Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Aspekte der Telearbeit
1.1 Klassische Definition der Telearbeit
1.2 Differenzierungsmerkmale von Telearbeit
1.3 Formen der Telearbeit
1.3.1 Teleheimarbeit
1.3.2 Alternierende Arbeit
1.3.3 Mobile Telearbeit
1.3.4 Telecenter
1.3.4.1 Satellitenbüro
1.3.4.2 Nachbarschaftsbüro
3. Organisatorische und personelle Aspekte der Telearbeit
3.1
Welche Vorteile bietet Telearbeit
3.1.1 Perspektiven für den Telearbeiter
3.1.2 Perspektiven für das Unternehmen
3.1.3 Perspektiven für die Region
3.2 Welche Befürchtungen bestehen
3.2.1 Mögliche soziale Isolation
3.2.2 Schlechtere Karrieremöglichkeiten
3.2.3 Fehlende Trennung von Beruf und Privatleben
3.3 Wie erhält man die Kommunikation zwischen den Beteiligten
3.4 Wer ist für Telearbeit geeignet
3.4.1 Welcher Mitarbeiter eignet sich für Telearbeit
3.4.2 Welcher Vorgesetzte eignet sich für Telearbeit
3.5 Wie befähigt man die Beteiligten zur Telearbeit
3.5.1 Befähigung der Telearbeiter
3.5.2 Befähigung der Vorgesetzten
3.6 Welche Tätigkeiten sind für Telearbeit geeignet
4. Umsetzung von Telearbeit in Unternehmen
1.4 Wie wird Telearbeit eingeführt
4.1.1 Wie gestaltet man die Arbeitsteilung
1.5 Anforderungen an Telearbeitsplätze
1.6 Die Wirtschaftlichkeit von Telearbeit
5. Zusammenfassung
5.1 Summery
6. Anhang
6.1 Literaturverzeichnis
6.2 Abkürzungsverzeichnis
6.3 Verzeichnis der Abbildungen
6.4 Glossar der Fachbegriffe
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1 EINFÜHRUNG
Was versteht man heute unter Telearbeit?
So wie die Erfindung der Dampfmaschine, welche die Industrielle Revolution ins Rollen brachte und Erwerbsarbeit grundlegend veränderte, wird Telearbeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts als die Arbeitsform der Zukunft diskutiert.
Telearbeit als Begriff ist schwer zu fassen, da die unterschiedlichsten organisatorischen und technischen Ausprägungen existieren.
Die klassische Definition der Telearbeit könnte verkürzt heißen:
Tätigkeiten an einem Computerarbeitsplatz außerhalb eines Unternehmens, der in der Regel eine Kommunikationsanbindung hat.
Telearbeit ist in Anlehnung an eCommerce bzw. eBusiness, als eWork zu sehen.
Laut einer Informationsschrift des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
„ Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts“ 1 ist „das Potential von Telearbeit in Deutschland bei weitem noch nicht erschlossen. Bisher gibt es erst rund 800.000 Telearbeitsplätze. Dem steht ein Gesamtvolumen von 2 bis 4 Millionen möglichen Telearbeitsplätzen gegenüber. Telearbeiterinnen und Telearbeiter machen in der Bundesrepublik nach einer Studie der Frauenhofer-Gesellschaft erst einen Anteil von 2,2 % am Arbeitskräftepotential aus, im Vergleich zu einem Anteil von 14 % in Großbritannien/ Irland und 8,7 % in den USA/ Kanada. Dabei ist auch hier die Beteiligung von Frauen unterproportional. Nur etwa 40 % der Telearbeiter sind Frauen.“
Neben den offiziell initiierten Telearbeitsprojekten, vor allem in größeren Firmen (wie zum Beispiel die Deutsche Telekom und der deutsche Personaldienstleister timepower – Personal – Dienstleistungen, die im Januar 1999 das erste Telearbeit Service Center in
Stendal(Sachsen – Anhalt) eröffnet haben 2 ), ist festzustellen, dass Telearbeit häufig nicht offen auftritt. Gerade kleinere Unternehmen wollen den Begriff Telearbeit vermeiden, um rechtliche und organisatorische Aufwendungen möglichst gering zu halten.
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2 ASPEKTE DER TELEARBEIT
Klassische Definition der Telearbeit
Telearbeit ist eine Erwerbstätigkeit, die außerhalb der Betriebsstätte des Arbeitgebers oder Auftraggebers erfolgt und neue Informations- und Kommunikationstechniken nutzt. Telearbeit ist kein Berufsbild (was ich arbeite!) sondern eine Organisationsform (wie ich arbeite!).
