Inhaltsverzeichnis
1 Einführung. 5
2 Grundlagen. 6
2.1 Unternehmensfinanzierung. 6
2.2 Finanzierungsalternativen. 6
2.2.1 Innenfinanzierung. 6
2.2.2 Außenfinanzierung. 7
2.2.3 Eigenkapital versus Fremdkapital. 8
2.3 Anleihen. 9
2.3.1 Grundlagen 9
2.3.2 Arten von Anleihen. 10
2.4 Mezzaninekapital. 12
2.4.1 Grundlagen. 12
2.4.2 Hybridanleihen. 13
3 Hybridanleihen als Finanzierungsinstrument. 13
3.1 Vor der Emmission. 13
3.2 Beurteilung durch Ratingagenturen. 14
3.3 Bilanzielle Auswirkungen von Hybridanleihen. 16
3.4 Verzinsung von Hybridanleihen. 17
3.5 Chancen und Risiken für den Emittenten. 18
4 Hybridanleihen als Investment. 19
4.1 Vorbetrachtung eines Investments. 19
4.2 Chancen eines Investments. 20
4.3 Risiken eines Investments. 21
5 Fallbeispiele. 22
5.1 Bayer. 22
5.2 Otto. 24
5.3 TUI. 24
6 Fazit. 26
2
Abbildungsverzeichnis
Finanzierungsmatrix 8
Definition klassischer Ratingskalen. 16
Chart der Bayer Hybridanleihe (WKZ A039Z7) vom 01.12.2005 bis 01.05.2007. 23
3
Abk ürzungsverzeichnis
AktG. Aktiengesetz
EURIBOR. European Interbank Offered Rate
EZB. Europäische Zentralbank
HGB. Handelsgesetzbuch
IFRS...............................................................International Financial Reporting Standards
LIBOR. London Interbank Offered Rate
WACC. Weighted Average Cost of Capital
4
1 Einführung
Bei der Kapitalbeschaffung stehen Unternehmen vor der anspruchsvollen Aufgabe, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Finanzierungsformen miteinander zu verbinden, um eine kostenoptimale Finanzierung zu sichern, die die Bonität nicht gefährdet und keinen Verlust an Einfluss bei der Unternehmensführung bedeutet. Bereits im England des 18. Jahrhundert wurden Anleihen emittiert, die sich durch ihre lange Laufzeit von anderen Anleihen abhoben. Die langen Laufzeiten waren es, die ihnen eine Stellung zwischen Eigen- und Fremdkapital einbrachten und deshalb auch Hybridanleihen genannt werden.
Doch die Unterschiede zu klassischen Anleihen sind noch umfangreicher, zumal sich Hybridanleihen, je nach Zielsetzung des Emittenten, teilweise stark in ihrer Ausgestaltung unterscheiden.
Die Arbeit befasst sich mit der Einordnung des Themas Hybridanleihen in der gesamten Finanzwirtschaft und grenzt diese von klassischen Anleihen ab. Es wird beschrieben, warum eine variable Zuordnung von Hybridanleihen zum Eigen- oder Fremdkapital möglich ist und stellt Risiken sowie Chancen bei der Emission vor. Im dritten Teil der Arbeit werden Hybridanleihen aus der Sicht der Investoren analysiert. Auch hierbei werden Stärken und Schwächen eines Investments genannt. Durch die Fallbeispiele im vierten Teil soll dargestellt werden, wie Hybridanleihen in die Praxis wirken.
5
2 Grundlagen
2.1 Unternehmensfinanzierung
„Die Lehre der Finanzwirtschaft der Unternehmung befasst sich mit Theorie und Technik der Kapitalaufbringung und Kapitalanlage 1 .“ Die Kapitalaufbringung befasst sich mit den Finanzierungsarten und deren zweckmäßiger Kombination, mit der Ermittlung des Kapitalbedarfs sowie der Bestimmung der Kapitalkosten und der kostenopitmalen Finanzierung. 2
Bei der Kapitalanlage wird untersucht, welche und in welchem Umfang Vermögensteile beschafft werden und wie lange die Anlagedauer sein soll. „Auf dem Absatzmarkt veräußerte Waren und Dienstleistungen führen zu Umsatzerlösen. Diese Umsatzerlöse bilden den Schwerpunkt des Finanzzuflusses für einen betrieblichen Finanzfonds. [...] Ein weiterer Zufluss kann jedoch auch über den Kapitalbeschaffungsmarkt erfolgen. Finanzmittel fließen der Unternehmung von außen zu und zwar in Form von Eigen- respektive Fremdmitteln.“ 3
2.2 Finanzierungsalternativen
2.2.1 Innenfinanzierung
Um Finanzierungsalternativen zu beschreiben, kann man als Beurteilungskriterium die Herkunft der Finanzmittel oder die Rechtsstellung des Kapitalgebers wählen. Unterscheidet man die Möglichkeiten der Finanzierung nach der Herkunft der Finanzmittel, steht die Innenfinanzierung der Außenfinanzierung gegenüber. Die Rechtsstellung des Kapitalgebers als Unterscheidungskriterium teilt den Zufluss an Finanzmitteln in eigen- und fremdfinanziert auf.
