Hausarbeit
Das Konzept des Benchmarking
Fachgebiet: Betriebswirtschaftslehre Fertigungswirtschaft/Produktion
Vorgelegt von: Tobias Hartmann
Rückgabetermin: 01.07.2007
Inhaltsverzeichnis ... II
Abbildungsverzeichnis ... III
Tabellenverzeichnis ... III
Abkürzungsverzeichnis ... IV
1. Einleitung ... 1
2. Theoretische Analyse des Benchmarkings ... 4
2.1 Entwicklungsgeschichte des Benchmarkings ... 4
2.2 Abgrenzung Benchmarking zu artverwandten Managementinstrumenten ... 7
2.3 Grundtypen des Benchmarkings ... 8
2.3.1 Benchmarking-Objekt ... 8
2.3.2 Benchmarking-Partner ... 9
2.3.3 Benchmarking-Maßstab ... 9
2.4 Funktionen und Ziele des Benchmarkings ... 10
2.5 Arten des Benchmarkings ... 12
2.5.1 Internes Benchmarking ... 13
2.5.2 Externes Benchmarking ... 14
2.5.2.1 Marktbezogenes Benchmarking ... 15
2.5.2.2 Branchenbezogenes Benchmarking ... 16
2.5.2.3 Branchenunabhängiges Benchmarking ... 17
2.6 Vorgehensweise beim Benchmarking ... 19
2.6.1 Phase der Zielsetzung ... 20
2.6.2 Phase der internen Analyse ... 21
2.6.3 Vergleichsphase ... 22
2.6.4 Erarbeitung von Maßnahmen ... 23
2.6.5 Umsetzungsphase ... 24
2.7 Erfolgsfaktoren des Benchmarkings ... 25
3. Zusammenfassung ... 28
Literaturverzeichnis ... V
Anhangverzeichnis ... VII
1. Einleitung
„Wenn du deinen Feind kennst und dich selbst, brauchst du den Ausgang von hunderten Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst und den Feind nicht, wirst du für jeden Sieg auch eine Niederlage einstecken. Wenn du weder den Feind kennst noch dich selbst, wirst du jedes Mal unterliegen.“1
Den Nutzen von der Analyse des Feindes erkannte schon vor mehr als 2500 Jahren der chinesische Kriegsgeneral Wu Sunzi. Doch was hat ein 2500 Jahre altes Zitat mit modernen Managementtechniken zu tun und was bedeutet eigentlich der Begriff „Benchmarking“, der zurzeit als Schlagwort in aller Munde ist?2 Oder handelt es sich hierbei nur um einen in der deutschen Sprache so gern genutzten Anglizismus? Mit diesen Fragen und dem eigentlichen Sinn und Zweck des Benchmarkings befasst sich diese Arbeit, denn Benchmarking ist weit mehr als ein Anglizismus für einen Betriebsvergleich. In der heutigen Zeit müssen sich die Unternehmen stärker als in der Vergangenheit den verschärften Marktbedingungen anpassen, so werden beispielsweise die Produkte immer homogener und die Kunden fordern in wesentlich kürzeren Abständen Produktinnovationen, so dass sich die Amortisationszeit eines Produktes ebenfalls verkürzen muss.3 Verschärft werden diese Anforderungen durch einen stetig steigenden Druck zur Kostenminimierung bei gleichzeitig steigender Qualität.4 Unter diesen Marktbedingungen kann ein Unternehmen folglich langfristig nur am Markt überleben, wenn es -wie in Abb.1 dargestellt- die Durchlaufzeiten- und Innovationszeiten bei verbesserter Qualität verringert und die Kosten senkt.5 Das Erkennen von Verbesserungspotential im Bereich der Prozessorganisation ist daher von unschätzbarem Wert, um diesen Marktanforderungen gerecht werden zu können.6 Häufig taucht in diesem Zusammenhang, sowohl in der Literatur, als auch in der Unternehmenspraxis der Begriff des Benchmarkings auf. Jedoch existiert keine einheitliche Definition für dieses Instrument zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, obwohl es erstmalig bereits 1979 bei der US-amerikanischen Firma Xerox Corporation angewandt wurde und sich seitdem zu einem gängigen Managementinstrument entwickelt hat. Am zutreffendsten und prägnantesten hat allerdings David T. Kearns (CEO, Xerox Corporation) das Benchmarking als „[…] the continuous process of measuring products, services, and practices against the thoughest competitors or those companies recognised as industry leaders“7 bezeichnet.
Folglich vergleicht sich ein Unternehmen mit dem besten Unternehmen (BIC) der Branche oder auch global und branchenübergreifend, um die Differenzen zwischen dem eigenen Unternehmen und dem BIC-Unternehmen herauszufinden. Dieser Vergleich findet jedoch i.d.R. auf Ebene einzelner Prozesse, Produkte oder Praktiken statt. Der Prozess des Benchmarkings geht allerdings weit über einen klassischen Kennzahlenvergleich hinaus, denn dieser ist nur der erste Schritt des Benchmarkings. Anschließend müssen die Gründe für die Leistungsunterschiede herausgefunden werden und daraufhin müssen Verbesserungspotentiale für das eigene Unternehmen entwickelt werden. 8 Ziel des Benchmarkings ist folglich nicht nur die Prozessunterschiede anhand von Messgrößen herauszuarbeiten, sondern die sog. „best practice“ in das eigene Unternehmen zu implementieren, um genauso gut, oder noch besser zu werden als der Benchmarking- Partner. Dass es sich bei diesem Konzept nicht nur um ein reines Kopieren der Prozesse von anderen Unternehmen handelt, drückt der Satz „Das Kopieren ist ein Glücksspiel. Man muß auch die Theorie dessen verstehen, was man tun möchte.“9 des US-amerikanischen Wirtschaftspioniers W. Edwards Deming aus. Des Weiteren können die meisten „best practices“ nicht eins zu eins implementiert werden, sondern müssen den speziellen Erfordernissen des Unternehmens angepasst werden.10
[...]
1 Sunzi (2001), S. 12
2 vgl. Förster, A./ Kreuz, P. (2007), S. 125
3 vgl. Jung, B. (2002), S. 19
4 vgl. Weber, J./ Wertz, B. (1999), S. 7
5 vgl. Töpfer, A. (1997), S. 32f.
6 vgl. Sabisch, H./ Tintelnot, C. (1997), S. 11ff.
7 Camp, R.C. (1994), S. 13
8 vgl. Weber, J./ Wertz, B. (1999), S. 10
9 Watson, G. H. (1993), S. 20f.
10 ebenda
Arbeit zitieren:
Tobias Hartmann, 2007, Das Konzept des Benchmarkings, München, GRIN Verlag GmbH
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