Inhaltsverzeichnis
ANMERKUNG II
A. EINLEITUNG 1
1. Motivation/ Themenbegründung 1
2. Ziel 2
3. Aufbau 3
B. HAUPTTEIL 4
1. Didaktische Analyse und theoretische Grundlagen 4
1.1 Definitionsversuche und Abgrenzung 4
1.2 Merkmale eines pädagogischen Projekts 6
1.3 Die Phasen eines pädagogischen Projekts 9
1.4 Grenzen/ Gefahren des pädagogischen Projekts 9
1.5 Der Lehrer als teilnehmender Leiter/ Der Schüler als leitender
Teilnehmer 10
1.6 Rechtliche Grundlagen 10
1.6.1 Bezug zum Bildungsplan 10
1.6.2 Schulgesetz 14
2. Methodische Realisierung des pädagogischen Projekts 15
C. SCHLUSS 16
1. Zielerreichung 16
2. Reflexionen 16
3. Fazit 17
4. Ausblick 17
D. LITERATURVERZEICHNIS 19
E. ANHANG 21
I
Anmerkung
Um den Lesefluss zu erleichtern, wird in den folgenden Ausführungen für die Gruppe der
Schülerinnen und Schüler lediglich die maskuline Form verwendet.
II
A. Einleitung
1. Motivation/ Themenbegründung
Wenn ich meine Motivation für das Thema „Mit Robin Hood in den Wald - Der Versuch eines pädagogischen Projekts“ und die Bedeutung dessen darlegen soll, so ist es meiner Meinung nach notwendig zweierlei zu tun. Zum einen zu begründen, warum ich mich für die offene Unterrichtsform des pädagogischen Projekts entschieden habe und zum anderen, warum ich das Thema „Wald“ nicht einfach in einem pädagogischen Projekt realisiere, sondern, warum wir mit Robin Hood in den Wald „gehen“.
Pädagogisches Projekt
Der Begriff „Projekt“, ist mir sehr wohl bekannt und fand auch während meiner Schulzeit immer wieder im Zusammenhang mit Projektwochen Beachtung. So, wie weiter unten definiert, habe ich diesen jedoch bisher noch nicht kennen gelernt.
Mich interessiert es und ich bin gespannt darauf zu sehen, wie ein Unterricht abläuft, der weniger durch die Lehrkraft, sondern viel mehr durch die Schüler geplant und gestaltet wird. Zu „normalen“ Themen aus dem Schulcurriculum und Bildungsplan, zu denen auch das Thema „Wald“ zählt, macht man sich als Lehrer vor Beginn der Reihe Gedanken. Man hat genaue Vorstellungen über Inhalte und Ziele einzelner Stunden und der gesamten Sequenz. Ich bin sehr gespannt darauf, freier an ein Thema heranzutreten, mehr an die Schülerinteressen, an ihr Vorwissen anzuknüpfen und ihnen Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit und damit eventuell verbundene Irrwege zuzugestehen.
Sind die Ideen, die die Schüler, in diesem Fall zum Themenkomplex „Wald“, haben, ähnlich wie meine? Hätte ich in einem eher traditionell gestalteten Unterricht ähnliche Themen und Ziele ausgewählt?
Bereits im letzten Schuljahr ist mir aufgefallen, wie kreativ viele Kinder sind. Sie hatten Einfälle, auf die ich nie gekommen wäre. Ich denke, dass gerade im Bereich der Kreativität ein pädagogisches Projekt den Schülern vielfältige Möglichkeiten der freien Entfaltung bietet.
Wald und Robin Hood
Warum gerade Wald und Robin Hood? Ich habe mich für den „Wald“ als Thema des pädagogischen Projekts entschieden, weil dieser sehr „vielfältig“ ist. Es gibt viel zu erforschen und zu entdecken, viele Möglichkeiten die Kinder „laufen“ und an der „langen Leine“ zu lassen. Aber nicht nur das. Wenn mir aus meiner Schulzeit etwas besonders im Gedächtnis geblieben ist, dann sind das die Ausflüge in den Wald. Ich kann mich immer noch an
1
die Gerüche erinnern. Der Wald übt etwas Faszinierendes, Spannendes, ja vielleicht sogar Mystisches aus. An dieser Stelle kommt auch Robin Hood ins Spiel. Er und die Geächteten leben im Wald. Sie kennen sich in ihm aus, nutzen ihn als Wohnraum und er ist ihre Nah-rungsgrundlage.
