1 Themabegründung - Warum Mobile Jugendarbeit? 3
1.1 Bezug zum Praktikum 3
1.2 Persönliches Interesse am Thema. 3
2 Entwicklungsgeschichte und Begriffsklärung 4
2.1 Die Entstehung der mobilen Jugendarbeit. 4
2.2 Was ist Mobile Jugendarbeit? 5
2.3 Entscheidung für eine Definition. 6
3 Arbeitsformen der Mobilen Jugendarbeit. 7
3.1 Streetwork. 7
3.2 Einzelarbeit. 7
3.3 Gruppen- und Cliquenarbeit 8
3.4 Gemeinwesenarbeit 9
4 Perspektiven 10
4.1 In der Bundesrepublik 10
4.2 Global 11
5 Praxisbezug - mobile Jugendarbeit in Bonn 13
6 Schluss 14
6.1 Kritische Auseinandersetzung 14
6.2 Fazit 14
7 Literaturverzeichnis 16
7.1 Bücher: 16
7.2 Internetadressen: 16
7.3 Fachzeitschriften: 16
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1 Themabegründung - Warum Mobile Jugendarbeit?
1.1 Bezug zum Praktikum
In meiner Praktikumsstelle, dem Kinder- und Jugenddomizil Neuhaus verbringen täglich circa 30 - 50 Kinder ihre Freizeit. Das Domizil ist für sie eine Art zweite Heimat, in der sie sich mit ihren Freunden treffen, Spaß haben und sich sicher fühlen. Doch was ist mit den Kindern und Jugendlichen, die nicht eine solche Einrichtung besuchen, die den ganzen Tag zusammen draußen herumhängen, mit denen, die von anderen Kindern ausgegrenzt werden bzw. die sich von den anderen ausgrenzen wollen? Es muß doch auch für diese Kinder möglich sein, ihre Freizeit sinnvoll, witzig und vor allem gewaltfrei zu verbringen. Deshalb habe ich beschlossen, mich mit dem Thema der Mobilen Jugendarbeit zu beschäftigen, welche die Kinder und Jugendlichen anspricht, die ich in meinem Praktikum eher nicht zu Gesicht bekomme.
1.2 Persönliches Interesse am Thema
Das Thema mobile Jugendarbeit ist für mich von Interesse, da ich mich bisher ausschließlich mit der Offenen Jugendarbeit beschäftigt habe. Die Arbeit und Auseinandersetzung mit diesem Thema soll mir neue Denkansätze ermöglichen und mich einer ganz anderen Form der kinder- und Jugendarbeit zumindest gedanklich näher bringen.
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2 Entwicklungsgeschichte und Begriffsklärung
2.1 Die Entstehung der mobilen Jugendarbeit
Bezogen auf da Feld der Jugendhilfe hat sich die Arbeitsform Streetwork zu Beginn der 70er Jahre zur Mobilen Jugendarbeit hin entwickelt. Ausgehend von der als krisenhaft erlebten Hilflosigkeit der offenen Jugendarbeit angesichts aufkeimender Jugendprobleme und -unruhe mußten neue Zugangswege zu jugendlichen Problemgruppen gefunden werden.
Ursprünge und Modelle der aufsuchenden Sozial- und Jugendarbeit werden in der Regel in den USA, England, der Schweiz und in Österreich gesehen, obwohl auch in Deutschland Wurzeln vorhanden sind. Vor dem Zweiten Weltkrieg existierten auch in Deutschland Ansätze aufsuchender Arbeit. Im 1911 gegründeten Projekt ‚Soziale Arbeitsgemeinschaft Berlin - Ost’ arbeiteten Studenten und Akademiker in aufsuchender Form mit Kindern und Jugendlichen aus Elendsquartieren. Auch „die Projekte von Otto Voß, die bis 1932 auf die Zielgruppe der Mitglieder sogenannter „Wilder Cliquen“ ausgerichtet waren“, arbeiteten auf Basis dieses Ansatzes. Doch die Nazidiktatur beendete diese Entwicklung gewaltsam. Nach Ende des Krieges wurden die von den Besatzungsmächten gegründeten Jugendclubs und Freizeitstätten als etwas „Neues“ erlebt. (Klose, A., Steffan, W., 1997) In Europa hat sich das Angebotsspektrum ab Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahre etabliert, Ende der 80er bis Mitte der 90er kam es zu einem Entwicklungsschub aufgrund neuer gesellschaftlicher Herausforderungen (in DDR Aufbau der Jugendsozialarbeit, zunehmende Kriminalität und Gewalt, zunehmende Zahl Obdachloser und Drogenabhängiger).
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2.2 Was ist Mobile Jugendarbeit?
Ursprünglich ist der Begriff Mobile Jugendarbeit nicht eindeutig zu definieren. Er umfaßt eine Vielzahl unterschiedlicher theoretischer, konzeptioneller und praktischer Ansätze. In jedem Fall ist die Mobile Jugendarbeit jedoch ein wichtiges Instrument zur Lösung sozialer Konflikte. Ich habe zwei Definitionen ausgewählt:
„Mobile Kinder- und Jugendarbeit ist eine geeignete Projektform zur Kontaktaufnahme und Hilfevermittlung für ausgegrenzte und von Ausgrenzung bedrohte Jugendliche.“ (Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, 1986)
„Mobile Jugendarbeit wendet sich an junge Menschen, die aufgrund bestimmter struktureller und materieller Bedingungen als Benachteiligte zu betrachten sind und die unter diesen Bedingungen der Benachteiligung Lebensentwürfe und Muster zur Bewältigung ihres Alltags entwickelt haben, die vom Standpunkt bürgerlicher Ordnung aus als störend, dissozial und also behandlungsbedürftig diffamiert werden. Mobile Jugendarbeit wendet sich so an störende, marginalisierte, ausgegrenzte und „aussortierte“ junge Menschen. Sie begleitet den Alltag dieser Menschen und orientiert sich an den Problemen, die ihnen durch das Ausleben ihrer Entwürfe und Alltagsbewältigungsmuster erwachsen können. Sie bietet jenen, die das für sich wünschen, parteiliche Unterstützung und alltagsnahe Hilfen in ihren eigenen Bezügen. (Steffan, W., 1999)
Mobile Jugendarbeit dient also dazu, jene zu erreichen, die herkömmliche Einrichtungen und Dienste sozialer Arbeit meiden bzw. von ihnen ausgegrenzt werden.
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Arbeit zitieren:
Dipl.-Sozialpäd. Nadine Schuster, 2001, Mobile Jugendarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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