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Gemeinwesenarbeit vs. Quartiermanagement

Quartiermanagement als Handlungsfeld sozialer Arbeit?

Title: Gemeinwesenarbeit vs. Quartiermanagement

Term Paper , 2005 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Eric Schley (Author)

Social Work
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In der Diskussion um das Quartiermanagement sind es häufig VertreterInnen der Gemeinwesenarbeit die kein gutes Haar an diesem Ansatz lassen. Ich möchte mich anhand der unterschiedlichen Diskussionsthemen mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit Erfahrungen und Standards der Sozialen Arbeit im Quartiermanagement beachtet und umgesetzt werden und ob es für die Soziale Arbeit ein wirkliches Handlungsfeld bedeutet. Ist es für die Soziale Arbeit lohnenswert sich verstärkt mit Quartiermanagement zu beschäftigen oder sollte sich die Soziale Arbeit auf ihre ureigenen Felder (z.B. Gemeinwesenarbeit) konzentrieren, nach dem Motto „Schuster bleib bei deinen Leisten“.

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Inhaltsverzeichnis

1 Gemeinwesenarbeit

1.1 GWA als Import und Dritte Methode

1.2 GWA – Mehr als die Dritten Methode

1.3 Stadtteilbezogene Soziale Arbeit

2 Quartiermanagement

2.1 Entwicklungen und Einflüsse

2.1.1. Neue Steuerung

2.1.2. Stadtentwicklung

2.1.3. Gemeinwesenarbeit

2.2 Stadtentwicklung und Spaltung im 20. Jahrhundert

2.3 Quartiermanagement und „Die Soziale Stadt“

3 Quartiermanagement Handlungsfeld Soziale Arbeit?

4 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die theoretischen und praktischen Verbindungen zwischen Gemeinwesenarbeit (GWA) und Quartiermanagement. Ziel ist es, beide Begriffe zu klären und zu analysieren, inwieweit Quartiermanagement als Handlungsfeld der Sozialen Arbeit betrachtet werden kann und welche Potenziale sich aus dieser Verknüpfung für die Zukunft ergeben.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Gemeinwesenarbeit
  • Einflussfaktoren und Strukturen des Quartiermanagements
  • Analyse benachteiligter Wohnquartiere und deren Problemlagen
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext des Quartiermanagements
  • Methodische Ansätze zur Aktivierung und Vernetzung im Sozialraum

Auszug aus dem Buch

1.1 GWA als Import und Dritte Methode

Zu Beginn meiner Hausarbeit möchte ich mich mit der Gemeinwesenarbeit (GWA) auseinandersetzen. Die Gemeinwesenarbeit hat über die Soziale Arbeit hinaus die bundesrepublikanische Gesellschaft geprägt. Von den Konzepten des bürgerschaftlichen Engagements, des Empowerments, der lokalen Agenda 21 bis zu Sozialraumbudgets, insbesondere für Hilfen zur Erziehung nach § 27 SGB VIII in der Kinder- und Jugendhilfe, sind die GWA-Ansätze zu finden. Jedoch hat die Gemeinwesenarbeit keine wirkliche Tradition in Deutschland. Die zwei bedeutsamsten Projekte waren nach der Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts die Hamburger Volksheime und die SAG Ost in Berlin. Diese Projekte blieben jedoch einzigartig und hatten kaum Einfluss auf den später einsetzenden Theoriediskurs in Deutschland. Die geistigen Väter und Mütter der deutschen Projekte wirkten in Großbritannien, den USA und Kanada. Hier entwickelten sich bereits in den 70er Jahre des 19. Jahrhunderts Projekte die unter der „Settlement-Bewegung“ zusammengefasst werden.

