-1-
1 Einleitung 3
2 Steuer 3
2.1 Begriffsbestimmung 3
2.2 Funktionen einer Besteuerung 5
3 Negative Wirkungen des hohen Steuersatzes 6
3.1 Mikroökonomische Perspektive 6
3.1.1 Einkommen - Freizeitmodell 6
3.1.2 Liquidität und Investition 9
3.1.3 Schattenwirtschaft 10
3.2 Makroökonomische Perspektive 11
3.2.1 Lafferkurve 11
3.2.2 Politische Beispiele 15
Fazit 16
Literaturverzeichnis 18
-2- Abbildungen
2.1 Steuereinnahmen für den Zeitraum 1990 bis 2006 in Deutschland, S. 4
3.1.1 Einkommen - Freizeitmodell, S. 7
3.2.1a Lafferkurve und Schattenwirtschaft, S.12
3.2.1b Lafferkurve (Buchanan/Lee), S.14
Abkürzungen
EE - Einkommenseffekt
SE - Substitutionseffekt
I - Nutzenniveau
LLK - langfristige Lafferkurve
KLK - kurzfristige Lafferkurve
N - Nachfragekurve
E - Elastizität
T - Steuereinkommen
Y - Besteuerungsbasis
-3- 1Einleitung
Die Steuerpflichtigen, die Arbeit oder Kapital anbieten, wollen die Steuerzahlungen möglichst gering halten. Außerdem erzeugen Steuerlasten die Steuerwirkungen, da der Steuerzahler bei seinen Entscheidungen und Planungen die Steuerzahlungen beachtet. Die hohen Steuerlasten sind mit vielen Risiken verbunden und durch die Bemühungen gekennzeichnet, die überhöhte Besteuerung so weit wie möglich zu mildern. Es sind viele Steuervermeidungen zu bemerken, die bis zur Flucht in die Schattenwirtschaft reichen. Zunächst ist festzustellen, dass hohe Steuersätze das Wachstum und die Beschäftigung hemmen und die gesamte Situation in der Wirtschaft verschlechtern.
Im Blickpunkt dieser Arbeit steht die Analyse der Steuersenkung und ihr Einfluss auf die Steuereinnahmen und das Verhalten der Steuerzahler. Die Studie versucht auch zu zeigen, dass eine solide Finanzierung der Entlastungsbeschlüsse auch ohne die Erhöhung anderer Steuern realisierbar ist. Es wird die Lafferkurve präsentiert, die die Wirkungen hoher Steuersätze zeigt und die beste Lösung aufzeigt. Im Rahmen dieser Arbeit sollen auch die Beziehungen zwischen der Arbeit und Freizeit dargestellt werden sowie weitere Effekte, die das Verhalten kennzeichnen. Es werden auch die negativen Wirkungen des hohen Steuersatzes und der große Einfluss auf die Risiko-, Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten dargestellt.
