I
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 1
2 GESELLSCHAFTLICHER WANDEL 2
2.1 Ehe und Familienmodell. 3
2.2 Rollenverst ndnis 5
2.3 Arbeitsmarkt 7
2.4 Lebensphasen-Modell. 8
2.5 Demografie vs. Kinderbetreuung 9
3 KINDERBETREUUNG IN DEUTSCHLAND. 11
3.1 Kinderbetreuung f r unter 3-j hrige. 11
3.2 Kinderbetreuung von 3 bis 6 Jahren. 14
3.3 Ganztagsbetreuung in ffentlichen KiTas 16
3.4 Betrieblich gef rderte Betreuung. 18
3.5 Alternative Betreuungsformen. 20
3.5.1 Interfamili r. 20
3.5.2 Tagespflege 22
4 VERGLEICH MIT DEM D NISCHEN SYSTEM 23
4.1 Staatliche Unterst tzung der Familien 24
4.2 Betreuungseinrichtungen 25
4.3 Betreuungszeit 26
4.4 Kosten. 27
5 FAZIT UND HANDLUNGSEMPFEHLUNG 29
1 Einleitung II
6 ANLAGENVERZEICHNIS 31
7 ANLAGEN 31
8 LITERATURVERZEICHNIS 31
1 Einleitung
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: KITA INANSPRUCHNAHME UNTER 3-J HRIGE (EIG.DARST.)
ABBILDUNG 2: KITA INANSPRUCHNAHME 3 BIS 6 J HRIGE (EIG. DARST.)
ABBILDUNG 3: GANZTAGSPL TZE F R UNTER 3-J HRIGE (EIG.DARST.)
ABBILDUNG 4: BETREUUNG DURCH GROSSELTERN NACH ORT (EIG.DARST.)
ABBILDUNG 5: FAMILIENBEZOGENE AUSGABEN L NDERVERGLEICH (EIG.DARST.)
ABBILDUNG 6: L NDERVERGLEICH BETREUUNGSEINRICHTUNGEN (EIG.DARST.)
Tabellenverzeichnis
TABELLE 1: KINDERBETREUUNG KOSTEN D NEMARK (EIG DARST )
1 Einleitung
Die Gesellschaft befindet sich in einer stetigen Vernderung. Die Lebenserwartung in westlichen Industriestaaten steigt durchschnittlich pro Jahr um drei Monate. Zugleich geht die Geburtenrate in Deutschland zurck. Auf Grund von genderten Rollenverstndnissen von Frauen und Mnnern und die Flexibilisierung der Arbeitsmrkte sind negative Auswirkungen auf die Familienplanung und den Kinderwunsch bemerkbar. Brauchen wir dann zustzliche Kinderbetreuungspltze? Zudem gibt es nicht mehr nur ein mgliches Modell des zuknftigen Lebens, sondern eine Vielzahl verschiedener Konstellationen. Wie sollen die Frauen arbeiten, gleichzeitig aber auch Kinder gebren und diese im Kleinstkindalter mglichst selbst betreuen? Wenn Mtter alleinerziehend sind, mssen sie erwerbsttig sein, um die Familie zu ernhren. Dadurch steigt der Druck auch auf die politisch Verantwortlichen, fr eine adquate Betreuung zu sorgen. Es mu also etwas getan werden. Nur was? Welche Rolle spielen Familienmitglieder bei der Frsorge? Sind wir auf dem Weg zur Verstaatlichung von Kinderbetreuung?
Im Folgenden wird zunchst der gesellschaftliche Wandel beschrieben. Die Aus- und Wechselwirkungen auf das Ehe- und Familienmodell und das Rollenverstndnis von Mann und Frau werden untersucht. In dem Zusammenhang stehen auch die genderten Anforderungen des Arbeitsmarktes. Diese Faktoren schlagen sich nieder in den Lebensphasen-Modellen, und wirken auf die Geburtenrate und daraus resultierende Kinderbetreuungsbedarfe.
