Gliederung:
Gliederung: 2
1. Einleitung 3
2. Internetressourcen für den Geisteswissenschaftler 5
2.1 Digitale Volltexte 5
2.2 Nachschlagewerke 6
2.3 Linksammlungen 7
3. Geisteswissenschaftliche Internetdienste 9
3.1 Bibliographien 9
3.2 Elektronische Zeitschriften 9
3.3 Mailinglisten 10
4. Publizieren wissenschaftlicher Arbeiten im Internet 11
4.1 Möglichkeiten des Publizierens im Internet 11
4.2 Vorteile der Publikation im Internet 11
4.3 Nachteile der elektronischen Publikation 13
4.4 Fazit 15
5. Gedruckter Text vs. Hypertext 16
6. Resümee und Ausblick 17
Literatur: 18
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1. Einleitung
Die Geisteswissenschaften umfassen einen großen Bereich an verschiedenen Disziplinen, zu denen unter anderem die Germanistik bzw. die Sprach- und Literaturwissenschaft, die Geschichtswissenschaft, die klassische Philologie, die Kunstwissenschaft, die Mediävistik, die Musikwissenschaft, die Theaterwissenschaft und die Theologie 1 zählen.
Bei den nachfolgenden Betrachtungen sollen repräsentativ für das Feld der Geisteswissenschaften speziell die Germanistik und die Geschichtswissenschaften im Mittelpunkt stehen.
Computer bestimmen zunehmend auch den Arbeitsalltag in den Geisteswissenschaften, die anfängliche Ablehnung und die massiven Vorbehalte hinsichtlich der Computerisierung scheint inzwischen nahezu überwunden zu sein. Weiterhin herrscht aber eine starke Skepsis hinsichtlich des Internets, sowie der kommunikativen Möglichkeiten der Vernetzung und den digital gespeicherten Wissensbeständen, die dieses zu leisten im Stande ist 2 .
Vor allem diejenigen, die im Medium Buch und seiner Kultur die eigentliche Grundlage unserer intellektuellen Zivilisation und der Fähigkeit zu logischem und eigenständigen Denken sehen, stehen weiterhin krass konträr zu den Visionären, die auf lange Sicht dem Internet eine Vernetzung der Gesellschaft und somit eine demokratischere Form des Wissenszugangs prophezeien, und auf diesem Weg das Buch mit seiner linearen Ausrichtung des Denkens eher als Hemmschuh sehen 3 . Die Zukunft mag hier eventuell eine Entwicklung bringen, die zur goldenen Mitte hin tendiert, eine eingehende Analyse der differenzierenden Grundauffassungen würde an dieser Stelle aber zu weit vom Thema wegführen und auch den Bereich der Geisteswissenschaften überschreiten, der hier im Vordergrund stehen soll.
1 Vgl.: Url.: http://de.wikipedia.org/wiki/Geisteswissenschaften (Letzter Zugriff: 13.09.2006).
2 Vgl.: Rainer Baasner: Digitalisierung -Geisteswissenschaften -Medienwechsel? Hypertext als fachgerechte Publikationsform. In: Jahrbuch für Computerphilologie 1 (1999),
Url.: http://computerphilologie.tu-darmstadt.de/jahrbuch/jb1/baasner.html (Letzter Zugriff: 16.09.2006).
3 Vgl.: Gesine Boesken: Lesen am Computer - Mehrwert oder mehr Verwirrung? Untersuchungen zur Konkurrenz zwischen Buch und Hypertext. In: Jahrbuch für Computerphilologien 4 (2002), Url.: http://computerphilologie.tu-darmstadt.de/jg02/boesken.html (Letzter Zugriff: 17.09.2006).
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Vielmehr gilt es im Folgenden zu untersuchen, welche Möglichkeiten das Internet dem geisteswissenschaftlichen Nutzer Stand heute schon bieten kann, und welche für die Germanistik oder Geschichte relevanten Entwicklungen initiiert worden sind.
