Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
I Vorwort 3
II Der muslimische Kalender 5
II 1 Das muslimische Jahr 7
II 2 Die muslimischen Monate 8
II 3 Wochen und Tage 9
II 4 Schlusswort 10
III Die Javanische Zeitrechnung 10
III 1 Die neptu 12
III 2 Die javanischen Monate und Wochen 13
IV Literaturverzeichnis 16
2 NA
I. Vorwort
Gebet beim Anblick des Neumondes
O du gehorsames Geschöpf,
unermüdlich dahineilend, wandernd durch die Häuser des Geschicks, dich bewegend in der Sphäre der Planung! Ich glaube an den, der das Dunkel erleuchtet durch dich und die Finsternis erhellt mit dir, und der dich zu einem Zeichen Seines Königtums gemacht hat und zu einem Kennzeichen Seiner Herrschaft, und der dich erniedrigt durch Zunehmen und Abnehmen, durch Aufgehen und Untergehen, durch Erhellung und Verfinsterung.
In all diesem bist du Ihm gehorsam und flink, Ihm zu Willen zu sein.
Preis sei Ihm! Wie wunderbar ist, was Er für dich geordnet hat, und wie subtil, was Er für dich gemacht hat! Denn Er hat dich gemacht zum Schlüssel für einen neuen Monat, für ein neues Geschehen! Ich bitte Gott, meinen Herrn und deinen Herrn, meinen Schöpfer und deinen Schöpfer, meinen Schicksalslenker und deinen Schicksalslenker, meinen Former und deinen Former, dass Er Muhammad und seine Familie segne, und dass Er dich mache zu einem Monde voll Segen, einem Segen, den die Tage nicht auswischen können, und einer Reinheit, welche Sünden nicht besudeln können, zu einem Monde der Sicherheit vor Unheil und des Unversehrtseins durch Übel, zu einem Monde von Glück ohne Unglück, von Wohlsein ohne Plagen,
3
von Erleichterung ohne Beimischung von Schwerem, von Gutem, unbefleckt von Bösem, zu einem Monde der Sicherheit und des Glaubens, der Huld, der Wohltat und des Wohltuns, des Vertrauens und der Ergebung! O Gott, segne Muhammad und seine Familie Und mache uns zu solchen, die am meisten voll Frieden sind unter allen, über die dieser neue Mond aufscheint, und zu den Reinsten unter denen, die auf ihn blicken, und zu den Glücklichsten, die Dich in ihm anbeten, und gib uns in ihm Erfolg bei der Reue, und schütze uns in ihm vor Frevel, und bewahre uns davor, uns gegen Dich aufzulehnen, und teile uns in ihm Danksagung zu für Deine Gnadengaben, und kleide uns in ihm in den Schutzpanzer der Gesundheit, und mache Deine Huld für uns vollkommen, indem Du unseren Gehorsam vollkommen machst, denn Du bist der Allgütige, der Liebenswerte! Und segne Muhammad und seine reine, gute Familie!
Zain al-Àbidin, Urenkel Muhammads (gest. 735)
Die islamische Welt überspannt den halben Globus und reicht von Afrika bis nach Südostasien. Die muslimische Weltanschauung und Kultur haben im Laufe der Expansion des Islams zu einer der führenden Weltreligionen auf etliche Staaten Einfluss genommen und sich mit dem muslimischen Kalender auch auf deren Zeitrechnung ausgewirkt. Dabei orientiert sich der muslimische Kalender alleine am Mond als einzigem Zeitmesser und misst diesem damit eine für die muslimische Chronologie maßgebliche Rolle bei, wie obiges Zitat veranschaulicht.
Die folgende Hausarbeit zur mittelalterlichen Chronologie beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Entstehung des muslimischen Kalenders. Weiterhin wird am Beispiel der javanischen
4
Zeitrechung aufgezeigt, inwiefern der muslimische Kalender auch die Zeitrechung anderer, geographisch weit entfernter Kulturen, verändert hat.
II. Der muslimische Kalender
Der muslimische Kalender geht auf das Wirken des ersten islamischen Propheten Mohammed zurück und war Teil seiner tiefgreifenden Reformen, mit denen er das arabische Volk weg vom alten Glauben und den alten Traditionen hin zum Islam führen wollte.
Hierbei muss allerdings gesagt werden, dass der Kalender der Moslems nicht allein Mohammeds Werk gewesen ist, sondern in seinen Grundformen bereits in vorislamischer Zeit auf der arabischen Halbinsel bestanden hat. So leiten sich zum Beispiel die islamischen Monatsnamen direkt von den bereits älteren, in der Volkstradition gebräuchlichen Namen der Monate ab, die vermutlich auf einzelne Naturereignisse innerhalb eines Jahres hinweisen sollten (vgl. Ginzel, 1906, S. 239).
Über den Kalender der alten Araber soll aus Platzgründen hier nicht in aller Ausführlichkeit berichtet werden, es soll aber gesagt sein, dass man in der modernen Forschung eher von einer regionalen Zersplitterung und einem uneinheitlichen Kalenderwesen in der vorislamischen Zeit ausgeht. So sind zum Beispiel auch mehrere Versionen für die gebräuchlichen Monatsnamen im altarabischen Kalenderwesen von den arabischen Gelehrten (beispielsweise von Al-Masudi 1 ) überliefert.
Mohammeds wohl wichtigste Änderung am alten Kalenderwesen war die Abschaffung der sogenannten Nasaa. Diese „Verschiebungen“ waren von den alten Arabern als eine Art unvollkommen regulierter Schaltmodus gebraucht worden, um die schweren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastungen, die sich aus der Abfolge der sogenannten „heiligen Monate“ ergaben, zu verringern. Drei dieser heiligen Monate folgten nämlich direkt aufeinander und minderten so die Lebensgrundlage der hauptsächlich vom Kriegshandwerk lebenden arabischen Stämme beträchtlich (vgl. Ginzel, 1906, S. 243ff.). In seiner Sure 9,37 verbot Mohammed im „[...] zweiten Jahr der Hidschra, der „Auswanderung“, [...]“ jedwede Art von Schaltung (Schimmel, 2002, S.11).
Er schrieb dort: „Siehe, das Verschieben (des Monats Moharrem auf den Monat Safar) ist eine Mehrung des Unglaubens. Die Ungläubigen sind hierdurch irregeführt. Sie erlauben es in einem Jahr und verwehren es in einem anderen Jahr, damit sie die Anzahl der von Allah geheiligten (Monate) ausgleichen und so erlauben, was Allah verwehrt hat [2] . Ausgeputzt ist ihnen das Böse ihres Tuns; aber Allah leitet nicht die Ungläubigen.“
5
Quote paper:
Jeremy Iskandar, 2006, Der muslimische Kalender, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Jeremy Iskandar's text Der muslimische Kalender is now available as a printed book
Jeremy Iskandar has published the text Der muslimische Kalender
Jeremy Iskandar has uploaded a new text
Die islamischen Wissenschaften aus Sicht muslimischer Theologen
Quellen, ihre Erfassung und ne...
Bülent Ucar, Ismail H. Yavuzcan
Kleine Geschichte der Zeitrechnung und des Kalenders
Leofranc Holford-Strevens, Christian Rochow
The Politics of Religion in Indonesia: Syncretism, Orthodoxy, and Reli...
Michel Picard, Ra(c)My Madinier, R. My Madinier
Notfallbegleitung für Muslime und mit Muslimen
Ein Kursbuch zur Ausbildung Eh...
Thomas Lemmen, Nigar Yardim, Joachim Müller-Lange
0 comments