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Argumentation - Von der klassischen Rhetorik zum Argumentationsschema Stephen Toulmins

Title: Argumentation - Von der klassischen Rhetorik zum Argumentationsschema Stephen Toulmins

Seminar Paper , 2003 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Astrid Schaumberger (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Vergleicht man die Einträge in den verschiedenen Auflagen von Frau Bußmanns Lexikon zum Stichwort "Argumentation“ (vgl. Anhang A und B), so stellt man fest,
dass diese Einträge sich beträchtlich unterscheiden. In der neuesten, dritten Auflage ist die Wichtigkeit und der Einfluss des Argumentationsmodells eines Engländers,
Stephen Toulmin, auf die allgemeine Argumentationstheorie deutlich spürbar. In den
früheren Auflagen nahm noch die (v.a. klassische) Rhetorik einen Schwerpunkt ein.
Und genau auf dieser, speziell auf der klassischen juristischen Rhetorik baut auch das genannte Toulminsche Schema auf. Dieser Veränderung der Argumentationsdefinition im Laufe der Zeit folgt die
Gliederung dieser Arbeit, die sich in einem ersten Teil der klassischen Rhetorik widmet. Von den Vorgaben derselben – von der Konstituierung von Texten bis hin zur Beweisführung an sich – werden die Grundlagen für den zweiten, Stephen Toulmin gewidmeten Teil erarbeitet. In diesem zweiten Teil wird nach einem kurzen Blick auf die Person selbst das von Toulmin erarbeitete Argumentationsschema erläutert, wobei der Schwerpunkt auf der von ihm eingeführten Terminologie und der Anwendung derselben in der Analysepraxis liegt. Dieser zweite Teil schließt mit Problemen der Anwendbarkeit des Modells, bevor zum Abschluss eine Aussage darüber getroffen wird, ob Toulmin tatsächlich einen Weg gefunden hat, der Argumentationstheorie mehr Erkenntnisse zu liefern als das der klassische Syllogismus und das Enthymem konnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Rhetorik

II. 1 Klassische Rhetorik und Argumentation

II. 2 Die Konstituierung von Texten in der klassischen Rhetorik

II.2.1 Inventio und Intellectio

II.2.2 Dispositio

II.2.3 Elocutio

II.2.4 Memoria/mneme

II.2.5 Vox/actio/pronuntiatio

II.3 Die Beweisführung

II.3.1 Die Gliederung als Eingang der Beweisführung

II.3.2 Die Teile der Beweisführung und das Beweisverfahren an sich

II.3.2.1 Natürliche Beweise

II.3.2.2 Kunstgemäße Beweise

II.3.2.3 Topoi/loci

II.3.2.4 Argumentum, Syllogismus, Enthymem

III. Stephen Toulmins Argumentationsmodell

III.1 Zur Person

III.2 Toulmins Argumentationsschema

III.2.1 Claim/Conclusion

III.2.2 Data/Grounds

III.2.3 Warrant

III.2.3.1 Gebräuchliche Warrants

III.2.4 Backing

III.2.5 Qualifiers

III.2.6 Rebuttal/Reservation

III.2.7 Weitere Unterscheidungskriterien der Kategorien untereinander

III.2.7.1 Data und Warrant

III.2.7.2 Warrant und Qualifier bzw. Rebuttal

III.2.7.3 Backing und Datum

III.2.7.4 Backing und Warrant

III.3 Beispiele

III.4 Diskussion, Fragestellungen, Probleme in der Anwendung

IV. Schlussbemerkung: Stephen Toulmin und das Enthymem

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel der Argumentationsdefinition unter besonderer Berücksichtigung des Modells von Stephen Toulmin und vergleicht dieses mit den Ansätzen der klassischen Rhetorik, um dessen Mehrwert für die moderne Analyse von Alltagsargumentation aufzuzeigen.

