Gliederung
Gliederung 2
I. Einleitung 3
II. Genealogie als Politikum. 5
III. Resümee 9
IV. Abbildungen 11
V. Bibliographie 12
Quellen 12
Sekund ärliteratur 12
Enzyclop ädien 12
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I. Einleitung
In den Gesichtskreis der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Persönlichkeiten, denen im historischen Prozess eine außerordentliche Stellung zukommt, ist in den letzten Jahren sicher auch immer wieder Caesar gerückt - eine der charismatischsten Erscheinungen auf dem historischen Parkett der politischen Haut couture. Nicht nur deshalb, weil er an der Spitze einer ehemals permanent expandierenden Weltmacht die Fäden zog und die Zeichen seiner Zeit zu rezipieren vermochte, sondern weil er aus seinen ganz eigenen persönlichen Umständen heraus einen Weg einschlug, mit dem er letztlich eine Vielzahl von Menschen die er ansprachob im öffentlichen oder privaten Leben - zu mobilisieren und hinter sich zu vereinigen verstand. Dass er dabei auch polarisierte und Römer gegen Römer ins Feld brachte, lag in der Natur der Dinge. Dennoch verfügte er über einen scharfsinnigen Intellekt, politische Kompromisse und Bündnisse für sich in nutzbarer Weise auszuloten, um schließlich als dictator perpetuo über dem SPQR zu stehen.
Die Frage, wie es gelingen konnte, dass ein einzelner Mensch, sich die Römische Republik dingbar machen konnte, fasziniert nicht nur den Historiker der heutigen Zeit. So stand er im Laufe der Spätantike oft als Leitstern für das optimale Herrschaftsprinzip. Und seit dem, über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinauf, war es allein sein Nomen, das als Titulierung für die Potentaten der wechselhaften europäischen Geschichte, wie ein Omen auf den gottgegebenen Herrschaftsanspruch verweisen sollte. Sicher war es Caesars Charisma und Strebsamkeit, welche die Menschen seiner Zeit und darüber hinaus in den Bann zogen.
Eine Erklärung für seinen Werdegang allein, bietet die Caesar’sche Persönlichkeit jedoch nicht. Man muss vielmehr danach fragen, welchen Stimmungen er sich im Volk und im Senat zu Beginn seiner politischen Kariere gegenüber gestellt sah und wie er daraus versuchte einen Vorteil zu ziehen, um sich letztlich wirksam ins politische Geschehen einzuflechten. Dass Caesar ein rhetorisch gelehrter Redner war, ist unbestritten. Es reichte letztlich aber nicht - zumal mit einem Cicero im Senat, nur
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durch die Technik des Gesagten zu überzeugen, vielmehr musste Caesar mit akzentuierten Inhalten und Taten im Vorfeld seiner politischen Kariere die Saat zum Keimen bringen, die er als reife Früchte seit seiner Anteilhabe am „ersten Triumvirat“ erntete. Ob er von Anbeginn seines öffentlichen Auftretens einen zielorientierten Plan verfolgte, muss mit Recht bezweifelt werden, seine Wirkung jedoch verfehlte er mit seinem einmal eingeschlagenen Wege nicht. Die Art und Weise seines Scheiterns, mit seiner Ermordung in den Iden des März’ 44 v. u. Z., beweist letztlich, dass auch der Römische Senat sich nur noch durch die ultima ratio eines kühnen Caesars zu entledigen vermochte. Sein politisches Erbe allerdings, konnte auch der Untergang der Römischen Republik nicht mit sich reißen und bildete schließlich die Basis des augusteischen Principats.
Im nachfolgendem sei nun der Versuch unternommen in einem groben Aufrissdenn mehr soll der Umfang einer solch verkürzten Arbeit nicht bieten - die Theopolitik Caesars und deren Interpretation darzustellen. Im Besonderen soll dabei Caesars Verständnis über seine Herkunft und dessen öffentliche Politisierung veranschaulicht werden. Zu Beginn war es ihm vermutlich nur ein Anliegen und gewissermaßen eine persönliche Verpflichtung, der Traditionen gemäß, in der Öffentlichkeit seine Ahnen und sein Geschlecht in ehrender Weise zu preisen. Dass sich in der Folge aus diesem pietätvollen Umgang und mit dem Hymnus auf seine vermeintlich göttliche Abstammung eine Chance zum politischen Aufstieg bot und Caesar diese nicht ungenutzt ließ, bleibt letztlich auch ein Vermächtnis im Verständnis um seinen staatsmännischen Erfolg.
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Arbeit zitieren:
Silvester Tamas, 2007, Venus und die Abstammung der Iulier - Caesars Genealogie als Politikum, München, GRIN Verlag GmbH
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