Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Institut für Philosophie
Lehrstuhl für Philosophie I
Seminar: Cusanus, "De docta ignorantia"
'HU:LVVHQVEHJULII
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von
Tobias Zell
Sommersemester 2001
Tobias Zell
Alle Denkwege führen in Richtung Wahrheit,
aber keiner endet am Ziel.
Eine der vielen Ursachen dafür ist,
dass schon der Begriff Wahrheit nicht fassbar ist.
Wo sich die Wahrnehmungen ändern,
ändert sich auch die Wahrheit. Vielleicht gibt es nur eine erlebbare Wahrheit,
dort nämlich, wo viele Wege sich treffen,
die in entgegengesetzte Richtungen führen.
(Frieder Lauxmann)
3
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1. Zur Einführung
2. Zu Entstehung und Inhalt von "De docta ignorantia"
2.1. Der Blitz der Erkenntnis
2.2. Aufbau des Werkes
3. Belehrte Unwissenheit - Wissendes Nicht-Wissen
3.1. Ich weiß, dass ich nichts weiß
3.2. Die cusanische Erkenntnistheorie
3.3. Der Zusammenfall der Gegensätze im Unendlichen
3.4. Negative Theologie und unfassbarer Gott
4. Der unendliche Weg des Erkennens - die belehrte Unwissenheit als Ziel
5. Zur Gotteserkenntnis
6. Die belehrte Unwissenheit als hermeneutischer Zirkel?
7. Schlussbetrachtungen
Als Nachwort ein Essay: Vom Beginn einer neuen Zeit
Literaturverzeichnis
4
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In "De docta ignorantia", seinem ersten philosophischen Werk, hat Nikolaus von Kues seine bleibenden Grundgedanken festgehalten. Für viele gelten die drei Bände auch als Hauptwerk des Kusaners. Abgeschlossen hat Cusanus seine "belehrte Unwissenheit", die er Kardinal Julian Cesarini widmete, am 12. Februar 1440 zu Kues an der Mosel.
In dem Werk legt Cusanus zwei zentrale Themen seiner Philosophie und Theologie dar. Zum einen stellt er den Zusammenfall der Gegensätze heraus. Dieser sei nur in Gott möglich, wobei Jesus Christus das Bindeglied zwischen Gott und der Welt sei. Die Welt sei stufenweise geordnet, vom Höchsten bis hin zum Niedrigsten. In diesem Zusammenhang tritt auch die Vorliebe des Cusanus für mathematische Denk- und Ausdrucksweisen zu Tage. Derer bedient er sich besonders, wenn es darum geht, die Probleme des unendlich Großen und unendlich Kleinen zu bewältigen und auszudrücken.
Der zweite Schwerpunkt, den Cusanus in "De docta ignorantia" einbettet, ist der, der dem Werk seinen Namen gibt: Die belehrte Unwissenheit - das Wissen um das eigene Nicht-Wissen. Nach Cusanus wird ein Mensch gerade dadurch umso gelehrter, je mehr er um sein eigenes Nicht-Wissen weiß. Das Wissen um das Nicht-Wissen ist also das Ziel. Denn, so Cusanus, wenn uns diese Absicht gelingt, dann haben wir die belehrte Unwissenheit erreicht, die er ausgibt.
Das philosophische Werk des Cusanus ist zugleich ein Dokument für den Wandel scholastischen Denkens hin zum Geist des Humanismus der Renaissance. 1 Damit gehört Cusanus zu den "Wegbereitern der Neuzeit" 2 - wenngleich sein Einfluss zunächst dürftig war. Denn Nikolaus von Kues ist mit seiner Annahme, das Gott das Absolute und das Zentrum aller Überlegungen ist, noch ganz dem Mittelalter verhaftet. Auf der Gegenseite zieht Cusanus aber einen wichtigen Schluss: Die von den antiken Philosophen getroffene Unterscheidung zwischen den Himmelskörpern
1 Vgl. u. a.: Volpi, Franco / Nida-Rümelin, Julian (Hg.): /H[LNRQ GHU SKLORVRSKLVFKHQ :HUNH Stuttgart: Alfred Kröner Verlag 1988 (= Kröners Taschenausgabe, Band 486), S. 101. Im Folgenden: Volpi.
