Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3
2. Medienkonzentration Seite 4
2.1 Horizontale, diagonale und vertikale Medienkonzentration Seite 5
2.2 Vertikale Medienkonzentration Seite 6
2.3 Beispiele Seite 8
2.4 Konzentrationskontrolle Seite 10
3. Wirkung der Konzentration auf das Mediensystem Seite 11
4. Fazit Seite 12
Literaturverzeichnis Seite 13
2
1. Einleitung
Die Fernsehlandschaft des 21. Jahrhunderts ist geprägt von Machtkonzentration und ehrgeizigen Neuentwicklungen wie Spartenprogrammen und Pay-TV innerhalb des Dualen Systems. Das duale System, also das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichem und privatem Fernsehen, besteht in Deutschland erst seit Einführung des privaten Rundfunks in den 80er Jahren.
Die Dynamik der Märkte in einem sich rasch wandelnden Mediensektor gewährleistet trotz dualem System für sich genommen kein vielfältiges Programmangebot. Vielmehr besteht die Gefahr, dass die führenden Medienkonzerne ihre dominierende Stellung von den traditionellen Medienmärkten auf die sich neu entwickelnden Medienbereiche erstrecken. Die Konzentration im bundesweiten Fernsehen ist als Ausgangspunkt für solche Strategien im sich ständig wandelnden Medienbereich zu sehen.
Es ist wohl grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Marktteilnehmer - ob in den Medien oder in anderen Branchen - Gewinne erzielen möchte. Die größte Wahrscheinlichkeit auf Gewinn lässt sich mit einer guten bis perfekten Marktstellung seines Unternehmens erreichen. Die perfekte Marktstellung wäre, das Monopol auf dem Markt zu bilden. Der Weg zum Monopol ist die Konzentration. Man konzentriert den Markt so lange, bis alle Konkurrenten nicht mehr existieren bzw. mittlerweile in das eigene Unternehmen eingegliedert sind.(unklar formuliert) Auch im Sinne der Vielfalt kann man deshalb sagen: Die Konkurrenz belebt den Markt. (these)
Konkurrenz und Medienvielfalt sind hehre Ziele. Die Wirklichkeit konfrontiert die Unternehmer mit internationaler Konkurrenz, hohen Betriebskosten und sinkenden Werbeeinahmen in Zeiten schwacher Konjunktur.
Kennzeichnend für den Wettbewerb in der Medienbranche ist, dass eine begrenzte und bekannte Zahl an Wettbewerbern gibt. Deshalb ist die Konkurrenz auf einem so genannten konzentrierten Markt überschaubar. 1
Gerade in Deutschland wird - nicht zuletzt der NS-Vergangenheit geschuldet - besonders auf die Vielfalt im Medienbereich geachtet. Diese ist durch Konzentration (Integration) grundsätzlich bedroht. Zudem ist der Marktzutritt für neue Unternehmen auf einem konzentrierten Markt erschwert. Konzentration von Sendern macht für die Unternehmer natürlich Sinn. So kann man die Sender nach Inhalten strukturieren. Sender A zeigt Spielfilme, Sender B Nachrichten und Sender C ist ausschließlich für Sport und Unterhaltung
1 Vgl. Karmasin, Matthias: „Medienökonomie als Theorie (massen-)medialer Kommunikation“, Graz-Wien
1998, S. 172
3
zuständig. Konzentrationsprozessen sind natürlich rechtliche Grenzen durch das Bundeskartellamt gesetzt.
Um die Strukturen und Vorgänge von Medienkonzentration leichter durchschauen und nachvollziehen zu können, hilft ein Blick auf die verschiedenen Richtungen der unternehmerischen Verflechtungen. Vor allem die vertikalen und diagonalen Zusammenschlüsse erschweren die Einschätzung, ob ausreichend Wettbewerb auf den verschiedenen Märkten besteht oder ob Anbieter- bzw. Angebotskonzentrationen vorherrschen. Um diese Situation besser einschätzen zu können, helfen auch bestimmte Messmethoden, die Aufschluss über die Marktanteile ausgewählter Unternehmen geben. Von den verschiedenen Konzentrationsrichtungen soll es in dieser Arbeit um vertikale (Medien-) Konzentration gehen. Dabei soll dargestellt werden, wie verschiedene Unternehmen in die Produktionsstufen einer Wertschöpfungskette integriert werden. Zur Veranschaulichung sollen ausgewählte Beispiele dienen.
