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Das Lesetagebuch als Unterrichtsmethode

Ein Vergleich der eigenen Lektürebiographie mit der lektürebiographischen Forschung und Konsequenzen daraus für den Literaturunterricht

Title: Das Lesetagebuch als Unterrichtsmethode

Term Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Jennifer Reuter (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Der Deutschunterricht der Grundschule wie auch jener der weiterführenden Schulen hat u.a. die Aufgabe, den Schülern Literatur näher zu bringen und diese zu Lesern zu machen. Der Unterricht hat nicht nur das Ziel, die Kulturtechniken Lesen und Schreiben zu vermitteln, sondern auch den Umgang mit und die Freude an Literatur.
In der heutigen Zeit gibt es viele Erwachsene, die im Freizeitbereich gänzlich auf das Lesen verzichten. Dies kann zahlreiche Gründe haben, wie die fehlenden Lesevorbilder im Elternhaus, ein die Freude am Lesen nehmender Deutschunterricht und andere Interessen. Anhand von Lektürebiographien kann versucht werden, Ursachen von Leseunlust bzw. -lust aufzuspüren, um diesen dann im Deutschunterricht begegnen zu können.
In dieser Hausarbeit werde ich zunächst meine eigene Lektürebiographie erstellen, wobei ich einige Fragen des Interviewleitfadens zur Erstellung von Lektürebiographien von Dagmar Grenz als Anregung genommen habe. Im Anhang befindet sich eine Liste von Büchern, die von mir gelesen wurden. Es muss hinzugefügt werden, dass diese Liste nicht vollständig ist, da einige Bücher sicher in Vergessenheit geraten sind.
An die eigene Lektürebiographie schließt sich ein Vergleich mit der lektürebiographischen Forschung an. Daraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen für den Unterricht, welche ich in Punkt 4 behandeln werde. Dabei interessieren mich vor allem handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsverfahren, die in meinem Unterricht am Gymnasium kaum eine Rolle spielten. Ich werde mich speziell mit der Methode des Lesetagebuchs auseinandersetzen, welche als Methode des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts eine Fülle von Möglichkeiten des Umgangs mit Literatur bietet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eigene Lektürebiographie

3 Vergleich der eigenen Lektürebiographie mit der lektürebiographischen Forschung

4 Konsequenzen für den Unterricht

4.1 Einbeziehung von handlungs- und produktionsorientierten Verfahren in das Unterrichtsgeschehen

4.2 Das Lesetagebuch als Unterrichtsmethode

4.2.1 Entwicklung des Lesetagebuchs vom Forschungsmittel zur Unterrichtsmethode

4.2.2 Darstellung der Methode

4.2.3 Begründung der Methode

5 Literaturangaben

6 Anhang: Lektüreliste

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die eigene Lektürebiographie wissenschaftlich aufzuarbeiten, diese mit bestehenden lektürebiographischen Forschungsergebnissen zu vergleichen und daraus fundierte Konsequenzen für einen motivierenden Literaturunterricht abzuleiten, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Methode des Lesetagebuchs liegt.

  • Reflexion der eigenen Lektürebiographie im Kontext der Lesesozialisation.
  • Analyse und Vergleich mit Forschungsergebnissen zur literarischen Sozialisation.
  • Kritik an traditionellen, analyselastigen Unterrichtsformen am Gymnasium.
  • Darstellung und Begründung des Lesetagebuchs als handlungs- und produktionsorientierte Methode.

Auszug aus dem Buch

3. Vergleich der eigenen Lektürebiographie mit der lektürebiographischen Forschung

Die große Faszination des Gedruckten vor dem Erreichen der Lesefähigkeit, die ich im Vorschulalter empfunden habe, wird von Erich Schön (1989) als eine gemeinsame Erfahrung vieler späteren Vielleser beschrieben.

"Das Geschriebene, genauer das Gedruckte übt bereits deutlich vor dem eigenen Lesenkönnen eine große Faszination aus; es ist ein Bereich, der zunächst nur den Erwachsenen zugänglich ist. Neidvoll sieht man Bezugspersonen im Umgang damit; Lesenkönnen erscheint als Schlüssel zu einem Erlebnisbereich, zu dem der Zugang einstweilen verwehrt, nur (positiv gesehen) Erwachsenen erlaubt ist." (Schön, 1989, S.26)

Allerdings erwähnt Schön auch, dass dieser Wunsch, lesen zu können und somit auch zu etwas fähig zu sein, wozu die Erwachsenen oder älteren Geschwister in der Lage sind, meistens nur entsteht, wenn auch positive Lesevorbilder in dem Haushalt des Kindes vorhanden sind. Auch Bettina Hurrelmann spricht von einer "entscheidenden Rolle der Familie für die spätere Lesekarriere" (Hurrelmann, 1994, S.32). Sie betont, dass vor allem die Rolle der Mutter als Lesevorbild wichtig ist. Wer das Lesen als eine lustbetonte Aktivität im Elternhaus erleben kann und somit eine anregende Leseumwelt hat, wird in späteren Jahren eher zu Büchern greifen, als jemand, dessen Eltern das Lesen nicht als eine wichtige Tätigkeit erachten, obwohl erwähnt werden muss, dass es auch sogenannte "unerwartete" Leser gibt, die trotz einer nicht leseanregenden Umgebung in späteren Jahren zu Viellesern werden. In meinem Falle kann von einer Umgebung mit zahlreichen Lesevorbildern gesprochen werden, so dass ich die Tätigkeit des Lesens schon als etwas Erstrebenswertess ansah, bevor ich lesen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin legt die Bedeutung der Leseförderung dar und umreißt das Vorhaben, die eigene Lektürebiographie zur Ableitung unterrichtspraktischer Konsequenzen zu nutzen.

