Inhaltsverzeichnis
0. Zusammenfassung 3
1. Einleitung 4
1.1 Fragestellung 4
1.2 Vorgehensweise 5
2. Was ist Wissen 6
2.1 Wissensformen 7
2.2 Die Frage nach Wissenskonstruktion 9
2.3 Kurze Geschichte der Frage nach Wissenserwerb 9
2.4 Was ist Konstruktivismus 11
3. Konstruktivismus in der Schule 14
4. Was ist schulische Individualisierung 18
5. Individualisierung als Wegbereiter für konstruktivistische
Wissenskonstruktion Beantwortung der Fragestellung 21
6. Persönliches Resümee Abschliessende Gedanken 22
7. Quellenverzeichnis 24
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0. Zusammenfassung
Konstruktivismus als gängiges Paradigma in vielen Disziplinen hat auch in der Pädagogik längst einen wichtigen Part übernommen.
Die vorliegende Arbeit möchte darlegen, ob schulische Individualisierung die Erkenntnisse und Paradigmen (welche eigentlich keine sein dürfen) des Konstruktivismus unterstützt.
Die Arbeit geht kurz und gründlich auf immanente Teilaspekte ein; Was ist Wissen? Was ist Konstruktivismus? Was ist Individualisierung? Diese und andere Fragen werden geklärt.
Zum Schluss wird eine Mögliche Antwort auf die für diese Arbeit grundlegende Arbeit gegeben.
„Ein Konstruktivist, der sich auf einem Berg verlor, sagte einem Rettungstrupp, als der ihn fand: "Ich danke euch, dass ihr mich erfunden habt." von Bert Hellinger im Buch „Entlassen werden wir vollendet“ auf Seite 74
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1. Einleitung
In meiner Soziologiearbeit Wst.05 habe ich mich mit den Zusammenhängen und Widersprüchen der gesellschaftlichen und schulischen Individualisierung auseinandergesetzt. Nun interessiert mich, inwiefern die schulische Individualisierung mit den Prozessen der Wissenskonstruktion zusammenhängt. Ich bin der Meinung, dass das Verständnis der Individualisierung in ihren verschiedenen Formen für einen kompetenten Umgang in und mit Sozialstrukturen, wie auch schulspezifischen Abläufen von eminenter Wichtigkeit ist. Daraus resultiert mein Interesse an diesem Bereich. Den Aspekt der Individualisierung im Lichte der Wissenskonstruktion zu betrachten, stellt einen wichtigen Teilbereich schulischer Individualisierung dar. Sich sicher zu sein, dass die Unterrichtsstrukturen, die Lernkultur die man lernen und lehren möchte, auch zum gewünschten Ziel führt, ist wichtig für die eigene Motivation und die Vertretung gegen aussen.
1.1 Fragestellung
Dass die Individualisierung in der Schule eine logische Konsequenz der gesellschaftlichen Individualisierung darstellt, konnte im Rahmen der Arbeit im Fachbereich Soziologie 1 festgestellt werden. Nun kann man sich fragen, ob vor der Freisetzung der Menschen aus institutionellen und sozialen „Zwängen“ die Möglichkeit steht, sich seiner wahren Wissenskonstruktion zu bedienen. Eine logische Folge des Votums von Immanuel Kant: „Bediene dich deines Verstandes“. Diese Frage zu beantworten würde den Rahmen dieser Arbeit in mehrfacher Hinsicht sprengen. Die Fragestellung hier; „Individualisierung als Wegbereiter für konstruktivistische Wissenskonstruktion?“ soll aufzeigen, ob die schulische Individualisierung abgestimmt ist auf die Erkenntnisse der Lernpsychologie und der pädagogischen Psychologie.
1 Die angesprochene Arbeit ist im Portfolio unter 4 zu finden.
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1.2 Vorgehensweise
Das zweite Kapitel geht der Frage nach, was Wissen ist, bestimmt verschiedene Wissensformen und erhellt den Bereich der Wissenskonstruktion aus historischer Sicht. Unter 2.4 wird der radikale Konstruktivismus expliziert. In der Schule wird von einem universalen Konstruktivismus ausgegangen. Was das heisst, legt das dritte Kapitel offen. Schulische Individualisierung und ihre Bedeutung sind das Thema im vierten Kapitel, bevor im fünften Kapitel die Fragestellung beantwortet und somit der Zusammenhang zwischen einer konstruktivistischen Sicht von Wissensaufbau und Individualisierung in der Schule, erstellt wird. Abgeschlossen wird die Arbeit durch ein persönliches Resümee.
