Inhaltsverzeichnis
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS. III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. IV
1 EINLEITUNG. 1
2 TSCHECHISCHER MARKT „VOR DEM EU-BEITRITT“ 1
2.1 CHARAKTERISTIKA. 1
2.2 INVESTITIONSKLIMA. 2
2.3 INVESTITIONSMÖGLICHKEITEN IN DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK. 3
2.4 INVESTITIONSFÖRDERUNG. 4
3 E.U 6
3.1 GESCHICHTE DER EU SEIT 1987 6
3.2 GRUNDSÄTZE, AUFBAU UND STRUKTUR 7
3.3 DER STAND DES BEITRITTSPROZESSES MIT TSCHECHIEN. 8
4 DIREKTINVESTITIONEN 9
4.1 BEGRIFF UND ABGRENZUNG. 9
4.2 DIREKTINVESTITIONEN IN TSCHECHIEN UND DEREN BEDEUTUNG 10
4.3 AUSWIRKUNGEN DER DIREKTINVESTITIONEN AUF DIE TSCHECHISCHE WIRTSCHAFT 13
5 AUSWIRKUNGEN DES EU-BEITRITTS. 14
5.1 AUSWIRKUNGEN AUF DIE WIRTSCHAFT IN MITTELOSTEUROPA. 14
5.2 VORTEILE FÜR MITTELOSTEUROPA. 15
5.3 AUSWIRKUNGEN AUF TSCHECHIEN. 16
5.4 AUSWIRKUNGEN AUF DIE INVESTITIONSFLÜSSE 17
5.5 BRANCHENSPEZIFISCHE AUSWIRKUNGEN IN MITTELOSTEUROPA UND TSCHECHIEN 18
6 FAZIT 20
7 LITERATURVERZEICHNIS V
8 INTERNET-ADRESSENVERZEICHNIS. VI
ii
Abkürzungsverzeichnis ADI ausländische Direktinvestitionen ausländ. ausländisch BPB Bundeszentrale für politische Bildung BSP Bruttosozialprodukt Tschechische Republik R CZ Tschechien CZK Tschechische Krone DI Direktinvestition DL Dienstleistungen Dtland. Deutschland. DTIHK Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer dt. Deutsche EG Europäische Gemeinschaft EU Europäische Union EBRD Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung i.Vrgl. im Vergleich internat. international J.V. Joint Venture MOE Mittelosteuropa MOEL Mittelosteuropäische Länder ökonom. ökonomisch PwC PriceWaterhouseCoopers Tsch. Tschechische Unt. Unternehmen WWU Wirtschafts- und Währungsunion
iii
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: ZUSTROM AN ADI IN DIE TSCHECHISCHE REPUBLIK 10
ABBILDUNG 2: TOP 10 AUSLÄNDISCHE INVESTOREN IN TSCHECHIEN, 1990-2000 11
TABELLE 1: VERGLEICH DER ADI IN TSCHECHIEN UND GRIECHENLAND 17
iv
1 Einleitung
Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) ist schon seit längerem eins der wichtigsten Themen des heutigen Europas. In der letzten Zeit hat sich seine Wichtigkeit und seine Aktualität infolge der Abstimmungen auf dem Gipfeltreffen in Helsinki (12/1999), welche zwischen den führenden Mitgliedstaaten der EU getroffen wurden, erhöht. Während kaum jemand die politische Auswirkung der Erweiterung in Frage stellen würde, sind die ökonomischen Konsequenzen heutzutage Gegenstand vieler Diskussionen. Als Beitrag zu dieser Diskussion habe ich versucht, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Erweiterung zusammenzufassen. In meiner Arbeit habe ich die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in der Tschechischen Republik (R) und deren Einfluss auf die tschechische (tsch.) Wirtschaft analysiert sowie anschließend die Auswirkungen des EU-Beitritts abgeleitet. Ich habe mich auf die Analyse potentieller Auswirkungen auf die Entwicklung unternehmerischer Tätigkeit in Mittelosteuropa und vor allem in Tschechien (CZ) konzentriert.
Bei der Ausarbeitung dieser Arbeit stützte ich mich zum großen Teil auf tschechischbezogene Literaturquellen, sowohl aus dem Internet als auch aus wissenschaftlichen Beiträgen. Speziell beim Internet muss aus Datensicherheitsgründen auf die Zuverlässigkeit und Validität der In-formationen hingewiesen werden.