2 Steuer
2.1 Begriffsbestimmung
Warum müssen wir Steuern und andere rechtliche Abgaben zahlen? Um die Antwort zu bekommen, sollten wir am Anfang die Definition von Steuer kennenlernen. Der Begriff der Steuer ist in dem § 3 der Abgabeordnung von 1977 definiert worden. Dort heißt es: „Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand
-4-zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft.“ 1 Die öffentliche Hand verfügt über eine Vielzahl von 50 Steuerquellen und die Ausgaben des Staates nennt man öffentliche Ausgaben. Sie dienen dem Staat für die Unterhaltung von Krankenhäusern, Straßen, Schulen etc. Die Ausgaben können nur bestritten werden, wenn auch entsprechende Einnahmen vorhanden sind 2 . Die größten Einnahmen werden erzielt durch Umsatz-, Lohn-, Gewerbe-, Einkommen-, Körperschaft-, Mineralöl- und Tabaksteuer. Es gibt aber auch viele Steuerarten, deren Einteilung nicht einfach ist, weil es kompliziert ist, die eindeutigen Kriterien der Unterscheidung zu finden. Die immer noch verwendete Einteilung besteht in direkte und indirekte Steuern. Bei der ersten Gruppe fallen Steuerzahler und Steuerträger in einer Person, Institution, zusammen. Bei der indirekten Steuer ist dies nicht der Fall. 3 Die Struktur der Steuereinnahmen hat sich im Laufe der Zeit verändert. Die Einkommen- und Umsatzsteuer haben an Bedeutung gewonnen, während die Vermögensteuer zurückgegangen ist. Die untere Abbildung zeigt den Anstieg der Steuereinnahmen für den Zeitraum 1990 bis 2006 in Deutschland:
Abbildung 2.1 Steuereinnahmen für den Zeitraum 1990 bis 2006 in Deutschland
1 Wagenblaß, H.: Volkswirtschaftslehre, öffentliche Finanzen und Wirtschaftspolitik, Heidelberg 1993,
S.189
2 Rauser, H.: Steuerlehre für Ausbildung und Praxis, Darmstadt 1990, S.6
3 Vgl. Wagenblaß, H.: Volkswirtschaftslehre, S.194
-5-Die gesamten Steuereinnahmen in Deutschland sind zwischen 1990 und 2006 laut Statistikamt fast um 40 Prozent auf 489 Milliarden Euro gestiegen. In den letzten Monaten sind positive Impulse zu erkennen. Nach den jüngsten Prognosen des „Arbeitskreises Steuerschätzungen“ werden die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden im Jahre 2007 gegenüber der Steuerschätzung vom November 2006 voraussichtlich um + 20,2 Mrd. € höher ausfallen 4 .
2.2 Funktionen einer Besteuerung
Die Akzeptanz der öffentlichen Aufgaben und Ausgaben bedeutet die Finanzierung der Ausgaben, zu denen die Steuer gehört. Die Besteuerung dient dem Staat als Mittel für die Realisierung seiner Ziele, aber die Einnahmen und Ausgaben erfüllen nicht nur die Funktion innerhalb der öffentlichen Verwaltung, sondern auch aufgrund ihres Volumens haben sie sehr großen Einfluss auf die gesamte wirtschaftliche Entwicklung 5 . In erster Linie finanziert sie die Staatsausgaben, diese Funktion bezeichnet man als fiskalische, die auch von Nationalökonomen repräsentiert und akzeptiert wurde. Es gibt weitere Wirkungsfunktionen, die sich mit der sich entwickelnden ökonomischen Theorie herausbildeten: Vor allem der konjunkturpolitische Steuerzweck (bzw. beschäftigungspolitische Steuerzweck) wurde von Keynes, aber noch stärker von den Keneysianern vertreten 6 . Außerdem erhält die Besteuerung auch eine allokative Funktion. Hierunter versteht man die Abschöpfung der Preise. Das illustriert die Bedeutung von Steuern als Instrument zur Steuerung privater Handlungen. Die nächsten Funktionen sind redistributive und allgemeinpolitische, wo der Öffentlichkeit Informationen über die Kosten der Staatstätigkeit vermittelt werden. Diese Informationen sind sehr wichtig für jeden Wähler, um die Parteiprogramme in Abstimmungsprozessen zur Geltung zu bringen. Die Steuerfunktionen sind also bestimmte, eigens formulierte Aufgaben, die die
4 O. V. (2007a): Ergebnisse der Steuerschätzung vom 8. bis 11. Mai 2007, in:
http://www.bundesfinanzministerium.de/cln_05/nn_3380/DE/Aktuelles/Monatsbericht__des__BMF/2
007/05/070521agmb004.html, Stand: 27.05.2007
5 Vgl. Rauser, H.: Steuerlehre für Ausbildung und Praxis, S.8
6 Petersen, H. G./ M. K.: Volkswirtschaftslehre im Überblick, Bd. 3: Volkswirtschaftspolitik, München
1991, S.260
Arbeit zitieren:
Mateusz Marcin Matuszkiewicz, 2007, Die Selbstfinanzierungseffekte von Steuersenkungen, München, GRIN Verlag GmbH
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