Es wird in der breiten Öffentlichkeit mit Ausdauer und Heftigkeit über die
Änderung unseres bestehenden Bildungssystem diskutiert. Evaluationsversuche
(beispielsweise PISA II, Benchmarking, etc.) zeigen dem bundesdeutschen
Bildungssystem die angeblichen Unzulänglichkeiten auf.
Der Siegeszug des Personalcomputers2 und seine uneigeschränkt vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten haben auch das Interesse der Pädagogik entfacht.
3 Die rasante Entwicklung im Bereich des PC´s ermöglicht nicht
nur Lernen, wie dieser technische Gegenstand funktioniert, sondern auch
Lernen durch diesen technischen Gegenstand. Diese Möglichkeit wird in
vielerlei Hinsicht als Lösungsansatz unserer nach PISA II vorhandenen
Bildungsmisere bezeichnet.4 Gerade aber im Bereich der beruflichen Bildung
hat dieses tiefgreifende Implikationen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Etymologie
2.1 Definition E-Learning
2.2 Betrachtungsebenen der Implementierung von E-Learning im Lernort Berufliche Schule
3 Wirtschaftspädagogische Nutzungskonzepte und Problemkreise
3.1 Idealtypische Nutzungskonzepte
3.2 Wirtschaftspädagogische Problemkreise
3.2.1 Personalentwicklung
3.2.2 Organisationsentwicklung
3.2.3 Unterrichtsentwicklung unter Nutzung neuer Medien
4 Ziele und Methoden zur problembezogenen Umsetzung
4.1 Ziele zur problembezogenen Umsetzung
4.1.1 Förderung von Methodenkompetenz
4.1.2 Förderung von Sozialkompetenz
4.1.3 Förderung von Selbstkompetenz
4.2 Methoden zur problembezogenen Umsetzung
4.2.1 Medienperspektive
4.2.2 Lehr-Lernarrangements-Perspektive
4.2.3 Lehrperspektive
5 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit E-Learning als Ansatz zur Unterstützung und Gestaltung der beruflichen Erstausbildung dienen kann, um neben der Fachkompetenz auch Selbst- und Sozialkompetenzen in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu fördern.
- Grundlagen und Definitionen von E-Learning
- Wirtschaftspädagogische Konzepte und Implementierungsebenen
- Förderung von Schlüsselkompetenzen durch neue Medien
- Methodische Perspektiven der Unterrichtsgestaltung
- Herausforderungen für berufsbildende Schulen
Auszug aus dem Buch
3.1 Idealtypische Nutzungskonzepte
Wirtschaftspädagogische Anwendungspotenziale gibt es neben mediengestütztem Einzellernen im unmittelbaren sozialen Zusammenhang, da in diesem Falle soziale Interaktionen zwischen Lehrendem und Lernenden stattfinden. Lehrende und Lernende können sich der Hilfsmittel Lernsoftware, Telekommunikationsnetze und Informationssoftware bedienen, die heute miteinander verknüpft genutzt werden können. Da Lernsoftware im engeren Sinne eher das Lernbuch als didaktische Metapher nachbildet, werde ich im Rahmen dieser Arbeit die Ansätze von Teletutoring, Teleteaching und E-Coaching darstellen.
• Teletutoring
Das Teletutoring stellt vom Grunde her die Weiterentwicklung des klassischen Fernunterrichtes in Verbindung mit entsprechenden Telekommunikationslösungen dar. Hier können die Lernenden Lernprozesse mit einer Lernsoftware selbst gesteuert organisieren, Lernressourcen nutzen und bei Bedarf mit einem Betreuer – Tutor – über Internet- oder Intranetlösungen in eine Rückmeldung treten, um z.B. Lernfortschritte festzustellen. „Das Netz wird sozusagen zum medialen Notausgang bei einem auftretenden Kommunikationsbedarf.“20 Die Telekommunikation bei Teletutoring findet in der Regel asynchron statt: die Lernenden haben die Möglichkeit, über Email und vergleichbare Mechanismen in den Austausch mit dem Tutor zu treten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle Bildungsdiskussion und den Einzug neuer Medien in die berufliche Ausbildung als Antwort auf veränderte Anforderungen.
2 Etymologie: Hier wird der Begriff E-Learning hergeleitet und seine Bedeutung als Oberbegriff für computergestützte Lernmethoden erläutert.
3 Wirtschaftspädagogische Nutzungskonzepte und Problemkreise: Das Kapitel behandelt verschiedene Anwendungspotenziale von E-Learning und erörtert notwendige Entwicklungsprozesse in den Bereichen Personal, Organisation und Unterricht.
4 Ziele und Methoden zur problembezogenen Umsetzung: Es werden didaktische Strategien zur Förderung von Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz durch E-Learning-Konzepte dargelegt.
5 Resümee: Die Schlussbetrachtung fasst die Hürden und Chancen von E-Learning an berufsbildenden Schulen zusammen und unterstreicht den notwendigen Wandel der Lehr-Lernkultur.
Schlüsselwörter
E-Learning, Blended Learning, Berufliche Bildung, Wirtschaftspädagogik, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Unterrichtsentwicklung, Medienkompetenz, Selbststeuerung, Sozialkompetenz, Teletutoring, Teleteaching, E-Coaching, Lernfeldumsetzung, Berufliche Erstausbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Potenzial von E-Learning als innovative Lernform für die berufliche Erstausbildung und deren Integration in bestehende Unterrichtsstrukturen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die didaktische Einordnung von E-Learning, die wirtschaftspädagogischen Anforderungen an Schulen und die gezielte Förderung von Handlungskompetenzen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, E-Learning als gleichwertige Lernform zu bewerten und Rückschlüsse für die Gestaltung beruflicher Bildungsprozesse zu ziehen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung didaktischer Konzepte durch und nutzt Literaturanalysen, um den Einsatz elektronischer Medien methodisch zu begründen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, wirtschaftspädagogische Problemkreise wie Personal- und Organisationsentwicklung sowie konkrete didaktische Umsetzungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie E-Learning, Kompetenzförderung, berufliche Erstausbildung und didaktische Transformation charakterisieren.
Was unterscheidet Teletutoring von klassischem Fernunterricht?
Teletutoring ist die technologische Weiterentwicklung des Fernunterrichts, die durch moderne Telekommunikation den direkten, oft asynchronen Austausch mit einem Tutor ermöglicht.
Warum betont der Autor die Organisationsentwicklung in Schulen?
Da E-Learning oft am "Inseldasein" scheitert, ist eine umfassende Anpassung der schulischen Infrastruktur und der Zusammenarbeit im Lehrerteam zwingend erforderlich.
- Arbeit zitieren
- Björn Mokwinski (Autor:in), 2006, E-Learning - eine Chance für die Zukunft oder Hype um nichts?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76140