2 Tschechischer Markt „vor dem EU-Beitritt“
2.1 Charakteristika
CZ mit einer Fläche von 78.864 km 2 und einer Einwohnerzahl von 10,3 Mio. (12/2001) hat eine Bevölkerungsdichte von 130 Einw./km 2 , wobei 75% der Bevölkerung in Städten leben. R liegt im geographischen Zentrum Europas, nahegelegen zu den vielen bedeutenden Wirtschaftszentren Westeuropas und verfügt über Nähe zu den Ostblockstaaten. Die drei größten Städte sind Praha (1.186.900 Einw.), Brno (383.600 Einw.) und Ostrava (321.300 Einw.). CZ hat traditionell ein hohes Ausbildungsniveau, die tsch. Bevölkerung verfügt vor allem im technischen Bereich über einen hohen Ausbildungsstand. 1 Mängel sind dagegen im kaufmännischen und IT-Bereich zu beobachten (www.dtihk.cz/Default_Info.htm/; www.czechinvest. org/ci/ 2001a).
Betrachtet man die Grundgehälter in Verbindung mit den Lohnnebenkosten, gehört CZ im Vergleich (i. Vrgl.) zu Polen oder Ungarn eindeutig zu den Siegern (www.czechinvest.org/ci/ 2001a). Bei der Kaufkraftparität 2 nimmt CZ zwar den zweiten Platz unter allen Beitrittskandidaten ein, aber sie ist i. Vrgl. zum EU-Durchschnitt relativ niedrig (64%) (vgl. Kavan 2001).
1 Laut einer OECD-Studie aus dem Jahr 1995 haben über 80% der Tschechen zwischen 25 und 64 Jahren eine weiterführende Ausbildung. Im
Vergleich zu Großbritannien liegt die Grenze unter 80% (www.imoe.de/tscheinf.htm/ 2001). CzechInvest und Economist Intelligence Unit
stellten in ihrer Befragung fest, dass ausländische (ausländ.) Investoren keine Probleme haben, außerhalb von Prag gut ausgebildete Ar-
beitskräfte zu finden (www.czechinvest.org/ci/ 2001b; EUI 2000).
2 Die Kaufkraft wird gemessen am verfügbaren Einkommen in Verbrauchergeldparitäten. Die Verbrauchergeldparitäten sind Ergebnisse von
Preisvergleichen für Waren und Dienstleistungen der Lebenshaltung zwischen den einzelnen Staaten.
1
Nach 50 Jahren aufgezwungener Zentralplanwirtschaft wurden durch die “sanfte Revolution” im November 1989 zahlreiche Reformen eingeleitet. Der Übergang zur Marktwirtschaft hing natürlich eng mit der Privatisierung des Staatsvermögens und der Umstrukturierung der Produktionsprozesse zusammen. Durch radikale Maßnahmen stieg die Bedeutung der Privatwirtschaft sprunghaft und macht heute ca. ¾ der Wirtschaftsleistung aus (vgl. Agenda 2000, 1997, 24). Die Privatisierung kleiner Betriebe wurde zwar 1994 abgeschlossen, erhebliche Probleme in der Deregulierung bestehen jedoch noch im Bereich Infrastruktur, hier vor allem bei der Elektrizitätswirtschaft, der Eisenbahn und dem Straßenverkehr (Schrick-Hildebrand 2001, 5). Die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren zwar deutlich verbessert, aber in vielen Bereichen ist noch sehr viel Entwicklungspotenzial vorhanden (vgl. Felsner 2001, 5).
Die Rezession der Jahre 1997 bis 1999 hatte die bis dahin außergewöhnlich niedrige Arbeitslosenrate (1994-1996 zw. 3-4%) steigen lassen. Im Jahr 2000 hat sie ihren Höchststand (ca 9,5%) erreicht (www.czechinvest.org/ci/ 2001b).
Obwohl das Bruttoinlandsprodukt von 1990-99 zurückging, ist der Wirtschaft die Westanbindung gelungen. Das Realwachstum des Bruttoinlandsprodukts zeigte für 2001 Zuwachsraten von über 3%, während 1999 ein Rückgang von 0,2% zu verzeichnen war (,www.spiegel.de/ almanach/ 2001). Die Auslandsinvestitionen nahmen zu.Obwohl mit steigendem Auslandskapi-
tal auch die Arbeitsproduktivität und die Qualität der Produkte stiegen, müssen sich die meisten tsch. Gesellschaften auf die Umstrukturierung und Modernisierung ihrer Produktionsanlagen konzentrieren, um der harten Konkurrenz standhalten zu können und sich dem EU-Durchschnitt anzunähern (vgl. Kolar).
Die Handelsströme haben sich, so wie in anderen östlichen Ländern nach 1989, zum Westen hin verlagert, so dass die EU heute zum wichtigsten Handelspartner überhaupt zählt. Zu den Ex-portgütern der R gehören Fahrzeuge, Maschinen und Fertigerzeugnisse. Bei den Importen sind dieselben ersten beiden Warengruppen, gefolgt von Getränken und Kraftstoffen zu beobachten (vgl. Agenda 2000, 1997, 32).