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und der Erde, zwischen himmlischer und irdischer Materie, ist unhaltbar. Mit diesem Ansatz bereitet Cusanus bereits die kopernikanische Wende vor - vorweg genommen hat er sie, entgegen einiger Stimmen, wohl eher nicht. 3 Ähnlich beurteilt Wilhelm Totok die cusanische Philosophie. Sie sei "eine Philosophie des Übergangs". 4 Und sie sei zum einen der Abschluss des mittelalterlichen Denkens, zum anderen der Beginn des neuzeitlichen Denkens. 5
"De docta ignorantia" behandelt das Wissen von Gott unter der Bezeichnung des absolut Größten und des absolut Kleinsten sowie der Koinzidenz des Größten und Kleinsten, während der Begriff der "docta ignorantia" selbst gerade die Grundstruktur der Erkenntnis Gottes skizziert. Die belehrte Unwissenheit ist demnach das Ziel und die Vollendung, die jedes Vernunftwesen anstrebt. Im Folgenden soll die "belehrte Unwissenheit", die Cusanus in seinem Werk "De docta ignorantia" darlegt, näher betrachtet werden. Dabei geht es zum einen um die Gliederung des Werks, die Konzeption des Begriffs der belehrten Unwissenheit und deren Herleitung. Ebenso von Bedeutung wird auch sein, wie Cusanus durch seine Ausführungen einen Wissensbegriff definiert und - vielleicht - auch konstruiert und entwickelt.
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Das 15. Jahrhundert war die Zeit der Entdeckungen, der großen Seefahrten, der Erfahrung fremder Kulturen sowie der Ausbildung des Bürgertums. Im Jahr 1437/38 reiste Cusanus von Venedig aus nach Konstantinopel, der Hauptstadt des oströmischen Reiches und Sitz des Patriarchen der - seit knapp vier Jahrhunderten von der römischen Kirche getrennten - griechisch-orthodoxen Kirche. Cusanus
3 Vgl. Volpi, S. 101f.
4 Totok, Wilhelm: +DQGEXFK GHU *HVFKLFKWH GHU3KLORVRSKLH %DQG 0LWWHODOWHU. Frankfurt/Main 1973, S. 601. Im Folgenden Totok.
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gehörte einer Gesandtschaft im Auftrag von Papst Eugen IV. an, die die Vereinigung mit der Westkirche, wenn auch nicht unbedingt herbeiführen, so doch zumindest vorbereiten sollte. Zum weiteren Hintergrund: Knapp zwei Jahre später, am 6. Juli 1439, wurde die Vereinigung der Ostkirche mit Rom Wirklichkeit, ohne jedoch von langer Dauer zu sein. Nur 14 Jahre danach, am 29. Mai 1453, eroberten die Türken Konstantinopel und besiegelten so gleichermaßen den Untergang des oströmischen Reiches wie des byzantinischen Patriarchats.
Zurück zu Cusanus. Dieser Delegations-Reise kann meines Erachtens doppelte Bedeutung zugemessen werden. Zum einen spiegelt die Beteiligung des Cusanus an dieser Delegation dessen Idee von weltweiter Toleranz 6 wider, die sowohl andere Zweige des Christentums als auch nicht-christliche Religionen nicht ausschließt. So legt Cusanus in dem später verfassten Werk "De docta ignorantia" eben dar, dass die unterschiedlichen Namen und Bezeichnungen, die die Religionen ihrem Gott geben, nur verschiedene "Ausfaltungen der eingefalteten Fülle des unaussprechlichen Namens" seien. 7
Zum Zweiten zeigt diese Reise für Cusanus noch eine weitere Dimension dar. Denn die Idee vom Zusammenfall der Gegensätze (coincidentia oppositorum) ist Cusanus nach eigenen Aussagen auf hoher See und eben auf dieser Reise gekommen. Als er sich per Schiff auf der Rückreise von Konstantinopel befand, habe er auf das Meer hinaus geblickt und die Erkenntnis gehabt. Später hat Nikolaus von Kues diesen
6 Josef Stallmach bezeichnet etwa die cusanische Schrift 'HU)ULHGHLP*ODXEHQ als "Toleranz-Schrift". Vgl. dazu: Stallmach, Josef: (LQKHLWGHU5HOLJLRQ±)ULHGHXQWHUGHQ5HOLJLRQHQ=XP=LHOGHU*HGDQNHQIKUXQJ LP 'LDORJ 'HU )ULHGH LP *ODXEHQ. In: Haubst, Rudolf (Hg.): Der Friede unter den Religionen nach Nikolaus von Kues. Akten des Symposions in Trier vom 13. bis 15. Oktober 1982. Mainz: Matthias- Grünewald-Verlag1984 (= Mittelungen und Forschungsbeiträge der Cusanus-Gesellschaft, Band 16), S. 61 -75. Im Folgenden: Stallmach (Einheit der Religion), hier: S. 63. In diesem Zusammenhang vergleicht Stallmach auch die 7KHRORJLHGHU5HOLJLRQHQ mit 8WRSLD von Thomas Morus. Er schreibt in Fußnote 10 (S. 63): "Im Unterschied zu der gut ein halbes Jahrhundert später entstanden 8WRSLD (1516) des (nach seinem gewaltsamen Tode heilig gesprochenen) THOMAS MORUS (1480-1535), der in der 'utopischen' Schilderung seines Idealstaates auch das Idealbild eines 'Friedens im Glauben' entwirft. Dabei finden sich zwar auch manche Anklänge an die cusanische Vision, im ganzen [sic!] tritt jedoch die :DKUKHLWVIUDJH der XQLWDV, der einen wahren Religion und der zukünftigen Einheit der Menschheit in der einen wahren Universalreligion (die für Cusanus bei aller Großzügigkeit in der Tolerisierung verschiedener 'Riten' - vgl. 'HSDFH 16, N. 60; S. 56, Z. 13-19; 18, N. 66; S. 61, Z. 5-9 - nur die christliche sein kann) ganz zurück von der /HEHQVIUDJH der SD[ (unter Menschen verschiedener Religionen)."