Das Bundeswirtschaftsministerium definiert Telearbeit in einer gleichnamigen Broschüre 3 folgendermaßen:
"Telearbeit ist jede auf Informations- und Kommunikationstechniken gestützte Tätigkeit, die ausschließlich oder alternierend an einem außerhalb des Betriebs liegenden Arbeitsplatz verrichtet wird (z.B. Privatwohnung, Nachbarschaftsbüro, Satellitenbüro, Telehaus, mobiler Arbeitsplatz), der mit der zentralen Betriebsstätte durch elektronische Kommunikationsmittel verbunden ist."
Thomas Metz 4 definiert Telearbeit so:
„Telearbeit ist mediengestützte dislozierte 5 Aufgabenbewältigung.“
Das Wirtschaftslexikon von Gabler 6 definiert Telearbeit folgendermaßen: „kommunikationstechnisch gestützte Heimarbeit bei Büroaufgaben, d.h. Büroarbeit, die zu Hause an Bildschirmgeräten geleistet wird; diese sind über ein Netzwerk mit allen für die einzelnen Tätigkeiten benötigten Kommunikationspartnern verbunden.“ Telearbeiter nutzen Computer, Telefon, Telefax sowie analoge oder digitale Datenfernübertragung, um die Verbindung zum Unternehmen oder Auftraggeber herzustellen.
Differenzierungsmerkmale von Telearbeit
Art der Tätigkeit: wiederholbar/gleichförmig, reaktiv, projektartig/koordinierend, Geschäftsprozess teilweise oder gesamt abdeckend Örtlich: häuslicher Telearbeitsplatz, ortsunabhängiger Telearbeitsplatz, Telearbeitszentren
permanent, alternierend, supplementär 7
Zeitlich:
Rechtlich: abhängig beschäftigter Telearbeiter, selbständiger Telearbeiter(Freelancer) Ausstattung: technisch, organisatorisch
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Formen der Telearbeit
Mitarbeiters.
• Isolierte Form der Telearbeit
• Alleiniger Ort der Arbeitsverrichtung ist die Wohnung des Telearbeiters Alternierende Telearbeit
herwechselt.
• Telearbeiter wechseln zwischen den Arbeitsstätten Büro und Wohnung des Telearbeiters Mobile Telearbeit
Kommunikationstechnik.
• Telearbeiter sind unabhängig vom Standort, wobei sich örtlich Schwerpunkte ergeben können wie Auto, Kundenräume, Büro oder Wohnung des Telearbeiters Telearbeitszentren
• Dezentrale, kollektive Organisationsform der Telearbeit
• Arbeitnehmer arbeiten in Gruppen in der Nähe ihrer Wohnung è
Satellitenbüro Bei einem Satellitenbüro handelt es sich um Büroräume einer Unternehmung, die sich in der
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è
Nachbarschaftsbüro
Nachbarschaftsbüros befinden sich wie Satellitenbüros in räumlicher Nähe zu den Wohnorten
• Zusammenschluss von rechtlich unabhängigen und räumlich getrennten Unternehmen und Personen via Telematik
• Einheitlicher Auftritt als Leistungsanbieter am Markt
3. ORGANISATORISCHE UND PERSONELLE ASPEKTE DER
TELEARBEIT
Perspektiven für den Telearbeiter
• Flexible Arbeitszeit
• Höhere Arbeitszufriedenheit
• Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf
• Einsparung von Fahrtkosten
• Zeitgewinn
• Selbständigkeit
• Eigenverantwortung
• Erleichterter beruflicher Wiedereinstieg(z.B. nach einer Schwangerschaft)
• Angenehme Arbeitsatmosphäre
Perspektiven für das Unternehmen
Das größte Potential der Telearbeit liegt in der Verbesserung der Geschäftsprozesse. Insbesondere in der Verbesserung der damit zusammenhängenden Kommunikationsbeziehungen einerseits und der Schaffung von zeitlichen und organisatorischen Freiräumen andererseits.
• Kosteneinsparung durch Reduzierung von Büroraum und Energie
• Senkung der Fluktuation/Fehlzeiten
• Eigenverantwortliches Arbeiten und höhere Mitarbeitermotivation
• Nutzung von Kreativitätspotentialen
• Steigerung der betrieblichen Flexibilität
• Verbesserte Geschäfts- und Kommunikationsprozesse sowie höhere Produktivität und Qualität
• Verbesserung des Arbeitgeber-Images
• Bessere Kundenorientierung
• Zeiteinsparung durch den Wegfall der Anfahrt zum Arbeitsplatz
6
Quote paper:
Claudia Wenke, 2002, Organisation von Telearbeit, Munich, GRIN Publishing GmbH
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