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Fachbereich Soziale Arbeit
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=DKOHQ'DWHQ)DNWHQHLQH(LQVFKlW]XQJGHU6LWXDWLRQ LQ'HXWVFKODQG Der finanzielle Tagesbedarf einer Beschaffungsprostituierten Erscheinungsformen der Beschaffungsprostitution
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Beschaffungsprostitution als Zielgruppe der HIV- und Aids-
Aufklärung 3URVWLWXWLRQHLQ7HXIHOVNUHLVGHU*HZDOWHQ
Prostitutionskontrolle durch die Polizei Ä'523287³DP5DQGHGHU*HVHOOVFKDIWXQGGHV
HLJHQHQ,FKV psychische Langzeitfolgen
Verschärfung der gesundheitlichen Situation durch Aids
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Realistisch gesehen, ist der deutsche Markt voll mit diversen Drogen und es kommen immer wieder neue hinzu. In den letzten Jahren bestimmten die sogenannten Designerdrogen die Medienlandschaft. Die Heroingebraucher, vor allem die weiblichen, sich prostituierenden Drogenabhängigen, tauchen da höchstens mal im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Aids-Virus auf. Doch die wahren Ausmaße dieser Sucht bleiben im Verborgenen. Diese Arbeit soll zeigen, dass der Zustand vieler Beschaffungsprostituierter besorgniserregende Ausmaße annimmt. Dabei werde ich auf Gefahren, Risiken und Probleme der Beschaffungsprostitution eingehen.
Das erste Kapitel beinhaltet eine Einschätzung der Zahl an Prostituierten in Deutschland. Außerdem werden Grundinformationen geliefert, wie zum Beispiel der Tagesbedarf oder der Preis einer Beschaffungsprostituierten. Ergänzend kommen die möglichen Formen der Beschaffungsprostitution hinzu. Das medienintensivste Thema in bezug auf die Beschaffungsprostitution, und zwar Aids, soll Thema des folgenden Kapitels sein. Da das Aids-Problem am ehesten im öffentlichen Interesse steht, wird ausführlich über mögliche Infektionswege referiert.
Nachfolgend schließt sich dann das Kapitel an, das die extreme Gewaltbelastung von weiblichen Beschaffungsprostituierten aufzeigen soll. Unterschieden wird hier zwischen gewalttätigen Freiern, Zuhältern und konkurrierenden Prostituierten und der Polizeigewalt.
Abschließend wird im Kapitel 4, die soziale und gesundheitliche Not der Frauen näher erläutert. Besonderer Bezug wird dabei auf die psychische Belastung, resultierend aus einer Drogenkariere mit Prostitutionserfahrung, die soziale Ausgrenzung und die gesundheitlichen Schäden, genommen. Wobei hier die physischen Schäden resultierend aus Gewalttaten mit eingeschlossen werden müssen, die aber nicht noch mal extra aufgeführt werden.
Die Schwierigkeit dieser Arbeit lag darin, die verschieden Kreisläufe einer Drogenkariere zu splitten und dennoch die Zusammenhänge klar werden zu lassen.
In der Vorlesung „Sexualpädagogik“ haben wir über den Begriff „Sexualität“ diskutiert und dabei viele verschiedene Bedeutungen aufgezeigt. Dabei wurde mir deutlich, daß Sexualität nicht immer etwas „Schönes“ sein muß, sondern auch mit
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Gewalt, Ekel, Schuld- und Schamgefühl in Zusammenhang gebracht werden
kann. Diese Arbeit gab mir die Möglichkeit mich intensiv damit zu beschäftigen
und hintergründige Einblicke in die Situation der betroffenen Frauen zu
bekommen.
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Die Beschaffungsprostitution rückte eigentlich erst mit dem Aufkommen von Aids in das Licht der Öffentlichkeit. In Deutschland gibt es dazu kaum Analysen. Deshalb basieren die meisten Angaben auf Schätzungen. Das Dunkelfeld ist einfach zu groß, um exakte Aussagen zu treffen.
Die zahlenmäßigen Angaben darüber, wieviel Frauen zu einem bestimmten Zeitpunkt der Prostitution nachgehen, bewegen sich in der Literatur zwischen ca.
50.000 und 400.000. Die Generalsekretärin des Sozialen Dienstes katholischer
Frauen geht von 200.000 Prostituierten in der Bundesrepublik Deutschland aus. Der Bordellbetreiber Maiworm gibt aufgrund eigener Annahmen und Berechnungen eine Größenordnung von 60.000 bis 120.000 Prostituierten in Deutschland an. (BM FSFJ 1997, S.7-11) Hauptsächlich findet man diese in Großstädten, wie Berlin, Frankfurt am Main, München, Hamburg u.s.w. (Weymann 1993, S.148) Aufgrund der hohen Schwarzmarktpreise von Heroin, sind die Abhängigen meist gezwungen illegalen Aktivitäten nachzugehen, für die weiblichen Fixer (intra- venöse Drogenabhängige) stellt die Beschaffungsprostitution die lukrativste Geldquelle dar. (Böllinger, Stöver, Fietzek 1995, S.45)
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Regelmäßiger Heroinkonsum in Form von Drogenmissbrauch kann, meiner Meinung nach, nur schwer legal finanziert werden. (Lind-Krämer, Timper-Nittel 1992, S.237) Schätzungen zufolge liegt der Tagesbedarf bei 100-200 DM/Tag. (Brakhoff 1989, S.10) Um einen Tagesbedarf von nur 100DM zu decken, braucht die Fixerin, wenn die Prostitution ihre einzige Geldquelle ist, ca. 2-3 Freier pro Tag. „Nach Aussagen der Frankfurter Schutzpolizeiinspektion bedienen Beschaffungsprostituierte durchschnittlich 6 Freier am Tag. Darunter sollen nur wenige Stammkunden sein.“ (Weymann 1993, S.76) Die Preise bei einer Prostituierten, die mit Anschaffen ihre Drogensucht finanziert, sind im allgemeinen sehr niedrig. Für 30-50 DM erhält ein Freier Geschlechtsverkehr ohne Kondom. (Weymann 1993, S.150) Ist der Beschaffungsdruck sehr hoch, kann es auch mal vorkommen, dass sie sich schon für 20 DM verkauft. (Heckmann, Koch, S.346) Je höher der Beschaffungsdruck
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Claudia Mehner, 2002, Prostitution - Zahlen, Daten, Fakten - eine Einschätzung der Situation in Deutschland, Munich, GRIN Publishing GmbH
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