Inhalt
Ideenschau als Aufhebung des Willens 3
Leben als Leiden und gehemmtes Sterben 3
Leben zwischen Not und Langeweile 3
Die unterschiedlichen Mittel gegen Not und Langeweile 4
Jedem sein individuelles Maß an Leiden 4
Das negative Glück 5
Die drei Extreme des Menschenlebens 5
Funktion der Religion 5
Literatur 7
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Ideenschau als Aufhebung des Willens
Auch der normale Mensch besitzt auch die Fähigkeit, sich in die Dinge zu versenken und so die Ideen zu schauen. Jedoch nur für sehr kurze Zeit, im Gegensatz zum Künstler. Aus Kunstwerken lassen sich die Ideen leichter schauen, weil der Künstler sie von aller Unreinheit und Unvollkommenheit, wie sie in der Natur auftritt, befreien kann. Der Künstler braucht Genie, um die Ideen wahrzunehmen, und technisches Geschick, um sie dann vermitteln zu können.
Woher kommt das Wollen? - Es entspringt aus den Bedürfnissen und ist damit Leiden. Da das Sich-Verlieren in den Dingen (Ideenschau) die Loslösung vom Willen bedeutet, ist der Mensch in diesen Augenblicken für kurze Zeit vom Leiden befreit. (TwoInOne-Shampoo) Die Natur bietet Objekte, die sich zur Ideenschau besonders anbieten. Deshalb hat der Blick auf die freie Natur auch seine wohltuende Wirkung. Ideenschau ist dort besonders leicht. Wenn sich das Subjekt vom Willen löst, ist es reines Subjekt des Erkennens. An die Stelle der Welt als Wille tritt dann die Welt als Vorstellung.
Leben als Leiden und gehemmtes Sterben
Grundsätzlich ist Leben „gehemmtes Sterben“, da Gegenwart ständig Vergangenheit wird, der Mensch aber nur in der Gegenwart existiert. Jeder Atemzug, jede Nahrungsaufnahme, jede Stunde Schlaf ist ständiger Kampf mit dem Tod, dem wir letztlich erliegen. Leben bedeutet zu leiden in dem Sinne, dass wir Bedürfnisse (wollen) und diese Leiden verursachen. Wollen = Bedürfnisse haben = Leiden
Leben zwischen Not und Langeweile
Wenn der Wille unbefriedigt ist, leiden wir. Wenn er befriedigt ist, dann tritt ein neues Bedürfnis auf. Bei Befriedigung aller Bedürfnisse entsteht Langeweile. Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten: Not zu leiden oder Langeweile. Dem entsprechen Hölle und Himmel. Da in der Hölle gelitten wird, bleibt für den Himmel nur die Langeweile.
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Arbeit zitieren:
2000, Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung, München, GRIN Verlag GmbH
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