Generell lässt sich dabei konstatieren, dass das Internet dem Wissenschaftler als Präferenzen heute die Möglichkeiten der Recherche in Internetressourcen, der Information anhand Elektronischer Zeitschriften und Mailing-Listen, der Kommunikation in Foren, und der virtuellen Präsenz durch Publikationen im Internet offeriert, wobei für alle diese Optionen die große Geschwindigkeit des Netzes charakteristisch ist. Auf die genannten verschiedenen Aspekte gilt es in den folgenden Ausführungen näher einzugehen und dabei jeweils die Vor-und Nachteile der angebotenen Dienste zu beleuchten. Einen Sonderteil stellt der Vergleich von gedrucktem Text und Hypertext dar, der zum Abschluss der Ausarbeitungen nochmals den grundsätzlichen strukturellen Unterschied zwischen dem alten Medium Buch und dem neuen Medium Internet skizzieren soll. Die jeweils angeführten Internetadressen dienen dabei lediglich als exemplarische, zum Teil subjektiv selektierte Ausschnitte aus dem riesigen Angebot des World Wide Webs und erheben dadurch keineswegs automatisch einen Anspruch auf erhöhte Priorität gegenüber anderen Seiten.
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2. Internetressourcen für den Geisteswissenschaftler
2.1 Digitale Volltexte
Gerade elektronische Volltextarchive haben bei den Geisteswissenschaften zu einer gewissen Popularität des Internets beigetragen, da sie bei guter Qualität und sinnvollem Einsatz ein effektives Hilfsmittel für den Germanisten oder den Geschichtswissenschaftler darstellen. Die elektronischen Texte stellen zumeist noch Digitalisierungen älterer Print-Ausgaben dar, die Darbietungsform von Texten als digitale Konvolute gewinnt erst langsam an Bedeutung. Neben literarischen Texten gibt es im Internet auch umfangreiche andere Textsammlungen, wie etwa historische Quellen. Elektronische Volltexte finden sich dabei sowohl auf Privat-und Institutionsseiten, oder aber innerhalb umfangreicher Volltextarchive. Die Angebote sind meist kostenlos.
Digitale Dateien ermöglichen im Gegensatz zum Papier ein schnelleres Auffinden bestimmter Stellen sowie eine rasche und einfache Weiterverarbeitung am Computer. Vor allem die Motiv- oder Stichwortsuche eröffnet im digitalen Medium ungeahnte Möglichkeiten, erst Recht wenn der betreffende Text zitierfähig ist und somit das zeitaufwendige und fehlerlastige Abschreiben erspart. Trotz der Suchfunktionen ist für den Rezipienten weiterhin eine Art Doppelstrategie nötig, denn die Suche nach Stichwörtern kann das Lesen an sich keinesfalls ersetzen, schließlich kann die Motiv- und Begriffsuche mit digitalen Mittel nie ganz sicher gehen alle relevanten Fälle zu erfassen, da im Voraus nicht alle Varianten und Synonyme bedacht werden können. Man kann, um ein für die Germanistik typisches Beispiel zu geben, bei der Suche in einem Text nicht automatisch alle Metaphern oder andere Stilmittel herausfiltern, denn beispielsweise schließt das Untersuchen nach dem Wort Feuer und möglichen Metaphern innerhalb eines literarischen Werks im Vorfeld keinesfalls verwandte Wörter wie Brand, Flamme, Glut oder auch Verben wie brennen, lodern, flammen, sich verzehren usw, ein. Es gilt somit weiterhin auch den Text zu lesen. Notwendig ist also, wie oben erwähnt, eine Doppelstrategie, die folgendermaßen auszusehen hat: Beim Lesen fällt etwas auf, es erfolgt eine Suche nach Vergleichsstellen und daraufhin eine erneute Lektüre der Texte, die dabei aufgefallen sind. Nun neu gemachte Entdeckungen können dann wiederum für eine Suche genutzt werden.
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Martin Walter, 2006, Möglichkeiten der Nutzung des Mediums Internet in den Geisteswissenschaften unter besonderer Berücksichtigung der Disziplinen Germanistik und Geschichte, Munich, GRIN Publishing GmbH
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