In Zitaten sind Anmerkungen des Autors mit (…BH) gekennzeichnet. Wenn Skripte aus dem AD Unterricht zitiert werden, sind diese mit der Literaturangabe „V.M.“ gekennzeichnet. Die Nummer ist als Übersicht für das Verzeichnis gedacht.
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2. Was ist Wissen?
Nähert man sich der Frage, wie Wissen entsteht, ist es wichtig, sich erst bewusst zu sein, was Wissen heisst oder heissen kann. Befragt man das Internet, stösst man an prominenter Stelle auf Wikipedia. Dort kann man folgendes lesen: „Wissen ist Information, derer sich eine Person, Organisation oder eine andere Gruppierung gegenwärtig ist. ‘Wissen’ ist abgeleitet vom althochdeutschen Verb ‘wissan’, das seinerseits von ‘gesehen haben’ kommt, was auch etymologisch auf die Begründetheit verweist. Für den Begriff des Wissens findet sich seit der Antike im philosophischen und wissenschaftlichen Diskurs keine exakte und alle Aspekte umfassende anerkannte Definition, vielmehr gibt es zahlreiche, häufig ähnliche Definitionen, die jeweils abhängig vom Standpunkt des Definierenden formuliert sind. Seit dem 20. Jahrhundert wird der Begriff zunehmend auch aus dem Blickwinkel der Informatik betrachtet. Als kleinster gemeinsamer Nenner lässt sich folgende Aussage formulieren: Dem Wissen liegen Informationen zugrunde, oder anders formuliert: Wissen ist behaltene (gespeicherte) Information.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Wissen, Stand: 19.02.07).
Die Kurzdefinition, welche am Schluss des Zitates aus Wikipedia steht, erscheint für pädagogisch didaktische Belange einen wichtigen Kern zu enthalten: den der behaltenen Information. Man könnte, wie oben angetönt, noch viele weitere Definitionen von Wissen anführen. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, werden noch zwei weitere Möglichkeiten aufgezeigt. Die erste stammt aus Unterlagen des Didaktikunterrichts von Victor Müller: „Auf objektiven und/oder subjektiven Gründen beruhende Überzeugungen vom tatsächlichen Bestehen von konkreten Gegebenheiten (z.B. Gegenstände, Vorgänge, Sachverhalte) oder ideellen Gegenständen (z.B. Logik, Mathematik, Ethik, Religion) sowie von deren Bedeutung, Funktion und Zusammenhängen. Wissen kann auf eigene Erfahrung im engeren (z.B. auf eigene Wahrnehmung) und weiteren Sinn bauen (z.B. Lektüre…), auf Kommunikation, kritischer
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Reflexion, auf Denken (Urteilen, Schlussfolgern), auf Erinnerungen bzw. bereits bestehenden Einsichten in oder Ansichten über die ‘Natur’ der Gegebenheiten und ihrer Zusammenhänge.“ (V.M. 1) Die folgende Definition wurde im Internet gefunden: „Wissen ist das Ergebnis der Verarbeitung von Informationen durch das Bewusstsein und kann als verstandene Information bezeichnet werden. Wissen ist die Vernetzung von Informationen, welche es dem Träger ermöglicht, Handlungsvermögen aufzubauen und Aktionen in Gang zu setzen. Es ist das Resultat einer Verarbeitung der Information durch das Bewusstsein.“ (http://www.robertfreund.de/wissensoekonomie/was%20ist%20wissen.htm, Stand: 19.02.07).
Es macht mehr Sinn, nicht nach dem Wissen zu fragen, sondern nach verschiedenen Typen von Wissen. Im folgenden Kapitel wird dies getan:
2.1 Wissensformen
Wie unter 2. bereits angetönt, kann man nicht von dem Wissen an und für sich sprechen. Im Folgenden werden Wissensarten aufgelistet und kurz erläutert. Die Erläuterungen stammen größtenteils aus dem bereits zitierten Skript von Victor Müller:
„Wissenskategorien“ (V.M. 1, S. 2)
• Praktisches Wissen, das aus Erfahrung resultiert.
• Theoretisches Wissen, als Ergebnis des Denkens.
• Explizites Wissen, sprachlich artikulierbares, verständnisabhängiges, sequenzielles (nacheinander, fortlaufendes) Wissen.
• Implizites Wissen, nicht direkt artikulierbares, in hohem Masse von Erfahrungen abhängiges, gleichzeitiges Wissen (vgl. ebd., S. 2).
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Arbeit zitieren:
Beat Hochrieser, 2007, Individualisierung als Wegbereiter für konstruktivistische Wissenskonstruktion?, München, GRIN Verlag GmbH
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