Gliederung:
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2.1 Philosophische Aspekte des Begriffes
2.2 Gegenstand der Motivationspsychologie
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3.1 Möglichkeiten der Definition
3.2 Motivation und Motiv
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4.1 Erklärung durch Instinkte
4.2 Das Triebkonzept Freuds
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5.1 Voraussetzungen
5.2 Besonderheiten der motivationspsychologischen Linie
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0RWLYDWLRQ - das ist ein vielseitiger und oft verwendeter Begriff. Gibt man den Terminus
beispielsweise in eine Standard-Suchmaschine im Internet ein, so erhält man auf Anhieb die beeindruckende Zahl von über 300.000 Treffern von Seiten, auf denen davon die Rede ist. 1 Ein kurzer Überblick über das Angebot sagt nichts und zugleich doch auch sehr viel: Zum Einen mischt sich qualitativ minderwertiges Material mit seriöseren Inhalten, zum Anderen zeigt aber gerade die ganze Breite der Angebotspalette, wie schwierig dieser Ausdruck differenziert zu fassen ist.
Genau das ist der Punkt an dem diese Hausarbeit ansetzen wird. Als Grundlage stützt sie sich - aus ersichtlichem Grund auf das Medium Internet verzichtend - auf die vorliegende gedruckte Literatur.
Hierbei stellt sie im ersten Schritt soll kurz die philosophischen Wurzeln der Motivationspsychologie dar. Danach wird geklärt, was genau unter 0RWLYDWLRQzu verstehen ist, auch im Hinblick auf einen weiteren Begriff, dem des 0RWLYHV. Im Weiteren werden dann
allgemein zwei psychologischen Analyseperspektiven skizziert, um dann mit einer Zusammenfassung zu schließen.
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Um dem Begriff der Motivation gerecht zu werden, muss man verstehen, wie stark eine mögliche Definition oder gar eine Kritik daran auf die Wurzeln des Motivationsdiskurses innerhalb der Philosophie zurückverweist.
In entscheidender Weise wird das Wesen des Ausdrucks über die Einstellung der Forschung zu Fragen der Willensfreiheit und des Verhältnisses von Körper und Geist geprägt. 2 Mit diesen Fragen setzte sich bereits die antike Philosophie auseinander, jedoch sind für die Motivationspsychologie zwei jüngere Konzepte von größerer Bedeutung, die von Descartes und Darwins. Beide gehen von einem rationalistischen Menschenbild aus, das den Menschen als mit Geist versehene Maschine betrachtet. 3
1So bei Google (www.google.de) am 01.08.2002.
2Beck R. C.: Motivation. Theories and Principles, New Jersey² 1983, S. 3-12. 3Weiner B.: Human Motivation. Methaphors, Theories and Research, London 1992, S. 1-17.
3
Daraus haben sich zwei Theoriekomplexe zur Motivation entwickelt. Eines das die Handlungen des Menschen als unbewusst und außengesteuert erklärt, und ein anderes, das den Menschen als selbstbestimmtes Wesen untersucht. Es geht also, um es schlagwortartig zu sagen, um die Auseinandersetzung zwischen einer mechanistischen oder einer kognitionsbasierten Sichtweise menschlicher Handlungen. 4
Dieser Dualismus im Bereich der Motivationspsychologie wird durch die Erkenntnisse aus der Psychopathologie relativiert: Verhalten wird demnach sowohl durch selbständige innere Mechanismen, wie Triebe und andere „Funktionen der seelischen Apparate“ 5 aktiviert, aber durch Vernunft und Gedächtnis gelenkt. 6
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Bei dem Ausdruck Motivation steht die Erklärung von Verhalten im Mittelpunkt. Es dabei erfassbar gemacht werden, wodurch es ausgelöst, aufrechterhalten, verändert oder angehalten wird. 7 Drei Elemente werden dazu untersucht: die Person - ihre Bedürfnisse, Motive und Ziele - , die Umwelt mit ihren Anreizen, die Wechselwirkung zwischen Person und Umwelt. 8 Hier ist der Zusammenhang zum Themenfeld des Lernens sichtbar, da die Art wie dies definiert wird - kognitiv oder mechanistisch - die Ansicht bestimmt. 9 Genauso wie bei Lernen handelt es sich bei Fragestellungen der Motivationspsychologie um die Untersuchung interner Vorgänge und Variablen, 10 die aber aus geäußerten Verhaltensweisen und deren Reizbedingungen versucht zu ergründen. 11
Weiter steht im Blickfeld, warum ein bestimmtes Verhalten zwischen verschiedenen Personen, oder auch innerhalb ein und derselben, auftritt und wie es mit Personenmerkmalen oder einer speziellen Lebenssituation korreliert. 12 Allgemein zusammengefasst will die Motivationspsychologie also erklären, wodurch „Richtung, Ausdauer und Intensität von
4Vgl. Beck 1983, S. 18-19.
5Thomae H.: Einführung, in: Thomae H. (Hg.): Die Motivation menschlichen Handelns, Köln/ Berlin 3 1966, S. 14. 6Ebd.
7Beck 1983, S. 18-19; Hoppe-Graff S./ Keller B. (Hg.): Phillip G. Zimbardo: Psychologie, Berlin u.A. 5 1992, S. 344.
8Heckhausen H.: Motivation und Handeln, Berlin² 1989, S. 4f. 9Beck 1983, S. 17-18.
10Hoppe-Graff/ Keller: Zimbardo 1992, S. 344-345. 11Thomae 1966, S. 14.
12Rheinberg F.: Motivation, Stuttgart u. A.² 1997, S. 10-11.
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Arbeit zitieren:
Felix Hessmann, 2002, Eine kurze Darstellung der Motivationspsychologie und des Motivationsbegriffs, München, GRIN Verlag GmbH
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