Nachdem die Rahmenbedingungen erlutert wurden, wird die Kinderbetreuung in Deutschland einer Bestandsaufnahme unterzogen. Es wird aufgezeigt, wo heute die Diskrepanzen liegen und welche Handlungsfelder sich ergeben.
Durch den Vergleich mit dem Dnischen Betreuungssystem wird die Zielvorgabe deutlich, wohin sich die Kinderbetreuung und die Gesellschaft in den nchsten Jahren entwickeln mu . Was sind die Vorteile dieses Systems? Wie ist es organisiert und wer trgt die Kosten? Schaffen wir die Aufholjagd?
2 Gesellschaftlicher Wandel
Bereits das Grundgesetz schreibt in Artikel 3, Absatz 2 vor, da Mnner und Frauen gleichberechtigt sind und dass der Staat auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinwirken wolle (o.V., 1995:S.2). Bereits im Jahr 1977 wurde mit der ersten Reform des Ehe- und Familienrechts die Rollenfixierung der Frau auf die Fhrung des Haushaltes verndert (Schfers, 1998:S.137). Die politischen Rahmenbedingungen sind zwar notwendig, jedoch nicht determinierend fr eine gesellschaftliche Entwicklung. Wie im Folgenden beschrieben, wird durch die geschlechtsspezifische Sozialisierung ein rollenkonformes Verhalten vorgeprgt.
Bei traditionell patriarchalisch strukturierten Familien hat der Mann die Ernhrerfunktion. Das hei t er geht einer Erwerbsttigkeit nach und versorgt die Familie, wobei dessen Interessen, also Karriereambitionen etc., langfristig im Vordergrund stehen (Schmidt, 1989:S.103). Schfers ergnzt hierzu aus der Frauenperspektive, da diese fr Erziehung, Spiel und Geselligkeit zustndig sei und somit weder Freizeit im heutigen Wortsinn, noch Zeit fr die eigene Karriere hatte. Diese Mglichkeiten ergaben sich erst durch die Industrialisierung und damit einhergehende Vernderung der (huslichen) Aufgaben (Schfers, 1998:S.131).
Der Beginn des auch als Wertewandel bezeichneten Phnomens der gesellschaftlichen Vernderung kann auf die 1960er Jahr datiert werden (Schmidt, 1989:S.55). Die ursprnglichen Wertausprgungen werden als Pflicht- und Akzeptanzwerte bezeichnet, die neuzeitlichen als Selbstentfaltungswerte (Schmidt, 1989:S.57). Die Ausrichtung der Frauen an neuen Werten kann als Emanzipation zusammengefasst werden. Diese Entwicklung bezieht sich jedoch nicht nur auf die Frauen. Auch die Mnner haben im Laufe der Zeit altruistische Lebensentwrfe zu Gunsten von hedonistischen Zielen in den Hintergrund treten lassen. In dem Zusammenhang traten auch Ehe und Familie ins Hintertreffen (Schmidt, 1989:S.59).
Gaschke bringt es auf den Punkt und zeigt mit dem Finger auf die Mittelalten und Jungen, die heute zeugungsfhig sind. Nicht die jetzigen Rentner sind potentielle Sndenbcke fr die Probleme einer alternden Gesellschaft: Was wir heute nicht an Zeit, Geld und Liebe in Kinder investieren, zahlen diese Ungeborenen uns spter auch nicht als Rente zurck. (Gaschke, 2005:S.46).
Die gesellschaftliche Vernderung in Bezug auf die Kindeserziehung l t sich durch die nhere Betrachtung der Kernfunktionen darstellen. Die Familie oder Ehe war und ist die anerkannte und gefrderte Umgebung, um Kinder zu sozialisieren. Daher werden im Folgenden die Auswirkungen der gesellschaftlichen nderungen auf das Ehe- und Familienmodell beschrieben.