  • Grundlagen der klassischen Rhetorik und Argumentation
  • Die Konstituierung von Texten und Beweisführung
  • Das Argumentationsschema nach Stephen Toulmin
  • Praktische Anwendung und Problematik des Toulmin-Modells
  • Gegenüberstellung von klassischem Syllogismus, Enthymem und Toulmins Ansatz

Auszug aus dem Buch

III.2.2 Data/Grounds (Argumente, Tatsachen)

Damit bezeichnet Toulmin Fakten und Tatsachen, die bereits als wahr und richtig anerkannt sind und die Ausgangspunkt beider/aller Gesprächspartner in einer Argumentation sind, also beispielsweise Allgemeinwissen, Berichte u.ä. Die Herausforderung für den Sprecher ist hier, die speziellen Züge eben dieser speziellen Situation herauszuarbeiten und zu zeigen, dass gerade diese spezifische Konklusion zutrifft und nicht eine andere. Hier finden wir also das Äquivalent zur Individualprämisse der klassischen Rhetorik wieder.

Stellt der Gesprächspartner die Richtigkeit bzw. Gültigkeit dieses Schlusses von datum zu claim in Frage, dann tritt ein weiteres Element der Argumentation, das ansonsten implizit geblieben wäre, hinzu:

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die thematische Verschiebung der Argumentationsdefinition durch das Toulminsche Modell und skizziert die Vorgehensweise der Arbeit von der klassischen Rhetorik hin zur modernen Analyse.

II. Rhetorik: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der antiken Rhetorik ein und analysiert deren Verfahren zur Textkonstituierung und Beweisführung als historische Basis für moderne Ansätze.

III. Stephen Toulmins Argumentationsmodell: Dieser Hauptteil präsentiert detailliert das Argumentationsschema von Toulmin mit seinen sechs Kategorien, ergänzt durch praktische Beispiele und eine kritische Auseinandersetzung mit der Anwendbarkeit des Modells.

IV. Schlussbemerkung: Stephen Toulmin und das Enthymem: Die Schlussbemerkung resümiert die Überlegenheit des Toulminschen Modells gegenüber dem klassischen Syllogismus bei der Analyse dynamischer Sprechakte in der Alltagssprache.

Schlüsselwörter

Argumentation, Rhetorik, Stephen Toulmin, Argumentationsmodell, Beweisführung, Syllogismus, Enthymem, Claim, Warrant, Backing, Data, Alltagsargumentation, Textanalyse, Sprechakt, Logik

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evolution der Argumentationstheorie von der antiken Rhetorik bis zum modernen Argumentationsmodell von Stephen Toulmin.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die klassische Rhetorik, die Struktur der Beweisführung sowie die detaillierte Analyse und Anwendung des Toulminschen Modells.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Stephen Toulmin auf die Argumentationstheorie aufzuzeigen und zu untersuchen, ob sein Modell einen Erkenntnisgewinn gegenüber klassischen Schlussverfahren bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen vergleichenden methodischen Ansatz, der die historische Herleitung der klassischen Rhetorik mit der funktionalen Analyse des Toulminschen Modells kontrastiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung rhetorischer Grundlagen und die umfassende Erläuterung der sechs Kategorien des Toulmin-Schemas inklusive deren Anwendungsproblematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Argumentation, Rhetorik, Claim, Warrant, Backing, Syllogismus und Alltagsargumentation beschreiben.

Warum betont der Autor die Bedeutung der Kategorie "Backing"?

Die Kategorie Backing gilt als Toulmins größtes Verdienst, da sie die Notwendigkeit unterstreicht, Schlussregeln nicht als absolut vorausgesetzt, sondern durch stützendes Wissen zu rechtfertigen.

Inwiefern unterscheidet sich das Toulmin-Modell vom klassischen Syllogismus?

Im Gegensatz zur statischen Form des Syllogismus repräsentiert Toulmins Modell die gedankliche Dynamik eines Sprechakts und ist daher besser auf die Analyse komplexer Alltagsargumentationen zugeschnitten.

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Details

Title
Argumentation - Von der klassischen Rhetorik zum Argumentationsschema Stephen Toulmins
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Romanistik - Sprachwissenschaft)
Course
HS Textuelle Verfahren des Spanischen
Grade
2,0
Author
Astrid Schaumberger (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V76992
ISBN (eBook)
9783638813082
ISBN (Book)
9783638814461
Language
German
Tags
Argumentation Rhetorik Argumentationsschema Stephen Toulmins Textuelle Verfahren Spanischen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Astrid Schaumberger (Author), 2003, Argumentation - Von der klassischen Rhetorik zum Argumentationsschema Stephen Toulmins, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76992
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