Inhaltsverzeichnis
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Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis III
Kurzfassung
1 Logistikdienstleister im heutigen Sprachgebrauch 1
2 Sendungsverfolgung im Zuge steigender Anforderungen 2
3 Tracking und Tracing als Elemente der Sendungsverfolgung 3
4 Darstellung unterschiedlicher Sendungsauskunftssysteme 4
5 Komponenten der Sendungsverfolgung 5
5.1 Standardisierte Nummernsysteme 5
5.1.1 ISO - Standards ISO/ IEC 15394 und 15459 als Grundlage für
genormte Nummernkreise 7
5.1.2 Datenstrukturen FACT und EAN 128 8
5.1.3 Eindeutige Transportnummer 9
5.2 Identifikationssysteme im Güterverkehr 11
5.2.1 Barcodetechnologie 11
5.2.2 Transpondertechnologie 12
5.3 Elektronischer Datenaustausch im Tracking Tracing 13
5.3.1 Datenformate 14
5.3.2 Datenübermittlung 15
6 Sendungsverfolgung aus Sicht der Logistikdienstleister 16
6.1 Sendungsverfolgung der Kurier-, Express- und Paketdienstleister 16
6.2 Sendungsverfolgung der Speditionsbranche 17
6.3 Ein Sendungsauskunftssystem am Beispiel der Dachser GmbH Co. KG,
87439 Kempten 18
6.4 Nutzen von Sendungsauskunftssystemen 19
7 Tracking & Tracing aus Sicht des Kunden 20 7.1 Zielsetzungen, Nutzen und die wirtschaftliche Bedeutung von Tracking & Tracing 20 7.2 Gesetzlichen Vorschriften für Tracking & Tracing 22 7.3 Bedeutung der Sendungsverfolgung im Internet 22
8 Zukunft des Tracking und Tracing 23
Stand der Technik, Entwicklung und Nutzen von Sendungsauskunftssystemen -
1 Logistikdienstleister im heutigen Sprachgebrauch
Der Transport von A nach B ist eine bekannte speditionelle Leistung. Doch um den Kunden zufrieden zu stellen, bietet der Spediteur zusätzliche Dienstleistungen an. Im heutigen Sprachgebrauch werden diese als logistische Dienstleistungen bezeichnet, erbracht vom Logistikdienstleister. In der Literatur lässt sich keine allgemeingültige Definition des Logistikdienstleisters finden. Aus diesem Grunde soll im folgenden versucht werden, den Logistikdienstleister anhand der zwei in diesem Begriff verknüpften Wörtern „Logistik“ und „Dienstleistung“ zu erklären.
„Der Begriff Logistik umfasst alle Tätigkeiten, durch die die raum-zeitliche Gütertrans-formation und die damit zusammenhängenden Transformationen hinsichtlich der Gütermengen und -sorten, der Güterhandhabungseigenschaften sowie der logistischen Determiniertheit der Güter geplant, gesteuert, realisiert oder kontrolliert werden. Durch das Zusammenwirken dieser Tätigkeiten soll ein Güterfluss in Gang gesetzt werden, der einen Lieferpunkt mit einem Empfangspunkt möglichst effizient verbindet.“ 1
Dienstleistungen werden als selbständige marktfähige Leistungen verstanden, die auf die Bereitstellung oder den Einsatz von Potentialfaktoren gerichtet sind. Die Faktokombination des Diensteanbieters vollzieht dabei an einem Diensteobjekt nutzenstiftende Verrichtungen. 2 Folglich sind Dienstleistungen durch Immaterialität und Zeitbezug gekennzeichnet.
Die Aufgabe der Logistik ist die bedarfsgerechte Herstellung von Verfügbarkeit. Dabei verändert sie die Koordination bestimmter Bedarfsgegenstände in Zeit und Raum, nicht aber deren physikalische Beschaffenheit. 3 „Die Tätigkeit von Logistikern hat insoweit immer Dienstleistungscharakter.“ 4
1 Engelke, M.: Qualität logistischer Dienstleistungen, in Prof. Dr. H.-Chr. Pfohl (Hrsg.):
Unternehmensführung und Logistik, S. 38
2 Vgl. Meffert, H., Marketing, 1986, S. 43
3 Vgl. Bretzke, W.-R.: Dienstleistung, logistische, in Bloech, J. (Hrsg.): Vahlens großes
Logistiklexikon, 1997, S. 165.