2.1 Ehe und Familienmodell
Durch die Ehe werden nach traditioneller Auffassung zwei Funktionen erfllt. Zum einen wird der Geschlechtsverkehr legalisiert. Zum anderen wird die Rechtslage fr mglicherweise daraus hervorgehende Kinder geregelt und mit Verpflichtungen belegt. Die Eheschlie ung gilt gemeinhin als Grundlage fr die Grndung einer neuen Familie, die nach Geburt eines Kindes eigenstndig ist. Denn die Familie im engeren Sinn wird soziologisch als Lebensgemeinschaft und Sozialgruppe verstanden, in der Erwachsene die Sozialisation oder auch Erziehung der Kinder bernehmen (Schfers, 1998:S.127). Diese bezeichnet Schfer als Kernfamilie. Eine Kernfamilie besteht also aus mindestens drei Mitliedern. Dem Vater, der Mutter und dem Kind. Es wird in der Regel davon ausgegangen, da es sich um die leiblichen Eltern des Kindes handelt (Schfers, 1998:S.129). Die Familie im weiteren Sinn schlie t die Verwandtschaft mit ein und zwar auch die so genannten Herkunfts-Familien (Schfers, 1998:S.128), welche die Kinder und Kindeskinder beinhaltet.
Diese traditionellen Definitionen von Familie werden auch heute noch als Basis angenommen, auf der sich die Gesellschaft entwickeln kann. So sieht Schfers die Funktion von Ehe und Familie als Sttze der soziokulturellen Normen, Werte und Rechtsvorschriften und somit Grundbestandteil der Ethik und Kultur (Schfers, 1998:S.134). In der Vergangenheit lebten die Familien vielfach in Gro familien unter einem Dach zusammen. Wo dies nicht gegeben war, lebte die junge Kernfamilie in rumlicher Nhe zu ihren Herkunftsfamilien. Hierdurch war die gegenseitige Hilfe bei Kinderbetreuung und spter der Altenpflege interfamilir gewhrleistet.
Die Trennung von Wohn- und Arbeitsbereich begann im Zeitalter der Industrialisierung. Diese Tendenz wurde durch die zunehmende Flexibilisierung der
Arbeit zitieren:
Jessica Scheffold, 2007, Kinderbetreuung in Deutschland - Analyse eines zukünftigen, bedarfsgerechten Ausbaus der Infrastruktur, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Der Wandel der Familie und die Folgen für den Sozialisationsprozess
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Hausarbeit, 21 Seiten
Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)
Jura - Öffentliches Recht / Sonstiges
Referat (Ausarbeitung), 32 Seiten
Das schwedische System der Kinderbetreuung - Ein Wegweiser für Deutsch...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 35 Seiten
Kinderbetreuung im Vorschulalter: Schweden, Frankreich, Italien - ein ...
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche
Seminararbeit, 20 Seiten
Gefährdet die institutionelle Tagesbetreuung die Bindungssicherheit vo...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 28 Seiten
Erste Bindungserfahrung und ihre Bedeutung für die Beziehungsfähigkeit...
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Hausarbeit, 24 Seiten
Jessica Scheffold's Text Kinderbetreuung in Deutschland - Analyse eines zukünftigen, bedarfsgerechten Ausbaus der Infrastruktur ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Jessica Scheffold hat den Text Kinderbetreuung in Deutschland - Analyse eines zukünftigen, bedarfsgerechten Ausbaus der Infrastruktur veröffentlicht
Jessica Scheffold hat einen neuen Text hochgeladen
juris PraxisKommentar Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Kommentar mit 12-Monate-Online...
Franz Josef Düwell, Kristina Göhle-Sander, Wolfhard Kohte
The Family Tree Problem Solver: Tried-And-True Tactics for Tracing Elu...
Marsha Hoffman Rising, Sharon DeBartolo Carmack
Empirische Makroökonomik für Deutschland: Analysen, Prognosen, Politik...
Festschrift zum 65. Geburtstag...
Ulrich Blum, Axel Lindner, Diemo Dietrich
Die Vereinbarkeit von Ausbildung, Familie und Beruf bei Frauen
Langfristige Entwicklungen in ...
Gwendolin Josephine Blossfeld
0 Kommentare