen erfolgt die Vermarktung individueller, z.B. durch direkten Verkauf auf der Seite (www.neubauten.org) als „digital downloads“ im mp3-Format.
- Die beiden vorhergehenden Punkte, sowie umfassende Informationen über den Künstler / die Künstlerin spielen bei der Websitegestaltung offensichtlich eine große Rolle, finden aber in unserem Katalog keine Berücksichtigung.
- Wir mussten feststellen, dass unsere Annahme, die Musik stünde im Vordergrund, größtenteils nicht zutreffend ist. Somit musste unser eigentliches Forschungsziel überdacht und erweitert werden.
7
Quote paper:
K. Peukert, S. Baumbach, J. Reinsch, S. Wand, 2005, Musik und ihre Internetpromotion, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Optimierung von Medienpromotion für Indie-Labels in der Popmusikindust...
Communications - Public Relations, Advertising, Marketing
Diploma Thesis, 179 Pages
Promotionkampagne für einen Pop-Künstler
Art - Graphics / Illustration / Print
Diploma Thesis, 95 Pages
Strategische Allianzen als Alternative zum Unternehmenskauf
Business economics - Investment and Finance
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 29 Pages
Jugendliche und Kinder im Umgang mit den modernen Medien
Scholary Paper (Seminar), 33 Pages
VIVA MTV! Nutzung und Rezeption von Musikvideos
Wie nutzen junge Menschen das ...
Scholary Paper (Seminar), 43 Pages
Betrachtung neuer Medien - Das Phänomen Musikvideo: Geschlechterrepräs...
Cultural Studies - Empiric Cultural Studies
Termpaper, 15 Pages
Die Religiosität der Rockkultu...
Scholary Paper (Seminar), 30 Pages
Künstleraufbau und -vermarktung auf dem deutschen Musikmarkt
Communications - Media Economics, Media Management
Diploma Thesis, 188 Pages
K. Peukert has published the text Musik und ihre Internetpromotion
K. Peukert has uploaded a new text
The the Thyroid and Cardiovascular Risk: Merck European Thyroid Sympos...
Karl-Michael Derwahl, Leonides Duntas
i-SAFE Internet Life Skills Activities: Reproducible Projects on Learn...
Jossey-Bass Publishers
Sol-Gel Commercialization and Applications: Proceedings of the Symposi...
Feng, LC Klein LC, S. Komarneni S.
Glaucoma: A Symposium Presented at a Meeting of the Chicago Ophthalmol...
Willis O. Nance, Wesley Hamilton Peck
0 comments