2
,QKDOWVYHU HLFKQLV
1 ) Vorwort 3
2 ) Das Grundgerüst gemäss John Lyons 4
2.1 ) Komplementarität 4
2.2 ) Antonymie 5
2.2.1 ) explizit gradierte Antonyme 5
2.2.2 ) implizit gradierte Antonyme 6
2.3 ) Konversion 7
3 ) Polarität 7
3.1 ) Polarität beim Adjektiv 8
3.2 ) Polarität als Notwendigkeit zur Bildung des Bedeutungsgegensatzes 10
4 ) zusätzliche Untergliederungen der Bedeutungsgegensätze 11
4.1 ) Richtungsgegensatz 11
4.2 ) D. A. Cruses Beitrag zu den Bedeutungsgegensätzen 13
5 ) Möglichkeiten zur Wortbildung der Gegensätze 15
5.1 ) Adjektive 15
6 ) Fazit 17
Bibliographie 19
3
-„.HLQ DXVJHVSURFKHQHV:RUW VWHKW LP %HZXVVWVHLQ GHV 6SUHFKHUVXQG+|UHUVVRYHUHLQ]HOW GD ZLH PDQ DXV VHLQHU ODXWOLFKHQ 9HUHLQVDPXQJ VFKOLHVVHQ N|QQWH -HGHV DXVJHVSURFKHQH :RUWOlVVWVHLQHQ*HJHQVLQQDQNOLQJHQ“ 1 -
9RUZRUW Auch wenn das Wissenschaftsfeld der Bedeutungsgegensätze im Vergleich zu anderen Bereichen der Linguistik noch als relativ unerforscht gilt, so war diese semantische Form doch schon dem alten Aristoteles und Plato im antiken Griechenland aufgefallen und war bereits für sie schon Anlass zur Diskussion, dies vor allem auch aufgrund der engen
Verknüpfung zur Logik. Jedoch kann man bei der Lektüre des heutigen Erforschungsstandes feststellen, dass sich die Wissenschaft wohl nicht hundertprozentig einig ist, wie man den Begriff des Bedeutungsgegensatzes letztendlich definieren sollte. Die am häufigsten auftauchenden
Begriffe hierzu sind $QWRQ\PLe und 3RODULWlW, jedoch gibt es gewisse Divergenzen bei den unterschiedlichen Definitionen. Wie man am Titel der Hausarbeit sehen kann, hat sich der Verfasser dazu entschlossen, den seiner Meinung nach neutraleren Begriff
%HGHXWXQJVJHJHQVDW] zu verwenden. Dies soll schon vorab auf die Schwierigkeit der Bezeichnungsfindung in diesem Wissenschaftsfeld hindeuten. Jedoch ist der Verfasser der Ansicht, dass gerade diese gewählte Bezeichnung, welcher der von /\RQV vorgebrachten
RSSRVLWHQHVRIPHDQLQJ 2 entspricht, relativ neutral aber trotzdem aussagekräftig ist. Dringt man ein wenig in die Materie ein, so kann man sehr rasch feststellen, dass erwähnter
/\RQV ein angesehener Sprachwissenschaftler ist, auf dessen Bearbeitung sich generell auch viele andere seiner Kollegen stützen bzw. diese als Grundlage für ihre leicht bis deutlich abgeänderten Interpretationen verwenden. Dementsprechend wird sich der Aufbau der
Hausarbeit massgeblich an -RKQ/\RQV’ Beitrag zu diesem Thema orientieren.
So soll sich diese Hausarbeit nun also zwei Hauptaspekten widmen:
D einem wissenschaftlichen Überblick über den bisherigen Forschungsstandanhand der
wesentlichen Strukturierungen und deren Abweichungen und
E dem Versuch, dem interessierten Leser anhand dieser Ausführungen einen eigenen
Eindruck zu vermitteln bzw. eine eigene Meinung zu erleichtern.
1 Trier, J. in: Geckeler, H. (1971): S. 238
4
'DV*UXQGJHUVWJHPlVV-RKQ/\RQV
Ä(VOlVVWVLFKDXVGHQWUDGLWLRQHOOHQWKHRUHWLVFKHQ(U|UWHUXQJHQGHUÃ$QWRQ\PLH¶QXUZHQLJ %UDXFKEDUHVJHZLQQHQ³
Entgegen der bis dahin vorherrschenden Meinung, dass $QWRQ\PLH der Gegensatz zur
6\QRQ\PLH sei, veröffentlichte Lyons im Jahre 1971 eine These, welche von der bis dahin gängigen abweichte. Wichtig für ihn ist vor allem, dass es verschiedene Typen von Gegensätzlichkeiten gibt, welche er der Einfachheit halber in drei Typen unterteilt. Gemäss
seiner Bearbeitung ist die $QWRQ\PLH, neben der .RPSOHPHQWDULWlW und der .RQYHUVLRQ, nur noch einer dieser drei Typen von Gegensätzlichkeit und gliedert er sie so unter den Begriff
des %HGHXWXQJVJHJHQVDW]HV 4 .