2. Medienkonzentration
„Medienkonzentration ist systematisch bestimmt das Ergebnis der Fusionspolitik als Instrument der Grundstrukturpolitik der Medienunternehmen und inhaltlich bestimmt der Zusammenschluss von nach den Eigentumsverhältnissen unabhängigen Medienunternehmen unter einem gemeinsamen Unternehmensdach. Die Medienkonzentration ist unter anderem eine Folge der zunehmenden Wettbewerbsintensität und der hohen Investitionskosten für Neuentwicklungen insbesondere im elektronischen Bereich.“ 2 Heinrich unterscheidet die ökonomische Konzentration im Fernsehsektor in zwei Ausprägungen. Konzentration von Fernsehunternehmen als rechtliche Einheit bezeichnet er als Unternehmenskonzentration. Tritt die Konzentration der Fernsehunternehmen als wirtschaftliche Einheit auf, dann spricht er von der so genannten Konzernkonzentration. 3 Nach Kiefer kann man unter Konzentration „die Zusammenballung von ökonomischen Größen verstehen, die, im Sinne der Ressourcentheorie, auch zur Ballung wirtschaftlicher Ressourcen und Gestaltungsmöglichkeiten führt“ 4 . Sie erwähnt in ihrer Beschreibung auch die Auswirkungen von Konzentration: die Macht über die Produktionsmittel einer Wirtschaft und den sich daraus ergebenden Verfügungsmöglichkeiten. Dabei ist zu beachten, dass der Begriff
2 Frühschütz, Jürgen: „Lexikon der Medienökonomie“, Frankfurt am Main 2000, S. 240
3 Heinrich, Jürgen: „Medienökonomie - Band 2“, Wiesbaden 1999, S. 462
4 Kiefer, Marie Luise: „Medienökonomik“, München 2001, S. 110
4
Arbeit zitieren:
Axel Grehl, 2005, Vertikale Medienkonzentration, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Nachrichtenproduktion bei MSNBC Interactive
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Facharbeit (Schule), 8 Seiten
Ist es möglich, für die Massenmedien, wenn man sie als soziales System...
Medien / Kommunikation - Medienethik
Hausarbeit, 28 Seiten
Die Objektive Hermeneutik: Theorie und Praxis
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hauptseminararbeit, 33 Seiten
"Obamessiah" - Die Relevanz zivilreligiöser Terminologie in ...
Hausarbeit, 47 Seiten
"Decision. A Review of Free Culture" - Eine Zeitschrift zwis...
Seminararbeit, 58 Seiten
Medienmarken als Erfolgsfaktor - Zusatzgeschäfte als strategische Opti...
Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
Diplomarbeit, 124 Seiten
Rhetorische Analyse der "Yes we can" Rede von Barack Obama
New Hampshire Primary Speech a...
Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
Seminararbeit, 22 Seiten
Innovative redaktionelle Organisationsformen
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Studienarbeit, 25 Seiten
Die Gesellschaft, ihre Funktions- und ihre Sozialsysteme bei Niklas Lu...
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Hausarbeit, 17 Seiten
Fernsehserien und Luhmann - Ein blick auf Unterhaltung durch eine Seri...
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Seminararbeit, 15 Seiten
Vom Ressort zum Newsdesk: Konzepte der Redaktionsorganisation
Vom Verschwinden traditionelle...
Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
Seminararbeit, 23 Seiten
Siegeszug der Rationalisierung - Die McDonaldisierung der Gesellschaft
Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Hauptseminararbeit, 16 Seiten
Formate im interaktiven Fernsehen
Eine explorative Analyse
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Hauptseminararbeit, 47 Seiten
Axel Grehl's Text Vertikale Medienkonzentration ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Axel Grehl hat den Text Vertikale Medienkonzentration veröffentlicht
Axel Grehl hat einen neuen Text hochgeladen
Praxiskommentar
Jörg-Martin Schultze, Stephanie Pautke, Dominique S. Wagener
Multinationale Unternehmen: Vertikale versus horizontale Integration
Theorie und Empirie
Kai Bergmaier
0 Kommentare