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Inklusion Integration Bewältigung

Diskussion zweier ausgewählten Theorien abweichenden Verhaltens

Titel: Inklusion Integration Bewältigung

Hausarbeit , 2007 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Burkhard Schröter (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit versucht, Theorien abweichenden Verhaltens und deren Bedeutung in einem Feld der sozialen Arbeit vorzustellen. Jede Gesellschaft, selbst jede Gruppe einer Gesellschaft definiert anhand eigener Normen, welches Verhalten abweichend und welches regelkonform ist. Auch die Theorien zur Entstehung von „Abweichendem Verhalten“ sind Normen unterworfen. Daraus resultiert, dass eine Allgemeingültigkeit nicht gegeben ist.
Ein wissenschaftlich exaktes Modell, welches eine Theorie Abweichenden Verhaltens beschreibt, konnte ich bei meiner Recherche nicht finden. Daher erhebt diese Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wegen der hohen Komplexität dieses Themas können die verschiedenen Ansätze nur oberflächlich gestreift werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DEVIANZTHEORIEN

2.1 DEFINITIONEN

2.1.1 Normen

2.1.2 Devianz

2.2 THEORIEANSATZ

2.2.1 Mehrfaktorenansatz

2.2.2 Anomietheorie

2.2.3 Ansatz des labeling approach

2.3 RESÜMEE

3 ROLLE DER DEVIANZ IN DER SOZIALEN ARBEIT

3.1 ARBEITSFELD SCHULE

3.2 ZUSAMMENFASSENDE BEMERKUNGEN

4 PERSÖNLICHE ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Theorien abweichenden Verhaltens und deren Bedeutung im Kontext der Sozialen Arbeit, wobei der Fokus insbesondere auf der strukturellen Bedingtheit und den interaktionistischen Prozessen der Etikettierung liegt.

  • Vorstellung ausgewählter Devianztheorien (Anomietheorie und Labeling Approach)
  • Analyse des Einflusses gesellschaftlicher Normen und sozialer Kontrolle
  • Diskussion der Rolle von Devianz im Arbeitsfeld Schule
  • Betrachtung von Bewältigungsstrategien bei individuellen Anpassungsproblemen

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Anomietheorie

Diese Theorie wurde vom französischen Soziologen E.Durkheim am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Sie geht davon aus, dass die industrielle Arbeitsteilung mit ihren Rationalisierungs- und Individualisierungsschüben immer wieder zu sozialer Regel- und Normlosigkeit führt. Durkheim leitet die Entstehung von Devianz aus sozialstrukturellen Bedingungen ab, wobei anomische Tendenzen im Wesentlichen aufgrund ökonomischer Entwicklungsschübe und -brüche entstehen, z.B. einer Rezession. Mit der sozialstrukturellen Ableitung wurde die bisherige Täterzentrierung überwunden. Die Anomietheorie fragt nach den gesellschaftlichen Bedingungen, die sich auf den Menschen so auswirken, dass sie sich abweichend und nicht konform verhalten. Durkheim formulierte eine Ziel-Mittel-Problematik, in der das Verhältnis von Gesellschaft und Individuum aufgeworfen wird. Sie wird sozialstrukturell abgeleitet und blendet den Subjektbezug weitgehend aus.

Der amerikanische Soziologie Robert K. Merton griff diesen Ansatz auf und entwickelte ihn weiter. Wenngleich auch dieser noch keinen Subjektbezug aufweist, lässt sich dieser Ansatz „gut als Ausgangspunkt einer strukturellen Sozialisationstheorie des Bewältigungshandelns in anomische Strukturen gebrauchen“. Merton kommt zum Ergebnis, dass abweichendes Verhalten als Produkt einer Differenz von kulturellen und schichtspezifisch beschränkten Ressourcen zu betrachten sei. Wenn eine Gesellschaft bestimmte Ziele vorgibt und signalisiert, dass diese auch von allen Gesellschaftsmitgliedern legal zu erreichen sind, gleichzeitig aber bestimmte Bevölkerungsteile strukturell von dieser Verwirklichung ausschließt, entsteht auf die Betroffenen ein solcher Druck, dass sie eher dazu neigen, die gesellschaftlichen Ziele mit illegitimen Mitteln anzustreben als andere Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert, warum bei der hohen Komplexität des Themas abweichenden Verhaltens nur ein oberflächlicher Überblick möglich ist.

2 DEVIANZTHEORIEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Normen und Devianz und skizziert mit der Anomietheorie sowie dem Labeling Approach zwei maßgebliche theoretische Erklärungsmodelle.

3 ROLLE DER DEVIANZ IN DER SOZIALEN ARBEIT: Das Kapitel analysiert, wie Mechanismen der sozialen Kontrolle im Arbeitsfeld Schule wirken und dort deviante Karrieren fördern oder verhindern können.

4 PERSÖNLICHE ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN: Der Autor reflektiert die Rechercheergebnisse und betont die Bedeutung von Schulsozialarbeit und professioneller Kompetenz für den Umgang mit abweichendem Verhalten.

Schlüsselwörter

Abweichendes Verhalten, Devianz, Anomietheorie, Labeling Approach, Soziale Normen, Soziale Kontrolle, Schule, Sozialisation, Bewältigungshandeln, Stigmatisierung, Etikettierung, Soziale Arbeit, Integrationsproblematik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen abweichenden Verhaltens und deren praktische Relevanz in einem ausgewählten Feld der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziologische Devianztheorien, gesellschaftliche Normensysteme, Prozesse der Etikettierung sowie die Bedeutung dieser Faktoren für das Schulsystem.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zwei ausgewählte Theorien abweichenden Verhaltens vorzustellen und deren Erklärungsgehalt für das Feld der Sozialen Arbeit zu diskutieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischen Konzepten, insbesondere von Durkheim, Merton und dem Labeling Approach.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffs- und Modellbildung sowie die Anwendung dieser Theorien auf das Arbeitsfeld Schule als Instanz sozialer Kontrolle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Devianz, Anomie, Labeling Approach, soziale Kontrolle, Schule und Bewältigungshandeln.

Wie unterscheidet sich die Anomietheorie vom Labeling Approach?

Die Anomietheorie erklärt Devianz primär aus der sozialstrukturellen Ebene (Diskrepanz zwischen Zielen und Mitteln), während der Labeling Approach interaktionistisch betrachtet, wie Verhalten durch Etikettierung überhaupt erst zum abweichenden Verhalten wird.

Warum wird das Arbeitsfeld Schule als Beispiel gewählt?

Die Schule dient als Beispiel, da sie eine hoheitliche Institution mit Zwangsmitgliedschaft ist, die stark normierend wirkt und somit Mechanismen sozialer Kontrolle und Selektion besonders deutlich hervortreten lässt.

Was versteht der Autor unter dem „Anomischen Selbst“?

Dieser Begriff beschreibt den Zustand, in dem Kinder und Jugendliche bei der Suche nach Anerkennung mangels legitimer Mittel abweichendes Verhalten als Bewältigungsstrategie zur Wiederherstellung ihrer psychischen Balance wählen.

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Details

Titel
Inklusion Integration Bewältigung
Untertitel
Diskussion zweier ausgewählten Theorien abweichenden Verhaltens
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Veranstaltung
Inklusion / Integration / Bewältigung
Note
1,3
Autor
Burkhard Schröter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V80283
ISBN (eBook)
9783638875042
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Integration Bewältigung Inklusion Integration Bewältigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Burkhard Schröter (Autor:in), 2007, Inklusion Integration Bewältigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80283
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Leseprobe aus  13  Seiten
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