El Tajin - Bauten, Kulte, Götterwelt
von Roland Sonntag
Inhalt
1. Einleitung
2. El Tajin
2.1 Geographie, Klima und Landwirtschaft
2.2 Bewohner und Herrscher
2.3 Entdeckung und Forschungsgeschichte
2.4 Zeitraum und Ausstrahlung
2.5 Ausdehnung und Bauten
2.6 Die Wohnbauten
2.7 Gräber
3. Das Ballspiel
3.1 Chronologie des Ballspiels
3.2 Der Ballspielplatz
3.3 Das Ballspiel und seine Regeln
3.4 Die Ausrüstung der Ballspieler
3.5 Der religiöse Charakter des Spiels
3.6 Pulque als Droge des Ballspiels
4. Die Götterwelt von El Tajin
4.1 Gott A, Sonnenkomplex
4.2.Gott B, Todeskomplex
4.3.Gott C / D
4.4.Gott E, Pulquekomplex
4.5.Gott F
4.6.Gott G
4.7. GottH
4.8. Sonstige Götter
4.9. Schlussfolgerungen:
5. Die Reliefs des Südballspielplatzes und ihre Interpretation.
5.1. Die Reliefs des Südballspielplatzes
5.2. Interpretationen der Reliefs des Südballspielplatzes
6. Literaturliste
1. Einleitung
Die schriftliche Ausarbeitung meines Referats mit dem Thema "El Tajin" gliedert sich in vier Abschnitte. In dem Kapitel "El Tajin" werde ich auf die Geographie, das Klima und die in der Region betriebene Landwirtschaft eingehen. Zusätzlich werden die präkolumbianischen Bewohner der Stadt, ihr einzig bekannter Herrscher, die Entdeckung und die Forschungsgeschichte El Tajins behandelt werden. Ebenfalls im ersten Abschnitt kommt der Zeitraum der Blütezeit der Stadt und ihre Ausstrahlung zur Sprache. Mit einer Untersuchung der Ausdehnung El Tajins, der Bauten, und der Begräbnisrituale werde ich den ersten Teil beschließen. Im Kapitel "Das Ballspiel" wird zunächst die Chronologie des Ballspiels in Mesoamerika beleuchtet, ehe das Ballspiel an sich, seine Regeln, die Ausrüstung der Spieler und der religiöse Charakter des Spiels untersucht werden. Eine Beschreibung der beim Ballspiel verwendeten Droge Pulque, sowie ihre Wirkung auf den Menschen bilden den letzten Teil dieses Kapitels. Im Kapitel "Die Götterwelt von El Tajin" werden die verschiedenen, in der Stadt verehrten Gottheiten vorgestellt. Mit dem Kapitel "Die Reliefs des Südballspielplatzes und ihre Interpretation", einer Beschreibung der Reliefs des Südballspielplatzes von El Tajin, sowie einer Gegenüberstellung der Interpretationen verschiedener Autoren werde ich die Hausarbeit beschließen.
2. El Tajin
2.1. Geographie, Klima und Landwirtschaft
El Tajin, das totonakische Wort Tajin bedeutet Wetterleuchten, Blitz oder Wirbelsturm (Stierlin 1982: 138), ist im nördlichen Teil des mexikanischen Bundesstaates Veracruz, etwa 40 km entfernt vom Golf von Mexiko gelegen. "Die Region ist charakterisiert durch eine feuchtheißes Klima, mit ausreichendem Niederschlag während des gesamten Jahres und verstärkten Regenfällen in der Zeit zwischen Juni und Oktober" (Raesfeld 1991: 3).
Das ca. 60 ha große Zentrum der archäologischen Zone befindet sich zwischen von Norden nach Süden verlaufenden Hügelketten, denen entlang zwei Bäche, Nebenflüsschen des Tecolutla, fließen, die als natürliche Abläufe des Gebietes dienen. Zur Zeit der Entdeckung der Nischenpyramide durch Diego Ruiz 1785, war die Region noch vollständig von tropischem Regenwald bedeckt, während sie heute vermehrt landwirtschaftlich genutzt wird. (Bertels 1991: 3).
Aber auch schon, während der Blütezeit El Tajin hatte in der Umgebung eine intensive Landwirtschaft stattgefunden, wie Untersuchungen von Wilkerson beweisen.
"Near Santa Luisa we unearthed largescale irrigation works and hillside farming terraces, evidence of sophisticated engineering and intensive cultivation of such crops as corn, cotton, beans, and cacao. Through overflights and infrared photography I could pick out ancient irrigation ditches and canals. Skilled builders from A.D. 300 to 1000 diverted freshwater tributaries onto fertile terraces between tida rivers and brackish estuaries." (Wilkerson 1980: 217)
2.2 Bewohner und Herrscher
Noch immer streiten sich die Experten, welcher ethnischen Zugehörigkeit die Erbauer El Tajins zuzuordnen sind. Das Angebot reicht von den Huaxteken, damit würde eine Verwandtschaft zu den Mayas vorliegen, über die Tolteken, die Totonaken bis hin zu den Pipil. Eine gesicherte Erkenntnis darüber, dürfte auch in Zukunft nicht möglich sein, da in El Tajin viele Einflüsse verschiedener Kulturen zusammentrafen, und sich eigenständig weiterentwickelten. (Bertels 1991: 7)
Als einziger belegbarer Herrscher El Tajins gilt 13 Kaninchen. Seinen ungewöhnlichen Namen hatte der Herrscher einer alten Tradition zu verdanken, er wurde nach dem Tag seiner Geburt benannt. Der alte mesoamerikanischen Kalender besteht aus 13 Monaten, mit Ziffern benannt, die 20 Tage haben, und jeweils mit einem bestimmten Namen gekennzeichnet sind. 13 Kaninchen wurde also im 13. Monat, am Tag des Kaninchens geboren. Von seiner Existenz wissen wir, aufgrund von Aufzeichnungen auf Säulenreliefs, die seine Siege und Taten erzählen. 13 Kaninchen regierte El Tajin wohl als einer der letzten Herrscher. (Wilkerson 1980: 221)
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Magister Artium Roland Sonntag, 2002, El Tajin - Bauten, Kulte, Götterwelt, Munich, GRIN Publishing GmbH
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History Europe - Germany - National Socialism, World War II
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