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Die Wortfeldtheorie

Title: Die Wortfeldtheorie

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Larissa Neuefeind (Author)

Didactics for the subject French - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Namhafte Forscher haben sich bereits der Wortfeldforschung gewidmet, welche sich mit der Aufteilung von Wörtern in Felder beschäftigt, die wiederum hierarchisch gegliedert in einem Gefüge existieren. Jost Trier gilt im Allgemei-nen als Begründer der Feldtheorie. Er stellte sich in seinen Studien zwei bedeu-tende Fragen: 1.) Welche Umstände, Anzeichen und Merkmale geben uns das Recht, ein Feld anzunehmen? und 2.) Was kann die Linguistik mit dem Feld anfangen?

Diesen Fragen sollen u. a. in dieser Arbeit nachgegangen werden, die das Ziel hat, den Weg zu einem sprachlichen Feld aufzuzeigen. Hierfür werden die An-fänge der Wortfeldtheorie, aber auch Kritik an dieser Theorie dargestellt. Als Hauptvertreter der Wortfeldtheorie wird neben Jost Trier, der aufgrund seiner Erkenntnisse und Verdienste in der Wortfeldforschung am ausführlichsten dar-gestellt werden soll, auch auf Gunther Ipsen und auf Leo Weisgerber, der die Theorie Triers weiterentwickelte und sie populär machte, eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge der Wortfeldtheorie

2.1. Ferdinand de Saussure

2.2. Die Herkunft des Feldkonzepts

3. Der Feldgedanke im 20. Jahrhundert

3.1. Das Bedeutungsfeld von Ipsen

3.2. Jost Trier

3.3. Leo Weisgerber

3.4. Stimmen zur Kritik an der Wortfeldtheorie als Gesamtkonzeption

4. Einblick in die heutige Strukturelle Wortfeldforschung und deren Probleme

5. Zusammenfassung

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die historische Entwicklung der Wortfeldtheorie innerhalb der Linguistik, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, die Definition eines sprachlichen Feldes sowie dessen Funktion für die Bedeutungsstruktur im Wortschatz zu ergründen.

  • Grundlagen der strukturellen Sprachbetrachtung nach Ferdinand de Saussure
  • Die Entwicklung und Ausprägung des Feldgedankens durch Jost Trier
  • Weiterführung und Differenzierung der Theorie durch Leo Weisgerber
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Wortfeldtheorie als wissenschaftliches Modell

Auszug aus dem Buch

3.2. Jost Trier

In Triers sehr bekanntem Werk der Wortfeldforschung aus den beginnenden dreißiger Jahren letzten Jahrhunderts „Der deutsche Wortschatz im Sinnbezirk seines Verstandes. Die Geschichte eines sprachlichen Feldes“, untersucht Trier eine Gruppe von begrifflich miteinander verbundenen Wörtern, wobei dieser erste Teil die althochdeutsche und mittelhochdeutsche Periode bis zur Blütezeit umfasst.

Die Feldbetrachtung Triers ist „diachronischer Herkunft“ und sie ist aus einer „praktischen Notwendigkeit“ hervorgegangen, „keineswegs aus allgemeinsprachwissenschaftlichen oder gar sprachphilosophischen Überlegungen“. Triers Meinung kann die Feldlehre aufgrund ihrer Entstehung als weiterentwickelte Onomasiologie gelten.

