1 Aufgabenstellung
Die AETNA LIVE AG ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Würzburg und in der Montage von Fahrrädern und dem Vertrieb von Handelswaren tätig. Die Produktpalette erstreckt sich von Kinderfahrrädern bis zu Spitzenprodukten für Profis, wie Spezialmountainbikes oder Rennmaschinen für Radsportprofis. Um auch in Zukunft die Bedürfnisse der Kunden zeit- und bedarfsgerecht in Abstimmung mit den Ressourcen der AETNA LIVE AG erfüllen zu können, soll im Rahmen dieser Seminararbeit ein Produktionsplan in Zusammenarbeit mit Einkauf und Vertrieb erstellt werden.
Hierzu soll nach einer allgemeinen Beschreibung der Produktionsplanung anhand der Absatzpläne des Vertriebes eine Bestellanforderung für den Einkauf erstellt werden.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1 Aufgabenstellung
2 Aufgaben der Produktionsplanung
2.1 Absatzgrobplanung
2.2 Mengenplanung
2.3 Terminplanung
2.4 Kapazitätsplanung
2.5 Auftragsfreigabe
3 Produktionsplanung in der AETNA LIVE AG
3.1 Ablauf
3.2 Schwächen des MRP II-Konzeptes
3.3 Sollkonzeption
4 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Produktionsplanungsprozesses in einem mittelständischen Unternehmen, um Ressourcen effizienter zu nutzen und Lagerbestände unter Berücksichtigung saisonaler Nachfrageschwankungen zu reduzieren. Die zentrale Fragestellung konzentriert sich darauf, wie durch verbesserte Abstimmung zwischen Vertrieb, Einkauf und Fertigung ein belastbarer Produktionsplan erstellt werden kann.
- Grundlagen der zeitlichen und mengenmäßigen Produktionsplanung.
- Methoden der Bedarfsermittlung und Stücklistenauflösung.
- Strategien zur Kapazitätsanpassung und Terminoptimierung.
- Analyse und Schwachstellenbewertung gängiger MRP II-Konzepte.
- Praxisbeispiel zur Produktionsplanung in der AETNA LIVE AG.
Auszug aus dem Buch
Aufgaben der Produktionsplanung
Im Rahmen der Produktionsplanung soll der Produktionsablauf nach zeitlichen und mengenmäßigen Gesichtspunkten koordiniert werden und ein Produktionsprogramm aufgestellt werden. Hierzu müssen die vorhandenen Produktionskapazitäten sowie die Absatzprognosen des Vertriebes berücksichtigt werden und mit den im Unternehmen vorhandenen Lagerbeständen abgeglichen werden. Als Zielgrößen ergeben sich:
Hohe Auslastung der Kapazität
Hohe Termintreue bei der Fertigstellung der Aufträge
Niedrige Lagerbestände
Schnelle Durchlaufzeiten der Aufträge
Diese Ziele stehen im Widerspruch und können nicht gleichzeitig erreicht werden. Aus Komplexitätsgründen wird der Gesamtplan in einzelne Teilschritte aufgeteilt, die nacheinander sukzessive abgearbeitet werden. Die Ergebnisdaten eines Schrittes stellen jeweils die Eingangsdaten für den nächsten Schritt dar. Dabei werden gröbere Planungen, die längere Zeiträume umfassen, immer weiter durch detailliertere Pläne mit kürzeren Zeithorizonten verfeinert [VAHR98, S. 93 – 97].
Zusammenfassung der Kapitel
1 Aufgabenstellung: Einführung in das Unternehmensprofil der AETNA LIVE AG und Definition der Zielsetzung zur Erstellung eines Produktionsplanes.
2 Aufgaben der Produktionsplanung: Theoretische Erläuterung der Teilbereiche von der Absatzgrobplanung bis zur Auftragsfreigabe.
3 Produktionsplanung in der AETNA LIVE AG: Anwendung der theoretischen Konzepte auf das Unternehmen, Analyse von Systemabläufen und Identifikation von Schwächen des MRP II-Ansatzes.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung integrierter PPS-Systeme und der Notwendigkeit menschlicher Expertise bei der Produktionssteuerung.
Schlüsselwörter
Produktionsplanung, PPS-System, MRP II, Absatzgrobplanung, Kapazitätsplanung, Stücklistenauflösung, Lagerbestand, Fertigungsauftrag, Durchlaufzeit, Termintreue, AETNA LIVE AG, Ressourcenmanagement, make-or-buy.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Planung und Steuerung der Produktion in einem mittelständischen Fahrradhersteller unter Einbeziehung von Vertriebs- und Einkaufsdaten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Absatzplanung, der Materialbedarfsrechnung mittels Stücklisten, der Kapazitätsauslastung sowie der Optimierung von Lagerbeständen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines belastbaren Produktionsplans, der die Zielkonflikte zwischen hoher Kapazitätsauslastung, Termintreue und niedrigen Lagerbeständen ausbalanciert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine prozessorientierte Analyse angewandt, die den Ablauf der Produktionsplanung in Teilschritte untergliedert und durch theoretische Modelle der Betriebswirtschaftslehre untermauert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen der Produktionsstufen und wendet diese auf das konkrete Beispiel der AETNA LIVE AG an, wobei auch Schwächen bestehender Systeme aufgezeigt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Produktionsplanung, MRP II, Durchlaufzeit, Kapazitätsanpassung und Bestandsmanagement.
Welche Herausforderung ergibt sich bei der AETNA LIVE AG durch den saisonalen Bedarf?
Die saisonalen Absatzzahlen führen zu einem hohen Lagerdruck; die Arbeit schlägt daher einen Wechsel zu flexibleren Schichtmodellen zur Kapazitätsanpassung vor.
Warum wird im Fazit die Rolle des Menschen betont?
Da PPS-Systeme auf standardisierten Logiken basieren, bleibt menschliches Denkvermögen und die Erfahrung der Fertigungsdisponenten ein kritischer Erfolgsfaktor für kreative Problemlösungen.
- Quote paper
- Uwe Kimmich (Author), 2002, Erstellung eines Produktionsplanes in Zusammenarbeit mit Vertrieb und Einkauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7598