2 Eigene Lektürebiographie: Die Autorin beschreibt ihren persönlichen Werdegang als Leserin von der frühen Kindheit über die Pubertät bis hin zum Lehramtsstudium.

3 Vergleich der eigenen Lektürebiographie mit der lektürebiographischen Forschung: Die persönlichen Erfahrungen der Autorin werden mit fachwissenschaftlichen Erkenntnissen zur Bedeutung von Vorbildern, dem Vorlesen und der Lesekrise in der Pubertät in Beziehung gesetzt.

4 Konsequenzen für den Unterricht: Aus den Erkenntnissen werden Forderungen für einen handlungs- und produktionsorientierten Unterricht abgeleitet, wobei die Methode des Lesetagebuchs im Detail erörtert wird.

5 Literaturangaben: Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführenden Literatur.

6 Anhang: Lektüreliste: Detaillierte Aufzählung der von der Autorin gelesenen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur.

Schlüsselwörter

Lektürebiographie, Lesesozialisation, Literaturunterricht, Leseförderung, Lesetagebuch, handlungsorientierter Unterricht, produktionsorientierter Unterricht, Lesemotivation, Pubertät, Lesekrise, interpretativer Unterricht, Deutschdidaktik, Schullektüre, Differenzierung, Methodenkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der eigenen Lektürebiographie der Autorin und stellt diese in den Kontext der wissenschaftlichen Forschung zur literarischen Sozialisation, um daraus Ansätze für einen motivierenden Literaturunterricht abzuleiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Bedeutung des Elternhauses für die Lesesozialisation, die Auswirkungen von Schullektüre und Unterrichtsmethoden auf die Lesemotivation sowie die Möglichkeiten handlungs- und produktionsorientierter Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch den Abgleich eigener Erfahrungen mit Forschungsergebnissen aufzuzeigen, wie Literaturunterricht gestaltet werden kann, um Schülern Freude am Lesen zu vermitteln und ihre Lesekompetenz sowie Motivation nachhaltig zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen biographischen Ansatz in Kombination mit einer Literaturanalyse, bei der die eigene Lebensgeschichte als Fallbeispiel dient, das mit fachdidaktischen Theorien und Studien verglichen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erstellung der Lektürebiographie, deren theoretische Fundierung durch Forschungsergebnisse und die Ableitung konkreter Konsequenzen für den Unterricht, insbesondere durch den Einsatz des Lesetagebuchs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lektürebiographie, Lesesozialisation, Lesetagebuch, Lesemotivation, handlungs- und produktionsorientierter Unterricht sowie Deutschunterricht am Gymnasium.

Warum wird der traditionelle Literaturunterricht am Gymnasium kritisiert?

Kritisiert werden vor allem die einseitige Fixierung auf Analysen, eine zu hohe Anzahl an Pflichtlektüren, die oft nicht der Lebenswelt der Schüler entsprechen, sowie ein fragend-entwickelnder Unterrichtsstil, der wenig Raum für eigene Deutungen lässt.

Warum ist das Lesetagebuch eine geeignete Unterrichtsmethode?

Das Lesetagebuch ermöglicht eine individuelle Auseinandersetzung mit Literatur, fördert die Selbsttätigkeit, unterstützt unterschiedliche Leistungsniveaus durch Binnendifferenzierung und verbindet kognitive Analysen mit emotionalen Erfahrungen.

Welche Rolle spielt die emotionale Beteiligung beim Lesen?

Die Arbeit betont, dass emotionale Beteiligung für die Lesemotivation essenziell ist. Während der Deutschunterricht oft sehr kognitiv-analytisch geprägt ist, erlaubt das Lesetagebuch den Schülern, ihre Gefühle und persönlichen Bezüge zur Lektüre einzubringen.

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Details

Title
Das Lesetagebuch als Unterrichtsmethode
Subtitle
Ein Vergleich der eigenen Lektürebiographie mit der lektürebiographischen Forschung und Konsequenzen daraus für den Literaturunterricht
College
University of Hamburg
Grade
2,2
Author
Jennifer Reuter (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V76035
ISBN (eBook)
9783638867313
ISBN (Book)
9783638867368
Language
German
Tags
Lesetagebuch Unterrichtsmethode
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Reuter (Author), 2005, Das Lesetagebuch als Unterrichtsmethode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76035
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