7 Vgl. Kues, Nikolaus von: 'LH EHOHKUWH 8QZLVVHQKHLW %XFK ,. Lateinisch-deutsche Parallelausgabe. Übersetzt und mit Vorwort herausgegeben von Paul Wilpert. 4., erweiterte Auflage, besorgt von Hans Gerhard Senger. Hamburg: Felix Meiner Verlag 1994 (= Philosophische Bibliothek, Band 264a / Schriften des Nikolaus von Kues in deutscher Übersetzung, Heft 15). Im Folgenden: DDI, I. Hier: DDI, I, Kapitel 25.
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Moment wohl "mit allen Topoi eines Erweckungserlebnisses ausgestattet" 8 . Die Einsicht sei ihm direkt vom Vater der Lichter zugefallen. Dieser "bescheiden- unbescheideneVerweis auf eine göttliche Erleuchtung verschleiert kaum, wie sehr diese Intuition seiner Genialität geschuldet ist". 9
Abgeschlossen hat Cusanus "De docta ignorantia" am 12. Februar 1440. Er widmete dieses Werk, auf das er sehr viel Mühe aufgewendet hatte, seinem Gönner und Freund, Kardinal Julian Cesarini, dem er nach eigener Aussage diese "Denkmethode in theologischen Dingen" 10 vorlegte. Am Ende seines Werkes bekräftigt Cusanus in einem Brief an Cesarini noch einmal, der Kardinal möge empfangen, "was ich schon längst auf den verschiedenen Wegen der Lehrmeinungen intensiv zu finden versucht habe, jedoch nicht finden konnte, als bis ich bei meiner Rückkehr aus Griechenland auf dem Meerweg dahin gelangtemeiner Meinung nach durch ein Geschenk des Himmels vom Vater der Lichter, von dem alle gute Gabe kommt -, das Unbegreifliche in nicht begreifender Weise in belehrter Unwissenheit zu erfassen im Übersteigen der unvergänglichen Wahrheiten, die nach menschlicher Erkenntnisweise nur erkennbar sind". 11
Bereits während der Konzeption der dreibändigen Schrift soll eine zweite, ergänzende Abhandlung geplant gewesen sein; nämlich das zweite philosophische Hauptwerk "Die Mutmaßungen". Dieses Projekt wurde dann aber nicht in der Form realisiert, in der es bis zur Niederschrift der "Docta ignorantia" angedacht war. 12
8 Bretz, Martina: Die wunderbare Leichtigkeit des Schweigens. Zum 600. Geburtstag des Nikolaus von Kues. Beitrag vom 19.05.2002. Im Internet unter: www.berlinonline.de. Aus dem Online-Archiv der Berliner Zeitung (12.07.2002). Im Folgenden: Bretz, hier S. 2.
9 Bretz, S. 2.
10 DDI, I , 1. Das erste Kapitel des ersten Bandes gilt als Widmung des Autors an Kardinal Julian Cesarini.
11 Kues, Nikolaus von: Die EHOHKUWH 8QZLVVHQKHLW %XFK ,,,. Lateinisch-deutsche Parallelausgabe. Zweite, verbesserte Auflage, übersetzt und mit Einleitung, Anmerkungen und Register herausgegeben von Hans Gerhard Singer. Mit einem Anhang zur Geschichte der Überlieferung der Docta ignorantia von Raymond Klibansky. Hamburg: Felix Meiner Verlag 1999 (= Philosophische Bibliothek, Band 264c / Schriften des Nikolaus von Kues in deutscher Übersetzung, Heft 15). Im Folgenden: DDI, III, hier: Brief des Autors an den Herrn Kardinal Julian.
12 Vgl. dazu Koch, J.: 'LH$UVFRQLHFWXUDOLVGHV1LNRODXVYRQ.XHV. Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Geisteswissenschaften Heft 16, Köln-Opladen 1956 und: Wilpert, P.: .RQWLQXXPRGHU4XDQWHQVSUXQJEHL1LNRODXVYRQ.XHV, Wissenschaft und Weltbild 16 (1963), S. 102-112.