„Innenfinanzierung meint, dass die betreffenden Zahlungsmittel dem Betrieb aus dem betrieblichen Prozess heraus, also aus der Verwertung der vom Unternehmen erstellten Leistungen am Markt, zur Verfügung stehen oder gestellt werden 4 .“
1 Zitat nach: Perridon, Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 2004, S. 8
2 Vgl. Perridon, Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 2004, S. 8
3 Zitat nach: Busse, Grundlagen der betrieblichen Finanzwirtschaft, 2003, S. 8
4 Zitat nach: Peters, Brühl, Stelling, Betriebswirtschaftslehre Einführung, 2002, S.75
6
Erfolgt die Innenfinanzierung mit Eigenkapital, spricht man auch von Selbstfinanzierung. Die Beschaffung und Bereitstellung von Finanzmitteln aus dem Verkauf betrieblicher Leistungen, bis zur Höhe des für die Erstellung und Verwertung der betreffenden Leistungen bewerteten Gütereinsatzes, heißt Rückflussfinanzierung. 5 Wird ein Teil der zufließenden Zahlungsmittel aus den Verkauf betrieblicher Leistungen zur Selbstfinanzierung verwendet, der den Gegenwert des für die Erstellung und Verwertung der betreffenden Leistung erfolgten Gütereinsatzes übersteigt, liegt eine Überschussfinanzierung oder Gewinnthesaurierung vor. 6
Die Innenfinanzierung aus Fremdkapital entspricht der Selbstfinanzierung insofern, als dass der der Zufluss der Finanzmittel aus dem Verkauf von betrieblicher Leistungen herrührt. Jedoch besteht bei dieser Finanzierungsvariante auf den betreffenden Teil des Rückflusses ein Rechtsanspruch Dritter. Man spricht daher auch von der Finanzierung aus Rückstellungsgegenwerten. Rückstellungen gelten als Teil des Fremdkapitals. Sie sind stets zweckgebunden, jedoch in ungewisser Höhe oder zu einem nicht bestimmten Zeitpunkt fällig. Die gebundenen finanziellen Mittel stehen dem Unternehmen jedoch bis zum Fälligkeitszeitpunkt zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür sind Pensionsrückstellungen. 7
2.2.2 Außenfinanzierung
Die Außenfinanzierung stellt Zahlungsmittel zur Deckung des Kapitalbedarfs eines Unternehmens lösgelöst vom betrieblichen Prozess zur Verfügung und ist somit das Gegenteil zur Innenfinanzierung. Auch in diesem Rahmen kann zwischen Finanzierung mit Eigen- und Fremdkapital unterschieden werden.
Im Falle der Außenfinanzierung mit Eigenkapital spricht man auch von Beteiligungsfinanzierung. Diese Form der Finanzierung liegt immer dann vor, wenn dem Unternehmen finanzielle Mittel von den Eigentümern zur Verfügung gestellt werden. Neben der Einzahlung des Gründungskapitals zählen hierzu auch alle Formen der Kapitalerhöhung von emissionsfähigen Unternehmen mit Börsenzugang. 8
5 Vgl. Peters, Brühl, Stelling, Betriebswirtschaftslehre Einführung, 2002, S. 79
6 Vgl. Peters, Brühl, Stelling, Betriebswirtschaftslehre Einführung, 2002, S. 80
7 Vgl. Peters, Brühl, Stelling, Betriebswirtschaftslehre Einführung, 2002, S. 81
8 Vgl. Peters, Brühl, Stelling, Betriebswirtschaftslehre Einführung, 2002, S. 82
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Arbeit zitieren:
Andreas Ehspanner, 2007, Hybridanleihen als Finanzierungsinstrument, München, GRIN Verlag GmbH
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