Wirtschaftswunderjahre - Konsumgesellschaft im Westen
von Katrin Fischer
Inhaltsverzeichnis
A) Wirtschaftswunderjahre - Jahre des Wandels S. 3
B) Das Wirtschaftswunder der 50-er Jahre S. 3-11
1. Geschichtlicher Hintergrund S. 3-4
2. Die Konsumgesellschaft im Westen - Konsumverhalten in den 50-er Jahren S. 4-11
2.1. Beginn einer "Fresswelle" nach den jahrelangen Hungerjahren S. 4-5
2.2. Boom der Bekleidungsindustrie S. 5-6
2.3. Anschaffung moderner Möbel und Haushaltsgeräte S. 6-8
2.4. Zunehmende Motorisierung S. 8-9
2.5. Entwicklung des Tourismus S. 9
2.6. Sportliche Erfolge S. 9-10
2.7. Das Einkommen in den 50ern S. 10-11
C) Jahre des Neubeginns S. 11
Literaturverzeichnis S. 13
A) Wirtschaftswunderjahre - Jahre des Wandels
Die 50-er Jahre sind in Deutschland jene Jahre, in denen das Leben wieder anfängt. Die schwere Nachkriegszeit ist endgültig vorbei und es geht langsam wieder bergauf.
Die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft - man spricht vom Wirtschaftswunder der 50-er Jahre - verändert das Leben der Menschen in Deutschland. Die florierende Wirtschaft verschafft den Bürgern nicht nur wieder eine Zukunftsperspektive, sondern bringt ihnen auch den verlorenen geglaubten Lebensmut zurück.
Wie sich die neue Lebenskraft in der Gesellschaft des ausgehungerten Nachkriegsdeutschland auswirkt, wird im Folgenden dargelegt. Zunächst noch eine kurze Zusammenfassung über den geschichtlichen Hintergrund des Wirtschaftswunders.
B) Das Wirtschaftswunder der 50-er Jahre
1. Geschichtlicher Hintergrund
Den historischen Hintergrund für das Wirtschaftswunder der 50-er Jahre bildet das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Auf die unmittelbaren Nachkriegsjahre soll nicht genauer eingegangen werden. Die Ausführung beginnt mit den Ereignissen im Jahr 1948, das für den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands am ausschlaggebendsten war.
Die Einführung und das Inkrafttreten der Währungsreform am 19. Juni 1948 trägt im Wesentlichen dazu bei, Deutschlands Wirtschaft wieder voranzutreiben. Jeder Bewohner der drei westlichen Besatzungszonen erhält 40 Deutsche Mark im Umtausch 1:1 gegen Reichsmark. Mit der D-Mark als neues Zahlungsmittel kann Deutschland den großen Abstand in Wirtschaftskraft und Lebensstandard zu den anderen westlichen Industrieländern verringern.
Auch das Jahr 1949 spielt eine bedeutende Rolle für die positive wirtschaftliche Weiterentwicklung. Konrad Adenauer, der im September 1949 zum Bundeskanzler gewählt wird, beruft im selben Jahr den Wirtschaftsfachmann Ludwig Erhard zum Wirtschaftsminister. Es dauert nicht lange, bis Erhards "Konzept der sozialen Marktwirtschaft" erste Erfolge in der deutschen Wirtschaft bewirkt. Der spürbare Wirtschaftsaufschwung, der zu wachsendem Wohlstand, Vollbeschäftigung und einem erfolgreichen Strukturwandel in der Wirtschaft führt, wird von mehreren Faktoren begünstigt: Vor allem das Vorhandensein genügend qualifizierter und billiger Arbeitskräfte, sowie die große Nachfrage an Konsum- und Investitionsgütern beschleunigen das rapide Wirtschaftswachstum. Die finanzielle und materielle Unterstützung der Amerikaner, die im Marshall-Plan festgelegt wird, ist eine weitere Voraussetzung für die rasche Erholung der deutschen Wirtschaft. Auch psychologische Faktoren spielen eine wichtige Rolle: Das Zukunftsvertrauen, der Überlebenswille und die Sehnsucht der westdeutschen Bürger nach Normalität lassen ihren Arbeitswillen und ihre Motivation, Deutschland wirtschaftlich wieder aufzubauen, steigen. Erhards Wahlkampfkampagne "Wohlstand für alle", die sich in einem allgemein steigenden Lebensstandard widerspiegelt, wird so bald Wirklichkeit. Diese wirtschaftliche Blütezeit in Deutschland bezeichnet man als "das Wirtschaftswunder" der 50-er Jahre. Schon "Ende 1951 [ist] Deutschland wieder eine Industriemacht[...]."
2. Die Konsumgesellschaft im Westen - Konsumverhalten in den 50-er Jahren
Der wachsende Wohlstand, an dem immer mehr Bürger teilhaben, verändert das Konsumverhalten der Westdeutschen. Der Traum von einem erfüllten und sorglosen Leben rückt näher heran und wird im Laufe der 50-er Jahre für viele Menschen Wirklichkeit. Bedingt durch das steigende Einkommen werden Luxuswaren, die man sich früher nicht leisten konnte, erschwinglich und zunehmend zu weit verbreiteten Gebrauchsgütern. Glück und Zufriedenheit werden durch den steigenden Konsumzwang vermehrt über den Besitz bestimmter Dinge und das Nutzen besonderer Dienstleistungen definiert.
[...]
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Katrin Fischer, 2002, Wirtschaftswunderjahre - Konsumgesellschaft im Westen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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