Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 2
1 EINLEITUNG 3
2 DEVIANZTHEORIEN 3
2.1 DEFINITIONEN 3
2.1.1 Normen 3
2.1.2 Devianz 3
2.2 THEORIEANSATZ 4
2.2.1 Mehrfaktorenansatz 4
2.2.2 Anomietheorie 5
2.2.3 Ansatz des labeling approach 7
2.3 RESÜMEE 8
3 ROLLE DER DEVIANZ IN DER SOZIALEN ARBEIT 9
3.1 ARBEITSFELD SCHULE 9
3.2 ZUSAMMENFASSENDE BEMERKUNGEN 11
4 PERSÖNLICHE ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN 12
5 QUELLENVERZEICHNIS 13
2
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit versucht, Theorien abweichenden Verhaltens und deren Bedeutung in einem Feld der sozialen Arbeit vorzustellen. Jede Gesellschaft, selbst jede Gruppe einer Gesellschaft definiert anhand eigener Normen, welches Verhalten abweichend und welches regelkonform ist. Auch die Theorien zur Entstehung von „Abweichendem Verhalten“ sind Normen unterworfen. Daraus resultiert, dass eine Allgemeingültigkeit nicht gegeben ist. Ein wissenschaftlich exaktes Modell, welches eine Theorie Abweichenden Verhaltens beschreibt, konnte ich bei meiner Recherche nicht finden. Daher erhebt diese Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wegen der hohen Komplexität dieses Themas können die verschiedenen Ansätze nur oberflächlich gestreift werden.
2 Devianztheorien
2.1 Definitionen
2.1.1 Normen
Soziale Normen (Gesellschaftliche Normen, Soziale Skripte) sind konkrete Vorschriften, die das Verhalten betreffen. Sie definieren mögliche Handlungsformen in einer sozialen Situation. Sie sind gesellschaftlich und kulturell bedingt und daher von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden, unterliegen aber immer dem sozialen Wandel. In den Sozialwissenschaften sind Normen Regelungen des sittlichen oder konventionellen Verhaltens der Menschen, die innerhalb einer gesellschaftlichen Gruppe gelten. Dazu gehören z. B. Sitten und Gebräuche, Verbote und Gesetze. Sie dienen dem Schutz von Werten, sie ermöglichen dem Individuum zu leben und in der Gemeinschaft zusammenzuleben. Für den Einzelnen haben sie eine Entlastungsfunktion: sie geben ihm Orientierung und befreien ihn von dem dauernden Druck sich selbst Verhaltensregeln suchen zu müssen. In einer offenen Gesellschaft sind Normen nicht ein für allemal festgelegt, sondern unterliegen einem stetigen Legitimationsdruck. 1
2.1.2 Devianz
Abweichendes Verhalten (Devianz) ist ein Verhalten, das die Verletzung sozialer Normen sowie Sanktionen impliziert. Dieses Verhalten lässt sich nicht durch bestimmte
1 Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Norm
3
charakteristische Merkmale, sondern nur unter Bezug auf die soziale Reaktion, die damit verbunden ist, definieren. „Unter diesem Gesichtspunkt ist die Anormalität des Verhaltens das Produkt der Institutionen, die beauftragt sind, sich mit ihr zu befassen, nicht aber eine tadelnswerte Haltung, welche die Wirkung registrierter und messbarer sozialer Ursachen wäre". 2 Die soziale Reaktion auf abweichendes Verhalten fördert die Werte und Zwänge zutage, welche dem Anpassungsmuster Konformität zugrunde liegen. So widmen sich die meisten Studien zur Devianz der Frage, welche Bedeutung die sanktionierenden Organe den Kriterien zur Definition konformen Verhaltens beimessen.
2.2 Theorieansatz
Im Rahmen dieser Arbeit ist es mir nicht möglich, auf die unterschiedlichen Theorieansätze über abweichendes Verhalten einzugehen. Die Vielzahl der Definitionsversuche, wie auch der damit verbundenen Schwierigkeiten, spiegelt sich auch in der großen Zahl der unterschiedlichen Theorieansätze wieder. Im Folgenden werde ich versuchen, zwei Theorieansätze zu skizzieren, da sie sich in das, von Lothar Böhnisch, konstituierte Modell einer „Pädagogik abweichenden Verhaltens“ integrieren lassen. Dabei scheint die von Durkheim entwickelte und von Merton ausdifferenzierte Anomietheorie besonders geeignet zu sein, da sie primär auf der sozialstrukturellen Bedingungsebene von abweichendem Verhalten ansetzt. Des Weiteren möchte ich mich der Theorie des „labeling approach“ zuwenden, die einen Paradigmenwechsel in der Devianzforschung eingeleitet hat. Liegt der Focus der Anomietheorie hauptsächlich auf der sozialstrukturellen Ebene, nimmt die Theorie des labeling approach eine rein interaktionistische Sichtweise ein und zeigt auf, wie in machtgestützten Interaktionen aufgrund von Zuschreibungsprozessen und Etikettierung deviantes Verhalten erzeugt wird.
2.2.1 Mehrfaktorenansatz
Es zeigt sich, dass Theorien über abweichendes Verhalten, die nur einen Faktor für die Erklärung heranziehen, gescheitert sind. „Da Theorien, die nur mittels einer einzigen Variablen abweichendes Verhalten zu erklären versuchen gescheitert sind, versucht man heute, bei der Konstruktion von Theorien abweichenden Verhaltens mehrere Variablen zu benützen, da solche Theorien prinzipiell fruchtbarere Erklärungen versprechen…“ 3
2 Albert Ogien: Sociologie de la déviance, A. Colin, Paris 1995, S. 69
3 Opp, Karl Heinz: „Abweichendes Verhalten und Gesellschaftsstruktur“ Darmstadt 1974, S.50
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Burkhard Schröter, 2007, Inklusion Integration Bewältigung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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