Um die Feldvorstellung Triers besser einordnen zu können, wird nun auf seine Gedanken zur Sprach- und Bedeutungsforschung eingegangen, die er in seinem Aufsatz „Deutsche Bedeutungsforschung“ darlegt. Darin stellt Trier die Frage, worin sich die beiden Richtungen prinzipiell unterscheiden würden. Die Bedeutungsforschung beschäftigt sich für ihn ganz klar auch mit Inhalten, jedoch mit Inhalten von Wörtern, welche für ihn immer ein Stück Sprachinhalt bedeuten. Die Hauptthese Triers hierbei ist, dass ein Wort auch immer im „zusammenhängenden Ganzen der Sprache“ seinen Platz hat. Wenn man nun nur die Bedeutung eines einzelnen Wortes versucht zu analysieren, reiße man es laut Trier aus seinem Gesamtzusammenhang heraus und verfälsche es dadurch nur. Dieses Problem führt Trier auf den Bedeutungsbegriff an sich zurück, bei dem eben immer eine Verbindung vom Wort zum Inhalt besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Wortfeldforschung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rechtfertigung und dem Nutzen des Feldkonzepts in der Linguistik.

2. Die Anfänge der Wortfeldtheorie: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Vorläufer sowie das für die strukturelle Sprachbetrachtung maßgebliche Zeichenkonzept von Ferdinand de Saussure.

3. Der Feldgedanke im 20. Jahrhundert: Hier werden die Hauptvertreter Jost Trier und Leo Weisgerber sowie die zentralen Kritikpunkte an der theoretischen Gesamtkonzeption detailliert analysiert.

4. Einblick in die heutige Strukturelle Wortfeldforschung und deren Probleme: Das Kapitel widmet sich den neueren Ansätzen der Wortfeldforschung, insbesondere dem Modell von Eugenio Coseriu und den methodischen Herausforderungen.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert den Stellenwert der Wortfeldtheorie als lexikologisches Instrument und schließt mit einem Beispiel aus der Sprachwirklichkeit.

6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet alle in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literaturhinweise auf.

Schlüsselwörter

Wortfeldtheorie, Jost Trier, Leo Weisgerber, Strukturelle Semantik, Sprachsystem, Ferdinand de Saussure, Bedeutungslehre, Wortschatz, Diachronie, Synchronie, Onomasiologie, Lexematik, Inhaltskontinuum, Sprachwissenschaft, Feldkonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt die Entstehung und Entwicklung der Wortfeldtheorie als Teilgebiet der strukturellen Semantik.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen die theoretischen Beiträge von Jost Trier, Gunther Ipsen und Leo Weisgerber sowie die kritische Reflektion dieser Modelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Weg zum „sprachlichen Feld“ aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Wörter in Bedeutungsgruppen systematisiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, um die verschiedenen Ansätze der Feldtheorie gegenüberzustellen und einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Feldgedanken im 20. Jahrhundert, der Rolle des Sprachsystems und der Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Kritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Wortfeldtheorie, strukturelle Semantik, Feldkonzept, synchronische und diachronische Betrachtung.

Warum spielt Ferdinand de Saussure eine so wichtige Rolle für das Verständnis der Arbeit?

Saussure gilt als Wegbereiter der strukturellen Sprachbeschreibung, deren Erkenntnis, dass Sprache ein System von Zeichen ist, die spätere Feldtheorie erst ermöglichte.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Leo Weisgerber von der seines Vorgängers Jost Trier?

Weisgerber übernimmt Triers Feldbegriff, erweitert ihn jedoch durch eine differenziertere Schichtung, etwa durch die Einführung drei- oder mehrdimensionaler Felder.

Warum wird die Wortfeldtheorie in der heutigen Linguistik teilweise kontrovers diskutiert?

Kritiker bemängeln Schwierigkeiten bei der Auffindung der Außengrenzen von Feldern sowie eine mangelnde Deckung der Theorie mit der sprachlichen Realität.

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Details

Title
Die Wortfeldtheorie
College
University of Stuttgart  (Institut für Linguistik/Romanistik)
Course
Proseminar Semantik
Grade
2,0
Author
Larissa Neuefeind (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V77604
ISBN (eBook)
9783638830843
ISBN (Book)
9783656545811
Language
German
Tags
Wortfeldtheorie Proseminar Semantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Larissa Neuefeind (Author), 2004, Die Wortfeldtheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77604
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