4 Ebenda.
Stand der Technik, Entwicklung und Nutzen von Sendungsauskunftssystemen -
Früherwar der Spediteur nur für die Transportdurchführung verantwortlich. Heute übernimmt er Aufgaben wie die Verpackung, die Lagerung, das Bestandsmanagement oder unterstützt die Auftragsabwicklung. Der Trend, dem Spediteur kontrollierende und planende Aufgaben zu übergeben, zeigt dessen Entwicklung zum Logistikdienstleister. Eine den Transport begleitende logistische Dienstleistung ist die Sendungsverfolgung.
In der folgenden Ausarbeitung wird ein Überblick über die Funktion, den Stand der Technik, die Entwicklung und den Nutzen der Sendungsverfolgung gegeben werden.
2 Sendungsverfolgung im Zuge steigender Anforderungen
Sendungsverfolgung bedeutet, Informationen über den aktuellen Aufenthaltsort bzw. Abfertigungsstatus einer Sendung zur Verfügung stellen zu können. Dieser Service wird oft auf Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnologien angeboten. Voraussetzung für eine durchgängige Sendungsverfolgung ist die Identifikation einer Sendung an jedem Sammel- und Verteilpunkt. 5
Die Identifikation von Sendungen ist Bestandteil der Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp). Punkt 7 verpflichtet den Spediteur, an Schnittstellen „die Packstücke auf Vollzähligkeit und Identität, sowie äußerlich erkennbare Schäden und Unversehrtheit von Plomben und Verschlüssen zu überprüfen“. 6 Arbeitet ein Spediteur auf Basis der ADSp, erfüllt er durch die Sendungsverfolgung auch eine seiner Pflichten.
Der Markttrend zum Einsatz von Sendungsauskunftssystemen wurde von Konzernspeditionen, aber auch durch steigende Verladeranforderungen, gesetzt. Moderne Logistikkonzepte, wie Just - In - Time, E - Commerce und die Entwicklung zu kleineren Sendungsgrößen in engen Zeitfenstern, sind Gründe für die ständig steigenden Anforderungen an die elektronische Datenverarbeitung der Unternehmen.
5 Vgl. Städtler - Schumann, M.: Sendungsverfolgung, in Bloech, J. (Hrsg.): Vahlens großes
Logistiklexikon, 1997, S. 959.
6 Vgl. http://www.spediteure.de/d/d_2_f_adsp.php vom 26.06.02, 13.26 h.
Stand der Technik, Entwicklung und Nutzen von Sendungsauskunftssystemen -
Aufgrunddes Trends zu immer kleineren Pufferbeständen in Industrie und Handel (siehe Kap. 7.1), wird die Qualität der Sendungsverfolgung zu einem Entscheidungskriterium bei der Auswahl eines Logistikdienstleisters. Das steigende Risiko eines Produktionsstillstandes erfordert bezüglich des Status einer Sendung eine hohe Auskunftsfähigkeit des Logistikdienstleisters.
Da sich die Leistungs- und Qualitätsansprüche der an einem Transport beteiligten Partner deutlich erhöht haben, zählen Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Termintreue und Flexibilität zu den entscheidenden Leistungskomponenten des Dienstleisters. Demzufolge wird die optimale Nutzung von Informationen zu einem ausschlaggebenden Kriterium für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens in der Transportbranche. Diese Entwicklung zeigt, dass Spediteure eine moderne und auf den Kunden zugeschnittene Sendungsverfolgung anbieten müssen, um heute und in Zukunft auf dem Markt bestehen zu können. Mit Innovationen in der Informationstechnologie versuchen Logistikdienstleister, Handel und Industrie die Sendungsverfolgung zu optimieren, um damit ihren individuellen Ansprüchen gerecht zu werden.
3 Tracking und Tracing als Elemente der Sendungsverfolgung
Der Prozess der Sendungsverfolgung setzt sich aus den Elementen Tracking und Tracing zusammen. Diese beiden Begriffe werden in diesem Kapitel detailliert dargestellt.
Um Sendungsverfolgung zu betreiben, muss an Identifikationspunkten, auch Schnittstellen genannt, die mit einem Barcode oder codierten Informationschip ausgestattete Sendung erfasst werden können. Diese Identifikation bezeichnet man als Tracking. 7 Das Tracking stellt so die lückenlose Überwachung der Warenflüsse sicher.
Als Tracing wird die Möglichkeit der nachträglichen Analyse eines Transportablaufs
7 Vgl. Städtler - Schumann, M.: Tracking, in Bloech, J. (Hrsg.): Vahlens großes Logistiklexikon, 1997,
S. 1080.
Arbeit zitieren:
Jürgen Englmeier, 2002, Stand der Technik, Entwicklung und Nutzen von Sendungsauskunftssystemen - aus Sicht der Logistikdienstleister und des Kunden, München, GRIN Verlag GmbH
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