In Großbritannien setzte die Industrialisierung zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu erst ein. Die dadurch entstandenen sozialen Probleme für die proletarische Unterschicht, welche als „Soziale Frage“ bezeichnet wird, lies auch einige Vertreter der Mittel- und Oberschicht nicht unberührte. Diese Verelendung des Proletariats und die Spaltung der Industriegesellschaft beschäftigte Wissenschaftler wie John F.D. Maurice und Arnold Toynbee. Sie vertraten jedoch kein klassenkämpferisches Konzept wie es Karl Marx und Friedrich Engels entwickelten, sondern appellierten an die christliche Nächstenliebe und den Verzicht auf das freie Spiel der marktwirtschaftlichen Kräfte, welche für das Elend mitverantwortlich waren. Insbesondere die Ignoranz und Tatenlosigkeit der Oberschicht, im Bezug auf diese gesellschaftliche Misere, lies sie zum Handeln übergehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gemeinwesenarbeit: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Herkunft der GWA als „Settlement-Bewegung“ sowie deren Entwicklung hin zu einem Arbeitsprinzip der Sozialen Arbeit, das auf Ressourcenorientierung und Aktivierung setzt.

2 Quartiermanagement: Hier werden die Ursprünge und Einflüsse des Quartiermanagements (z.B. durch „Neue Steuerung“ und Stadtentwicklungsprogramme wie „Die Soziale Stadt“) sowie die strukturelle Organisation in benachteiligten Quartieren detailliert beschrieben.

3 Quartiermanagement Handlungsfeld Soziale Arbeit?: Dieses Kapitel diskutiert kritisch die Eignung des Quartiermanagements als Arbeitsfeld für die Soziale Arbeit und plädiert für einen professionellen, aber kritischen Einbezug sozialarbeiterischer Standards in diese neuen Strukturen.

Schlüsselwörter

Gemeinwesenarbeit, Quartiermanagement, Soziale Arbeit, Sozialraumorientierung, Stadtentwicklung, Empowerment, Aktivierung, Die Soziale Stadt, Bürgerbeteiligung, Vernetzung, Ressourcenorientierung, Sozialstaat, Lebenswelt, Quartiersmanagement, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis und die Schnittmengen zwischen der klassischen Gemeinwesenarbeit und dem modernen Quartiermanagement im Kontext der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Gemeinwesenarbeit, die Entstehungsgeschichte des Quartiermanagements, die Problematik benachteiligter Stadtteile sowie die berufspolitische Positionierung der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu klären, inwiefern Quartiermanagement als valides Handlungsfeld der Sozialen Arbeit dienen kann und wie professionelle Standards der GWA dort integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Literaturanalyse, um aktuelle theoretische Konzepte und Praxisansätze zur Stadtteilentwicklung und Gemeinwesenarbeit miteinander in Bezug zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der GWA, die Analyse von Rahmenbedingungen des Quartiermanagements sowie die kritische Reflexion über die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Feld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über die Begriffe Gemeinwesenarbeit, Quartiermanagement, Sozialraumorientierung und Soziale Stadt definieren.

Warum wird GWA im Kontext der "Settlement-Bewegung" betrachtet?

Weil die Wurzeln der deutschen Gemeinwesenarbeit in internationalen Projekten wie der "Settlement-Bewegung" liegen, die als Vorbild für die Arbeit in benachteiligten Quartieren dienten.

Wie bewertet der Autor die Rolle des "Einzelkämpfers" im QM?

Der Autor sieht die Konstruktion des "Einzelkämpfers" kritisch, da eine Person allein aufgrund der Komplexität und Vielfalt der Aufgaben in der kommunalen Verwaltung oft nur eingeschränkt erfolgreich sein kann.

Welche Bedeutung hat das "integrierte Handlungskonzept"?

Es fungiert als zentrales Instrument, um Akteure aus verschiedenen Bereichen (Verwaltung, Wirtschaft, Soziales) zu bündeln und konkrete Ziele für die Aufwertung von Quartieren festzulegen.

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Details

Title
Gemeinwesenarbeit vs. Quartiermanagement
Subtitle
Quartiermanagement als Handlungsfeld sozialer Arbeit?
College
Protestant University of Applied Sciences Dresden
Course
Gemeinwesenarbeit
Grade
1,3
Author
Eric Schley (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V75394
ISBN (eBook)
9783638786331
ISBN (Book)
9783638795470
Language
German
Tags
Gemeinwesenarbeit Quartiermanagement Gemeinwesenarbeit Soziale Stadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eric Schley (Author), 2005, Gemeinwesenarbeit vs. Quartiermanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75394
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