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Das Werk "De docta ignorantia" von Nikolaus von Kues liegt in Form von drei Büchern vor. In dem abschließenden Brief des Autors an Kardinal Julian Cesarini legt Cusanus selbst die Aufteilung bzw. Gliederung seines Werkes dar. "In diesen tiefen Geheimnissen muss aber alles Bemühen unseres menschlichen Geistes verweilen, damit er sich zu jeder Einfachheit erhebt, in der die Gegensätze zusammenfallen" 13 , schreibt er und ergänzt: "Darum bemüht sich der Gedankenentwurf des ersten Buches." 14 Der zweite Band "entwickelt daraus ein paar Gedanken über das Universum, die über den üblichen Weg der Philosophen hinausgehen und für viele neu sein werden". 15 Den dritten und letzten Band habe Cusanus schließlich "über Jesus" 16 geschrieben.
Mit anderen Worten könnte man urteilen, dass das erste Buch der Gotteslehre, das zweite der Schöpfungslehre und das dritte der Christologie gewidmet ist. 17 Nikolaus von Kues gibt dazu folgende Einführung. "Im ersten Buch wird mein Bemühen darauf gerichtet sein, dieses Größte, an das alle Völker in unerschütterlichem Glauben als an Gott glauben, in einer es nicht fassenden Weise zu erfragen, die alles Denken des menschlichen Verstandes übersteigt." 18 Von diesem Größten, das von Cusanus als "absolutes Sein" 19 bezeichnet wird, stammt "auch die universale Einheit des Seins. Neben dem Absoluten erhält auch sie die Bezeichnung des Größten und hat als Universum eingeschränktes Sein. Über dieses Größte, das heißt über das Universum, möchte ich im zweiten Buch einige Bemerkungen nachtragen". 20 Der Brückenschlag von dem Größten, das als Absolutes uneingeschränkt ist und Gott genannt wird, und dem Größten, das als universale Einheit eingeschränkt ist und
13 DDI, III, Brief des Autors an Kardinal Julian Cesarini.
14 Ebd.
15 Ebd.
16 Ebd.
17 Vgl. dazu u. a. im Internet: www.uni-siegen.de/~ifan/ungewu/heft6/node6.html (12.07.2002).
18 DDI, I, 2 (S. 11).
19 Ebd.
20 DDI, I, 2 (S. 13).
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Universum heißt, gelingt durch "jenes Größte, das eingeschränkt und zugleich absolut ist, und das wir Jesus, den stets Gebenedeiten, nennen". 21
Ohne dass es in der Gliederung und Aufteilung von "De docta ignorantia" zum Ausdruck kommt, liefert Cusanus darüber hinaus einen hermeneutischen Verweis: "Wer aber den Sinn erfassen will, der muss, statt auf den Literalsinn zu achten, seinen Geist über die Wortbedeutung erheben. Denn die Worte lassen sich nur schwer solchen geistigen Geheimnissen anpassen." 22
Und hinsichtlich der mathematischen Erläuterungen und Spekulationen, derer sich Cusanus umfassend bedient, schreibt er: "Auch die Beispiele wollen nur als Anleitungen verstanden sein, deren richtigen Anwendung im Übersteigen liegt, das die Anschaulichkeit hinter sich lässt und den Leser frei macht zum Aufstieg zur einfachen geistigen Schau." 23
Nikolaus von Kues zielt darauf ab, beim Leser eine Denkbewegung in Gang zu setzen. Eine Denkbewegung freilich, die sich in der Erkenntnis vollendet und ausdrückt, "dass die genaue Wahrheit im Dunkel unserer Unwissenheit in der Weise des Nichterfassens aufleuchtet. Das ist die belehrte Unwissenheit, die wir gesucht haben". 24 Im Folgenden soll nun diese Denkbewegung nachgezeichnet werden, wofür vor allem das erste Buch von "De docta ignorantia" von großer Bedeutung sein wird.
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Als Martin Heideggers Schüler einst seinen Begriff der Entschlossenheit in Frage stellten - oder zumindest kritisierten -, meinten sie: Wir sind entschlossen, wir wissen nur nicht wozu. Ähnlich könnte es Nikolaus von Kues mit seinem Ansatz von der belehrte Unwissenheit oder dem Konzept vom wissendem Nicht-Wissen
22 DDI, I, 2 (S. 13).
23 DDI, I, 2 (S. 13).
24 DDI, I, 26 (S. 113).
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Tobias Zell, 2002, Der Wissensbegriff in De docta ignorantia (Die belehrte Unwissenheit) von Nikolaus von Kues, München, GRIN Verlag GmbH
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