¡ eigene Grafik auf Basis von Lyons
.RPSOHPHQWDULWlW Zur Begriffserklärung: komplementär nennt man zwei gegensätzliche Wörter welche einander implizieren, sprich die Behauptung des einen impliziert die Negation des Gegensatzes. Komplemantäre Wortpaare wären demzufolge: VROWHURFDVDGRPDVFXOLQRIHPLQLQRYLYR
PXHUWR etc. Man sieht deutlich, dass es zwischen diesen Wortpaaren keine Abstufungen geben kann, wie z.B. ‚ein wenig lebendig’ oder ‚ein wenig tot’. Entweder das bezeichnete Objekt (meist Lebewesen) ist tot oder lebendig. Dass es im umgangssprachlichen Sprachgebrauch wohl Abweichungen geben kann, wollen wir an dieser Stelle unbeachtet lassen (z.B. ‚er ist halb tot’). So führt Lyons also v.a. das Beispiel VROWHURFDVDGR aus: -XDQ
HVWiFDVDGRimpliziert folglich -XDQQRHVWiVROWHUR und -XDQHVWiVROWHURimpliziert -XDQQR
3 Lyons, J. (1971): S. 416
4 ebd. (1971): S. 471
5
HVWi FDVDGR
¢ . Sicher wird spätestens anhand dieses Beispiels das Prinzip der .RPSOHPHQWDULWlW klar. Zu überlegen bleibt an dieser Stelle, ob dieses von Lyons gewählte
Beispiel nicht etwas unglücklich gewählt wurde, denn nicht selten trifft man den Fall an, dass eine Person von seinem Partner getrennt lebt oder verwitwet ist, offiziell aber noch verheiratet ist. Jedoch weist Lyons selber darauf hin, dass gewisse „Aussernormformen“ existieren.
Natürlich setzt die Verwendung z.B. eben dieser komplementärer Ausdrücke (FDVDGR
VROWHUR) voraus, dass diese auch auf die referierten Objekte anwendbar sind, d.h. in diesem Fall, durch „kulturell akzeptierte Kriterien der Heiratsfähigkeit 7 “. So währe es ohne eine mögliche Heiratsfähigkeit genauso sinnlos zu sagen -XDQ HVWi FDVDGR wie (O DUEyO HVWi
FDVDGR.
$QWRQ\PLH
£ Lyons unterteilt bei seiner Verwendung des Begriffs $QWRQ\PLH in H[SOL]LW und LPSOL]LW Verbunden damit ist die sogenannte UHJHOPlVVLJH *UDGLHUEDUNHLW der Antonyme. Diese JUDGXLHUEDUH $QWRQ\PH. Generell ist er der Ansicht, dass diese Art von Gegensätzen, veranschaulicht durch das Gegensatzpaar DOWR EDMR die „*HJHQVlW]H SDU H[FHOOHQFH“ sind. *UDGLHUEDUNHLW ist es schliesslich auch, welche die $QWRQ\PLH von der .RPSOHPHQWlULWlW (Vergleich) verbunden, welche explizit oder implizit sein kann.
(nicht gradierbar) unterscheidet. Hier gibt es also Zwischenstufen, z.B. PX\DOWR±DOWR±GH
QRUPDO DOWLWXG EDMR ± PX\ EDMR ± SHTXHxR. Gradieren ist also auch mit Komparation Da die von Lyons im Folgenden gegebene Ausführung sehr technisch ist und über den
H[SOL]LWJUDGLHUWH$QWRQ\PH
¤ Rahmen eines wissenschaftlichen Überblicks hinausgehen würde, sei hier nur auf die wesentliche Unterscheidung bzw. Erläuterung anhand spanischer Beispiele hingewiesen. Der interessierte Leser sei auf Lyons’ Werk „(LQIKUXQJLQGLH/LQJXLVWLN“, 1971 verwiesen. Lyons unterscheidet bei den expliziert gradierten Antonymen wiederum in zwei Typen von
expliziter Komparation: 6 Die Wort- und Satzbeispiele sind (meist) aus der Literatur übernommen, jedoch mit Bedacht auf das
Proseminar im Rahmen des ibero-romanischen Kulturraumes vom Verfasser ins Spanische übertragen
7 Lyons, J. (1971): S. 471
8 Lyons, J. (1971): S. 473
Arbeit zitieren:
Dipl. Kulturwirt Univ. David Altmann, 2001, Bedeutungsgegensätze, München, GRIN Verlag GmbH
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