Ich möchte, dass die Kinder die Geschichte kennen lernen und gruppenweise in die verschiedenen Rollen schlüpfen. Sie sollen selbst forschen, so wie es die Geächteten taten, und gewillt sein, den Wald gleichermaßen kennen zu lernen. Weniger beachtet werden sollen die komplexen geschichtlichen Hintergrundinformationen.
Sowohl das pädagogische Projekt, als auch der Themenkomplex „Wald und Robin Hood“ werden durch die Entwicklung der Gesellschaft und die Schrumpfung von Handlungsmöglichkeiten in der Alltagswelt der Kinder aus meiner Sicht immer mehr „notwendig“. Da es erwiesen ist, dass Kinder immer weniger Erfahrungen aus „erster Hand“ machen, sondern die aus „zweiter Hand“ überwiegen, finde ich es unabdingbar Wirklichkeitserfahrungen und Handlungsmöglichkeiten, wo immer dies möglich ist, zu schaffen. Dass ein tiefgreifender Wandel in der Kindheit der letzten 50 Jahre stattgefunden hat, zeigen unter anderem Veränderungen im Raumerleben und im Umgang mit Fernsehen und elektronischen Medien. 1 Die Veränderung des Raumerlebens zeichnet sich durch eine Verinselung der kindlichen Erfahrungsräume aus. Kinder wissen zwar über sehr viel Bescheid, dieses Wissen ist jedoch rein ikonisch und die reale Erfahrung fehlt. Wenn, wie Gudjons sagt, „(…) Vorstellung und Verständnis von Wirklichkeit an die aktive Auseinandersetzung mit dieser Wirklichkeit gebunden sind (…)“ dann wird da, „[w]o eine Vorstellung von Entstehen fehlt, (..) das Verstehen schwieriger, - wenn nicht unmöglich.“ 2
2. Ziel
Das Ziel, welches ich während des pädagogischen Projekts verfolge, ist es herauszufinden, ob es möglich ist, ein pädagogisches Projekt, die Projektphasen mit ihnen innewohnenden Elementen, schon in der Grundschule am Thema „Wald“ durchzuführen? Hierbei sollen weniger die Themen „Wald“ und „Robin Hood“ Gegenstand der Untersuchung sein, sondern insbesondere die Durchführbarkeit des pädagogischen Projekts. Da ein pädagogisches Projekt immer auch Methodenlernen 3 ist, sollen für Gegenwart und Zukunft wichtige Methoden eingeübt und trainiert werden.
1 vgl. Gudjons 2001, S.13-19.
2 Gudjons 2001, S.18.
3 vgl. Klippert; Müller 2004.
2
3. Aufbau
Die Arbeit gliedert sich in drei Hauptkapitel. Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Im Mittelpunkt des ersten Kapitels steht in besonderem Maße mein persönlicher Bezug zu dieser Arbeit. Die Begründung, warum ich mich für das Thema in dieser Form entschieden habe und welches Ziel ich damit verfolge. Der Hauptteil ist zweigeteilt. Er legt zum einen die für die Arbeit wichtigen theoretischen Grundlagen und beschäftigt sich mit der didaktischen Analyse. Zum anderen wird hier die methodische Realisierung des pädagogischen Projekts dargelegt. Das letzte Kapitel wirft einen kritischen Rückblick auf das Projekt. Wurde das vorgenommene Ziel erreicht? Welches Fazit kann aus der vergangenen Zeit gezogen werden und wie soll es weitergehen?
3
Quote paper:
Sarah Niehaves, 2007, Mit Robin Hood in den Wald, Munich, GRIN Publishing GmbH
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