2.2 Investitionsklima
CzechInvest fasst das Investitionsklima in CZ folgendermaßen zusammen (www.czechinvest. org/ci/ 2001c):
In der R herrscht parlamentarische Demokratie. Die Wirtschaftspolitik und die einheimische Währung sind stabil. CZ ist Mitglied zahlreicher Organisationen wie OECD, NATO, WTO, IMF und EBRD. Die R ist eine der ersten Anwärterrinnen in Mittelosteuropa (MOE) auf die Mitgliedschaft in der EU. Aufgrund der laufenden Vorbereitung auf den EU-Beitritt werden die Unterschiede zwischen den tsch. und EU-Gesetzen immer kleiner.
Der tsch. Gesetzgeber unterscheidet nicht zwischen ausländischen (ausländ.) und einheimischen juristischen Personen, sie werden auf allen Gebieten gleich behandelt. Ausländ. Investoren dürfen auch nicht bei Privatisierungskäufen, ausgenommen Verteidigungs- und Bankbereich, dis-
2
kriminiert werden. Alle in CZ registrierte Unternehmen (Unt.) können ohne Beschränkungen Grund und Boden erwerben.
CZ hat eine Reihe von bilateralen Verträgen unterzeichnet, die Auslandsinvestitionen unterstützen und schützen. Weiterhin garantiert die tsch. Gesetzgebung den Schutz des Eigentums. Das Eigentum einer ausländ. Person kann nur aus Gründen des öffentlichen Interesses enteignet werden, wobei es seit 1989 keine Enteignung eines ausländ. Investors mehr gegeben hat. Bezüglich der Verteilung und Ausschüttung von Gewinnen 3 bestehen außer der gesetzlichen Rückstellungsbildung bei AG und GmbH keine Begrenzungen. Außerdem hat CZ mit vielen Ländern, einschließlich aller EU-Staaten, Verträge zur Vermeidung der Doppelbesteuerung 4 abgeschlossen.
Die Einstufung der internationalen (internat.) Kreditagenturen (2. Platz nach Slowenien) und die frühe Mitgliedschaft in der OECD belegen das positive wirtschaftliche Fundament CZ.
2.3 Investitionsmöglichkeiten in der Tschechischen Republik
CzechInvest hat folgende Standortvorteile in CZ zusammengefasst (www.czechinvest.org/ci/ 2001d):
In keinem Bereich der tsch. Wirtschaft gibt es Beschränkungen über die Höhe der Investiti- - onenund über die Besitzverhältnisse, es sind alle Investitionen aus allen Ländern willkommen. Das Bildungsniveau in der R ist höher als in den meisten westeuropäischen Ländern. Die tsch. Arbeiterschaft gehört laut einer Studie der internat. Arbeitsorganisation (ILO) zu - denfleißigsten und sorgfältigsten der Welt.
Eine OECD-Studie belegt in CZ einen durchschnittlich höheren Prozentsatz des Bruttosozi- - alprodukts(BSP) für Informations- und Kommunikationstechnologie als in anderen EU-Staaten. Als oberstes Ziel des Landes gilt die Aktualisierung und Erweiterung des Telekommunikationsnetzes und der Informationstechnologien.
Außerdem profitiert die R von ihrer geographischen Lage in der Mitte Europas, so dass - vieleInvestoren CZ als Sprungbrett zum osteuropäischen Markt nutzen (vgl. Felsner 2001, 5).
Unt., die Investitionen auf der grünen Wiese vorhaben und Berechtigungskriterien erfüllen, können Investitionsanreize einschließlich Steuererleichterungen, Förderungen für die Entstehung neuer Arbeitsplätze und Schulungsförderungen beanspruchen. Gefördert und unterstützt werden auch Joint Ventures (J.V.) zwischen tsch. und ausländ. Unt.. CzechInvest sucht bei Bedarf in der eigenen Datenbank nach geeigneten einheimischen Partnern und bemüht sich außerdem mit Hilfe eines Entwicklungsprogramms die Zusammenarbeit ausländ. Investoren mit tsch. Lieferanten zu intensivieren.
3 Es handelt sich um Gewinne, die von tschechischen Tochtergesellschaften an ihre ausländischen Muttergesellschaften fließen.
4 Abkommen zur Doppelbesteuerung decken Steuern für Dividenden, Zinsen und Tantiemen ab.
3
Arbeit zitieren:
Petra Sedlackova, 2002, Auswirkungen des EU-Beitritts auf die Investitionstätigkeit ausländischer Unternehmen in Tschechien, München, GRIN Verlag GmbH
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