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Rockmusik und Religion

Title: Rockmusik und Religion

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Natascha Malsam (Author)

Theology - Religion (For Pre-University Students)
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Man kann seit längerem feststellen, dass Jugendliche und Kinder wenig Interesse an Religion und kirchlichen Ritualen zeigen. Religion verliert für Jugendliche an Verbindlichkeit und Selbstverständlichkeit. Jugendliche zweifeln an der Religion, da ihnen der praktische Bezug fehlt. Religion wird verstärkt in Hinblick auf ihre Funktion für den Einzelnen betrachtet. Deshalb tauchen Fragen auf, wie z.B. „Was bringt Religion? Was nützt es mir?“

Durch die Pluralisierung der Welt, die hohe Individualisierung, die unzähligen freien Wahlmöglichkeiten und Entscheidungsfreiheiten und das unüberschaubare Angebot, werden andere Werte und Normen für Jugendliche wichtig. Es geht um Bedürfnisbefriedigung, nicht um Pflichten. Befragt man Jugendliche, was ihnen „heilig“ ist, kann man Antworten wie „mein Handy, mein Zimmer, meine Privatsphäre oder Freiheiten“ erwarten. Der Begriff „heilig“ wird somit nur im Zusammenhang mit Privatem gesehen.

Aber auch die Veränderung der Kindheit, die Auflösung der Familienstrukturen und das Überwiegen der Klein- und Kleinstfamilien spielen eine bedeutende Rolle. Kinder werden durch ihre Eltern und/oder die Großeltern geprägt. Ihre ersten Erfahrungen religiöser Art machen die Kinder in der Regel durch Geschichten und Erzählungen. Auch die Bibel ist ein Geschichtenbuch. Da aber die Tradition des Geschichtenerzählens in unserer mediengeprägten Welt verloren geht, kommt es zu einem Ausfall religiöser Kommunikation. Wie kann man nun Jugendliche mit Religion erreichen? Treml (1997) führt aus, dass es Wege hierfür gibt. Man dürfe nur nicht glauben, „dass diese Wege einfacher sind als die katechetisch orientierten Vermittlungen von gestern. Die Individualisierung und Privatisierung von Religion erfordert ein Umdenken im religionspädagogischen Feld. Religiöse Erziehung kann nicht mehr nur Vermittlung tradierter Glaubensinhalte sein. Diese werden kaum noch verstanden“.

Über Fragen und Antworten kann man sich den Jugendlichen heutzutage nicht mehr nähern. Vielmehr geht es um den Ausgangspunkt der individuellen Biographie des Einzelnen auch im religiösen Bereich, sind doch die „Subjekte nicht (nur) Empfänger theologischer Lehre, sondern selbständige und kreative Produzenten religiösen Denkens“(Luther, 1992)

Die Populäre Kultur stellt eine Lebenswelt für Jugendliche dar, in der sie sich wieder finden. Tatsächlich spiegeln sich in den Medien religiöse Inhalte und existentielle Fragen, sei es in der Werbung, in Kinofilmen oder in der Musik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1. Religion

2.2. Kultur

2.3. Populäre Kultur

3. Rockmusik

3.1. Die Geschichte der Rockmusik

3.1.1. Afroamerikanische Wurzeln

3.1.2. Erscheinen der Rockmusik

3.1.3 Zusammenfassung

4. Rockmusik und Religion

4.1. Rockmusik als funktionales Äquivalent für Religion

4.2. Das individualisierte Lebensgefühl heutiger Jugendlicher

4.3. Rockmusik als Symbol jugendlicher Religiosität

4.4. Religiöse Elemente der Rockmusik

4.4.1. Das Rockkonzert

4.4.2. Starkult

4.4.3. Beteiligung des Publikums

4.4.4. Nachfolge

4.4.5. Rocktexte

5. Religiöse Motive in Rocktexten

5.1. U2 – I still haven’t found what I’m looking for

5.2. Tool - Opiate

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen Rockmusik und Religion vor dem Hintergrund einer zunehmend individualisierten Lebenswelt Jugendlicher. Dabei wird analysiert, inwiefern Rockmusik als funktionales Äquivalent für Religion fungieren kann und welche religiösen Motive sich in populären Rocktexten widerspiegeln.

  • Die Funktion von Rockmusik als Ersatzreligion und Ausdruck jugendlicher Religiosität.
  • Analyse der historischen Wurzeln afroamerikanischer Musik für die heutige Rockmusik.
  • Die Darstellung und Bedeutung religiöser Elemente in Rockkonzerten und beim Starkult.
  • Interpretation religiöser Motive in Songtexten am Beispiel von U2 und Tool.
  • Methodische Ansätze zur Einbindung von Rockmusik in den Religionsunterricht.

Auszug aus dem Buch

4.4.1. Das Rockkonzert

Bei einem Rockkonzert lassen sich gottesdienstähnliche Handlungen beobachten. Betrachtet man die Inszenierungen eines Auftritts eines Superstars oder auch das ganze Geschehen innerhalb eines Rockkonzertes, wird die Bezugnahme auf kultisch-religiöse und rituelle Inhalte offensichtlich. Hier treffen Menschen an einem Ort zusammen, eine Gemeinschaft, die das gleiche denkt und fühlt. Diese Gemeinschaft ist durch gleiches Interesse, Kleidung und Accessoires gekennzeichnet und dies vermittelt Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert das schwindende Interesse Jugendlicher an traditioneller Religion und fragt, ob Rockmusik hier neue Wege der Sinnstiftung bieten kann.

2. Begriffserklärungen: Es werden die zentralen Begriffe Religion, Kultur und Populäre Kultur definiert und in den Kontext der Lebenswelt Jugendlicher gestellt.

3. Rockmusik: Dieser Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung der Rockmusik, insbesondere ihre afroamerikanischen Wurzeln wie Spirituals, Gospel und Blues.

4. Rockmusik und Religion: Es wird untersucht, wie Rockmusik als funktionales Äquivalent für Religion dient und welche rituellen Elemente in Konzerten und Songtexten zu finden sind.

5. Religiöse Motive in Rocktexten: Anhand der Songs von U2 und Tool wird analysiert, wie explizite und implizite religiöse Themen in populären Texten verarbeitet werden.

6. Fazit: Die Autorin resümiert, dass Rockmusik als pädagogischer Anknüpfungspunkt im Religionsunterricht dienen kann, um existenzielle Fragen sensibel zu behandeln.

Schlüsselwörter

Rockmusik, Religion, Populäre Kultur, Spiritualität, Jugendlicher, Identität, Funktionales Äquivalent, Rockkonzert, Starkult, Songtexte, U2, Tool, Religionspädagogik, Lebenswelt, Sinnsuche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der populären Rockmusik und religiösen Inhalten bzw. Riten und wie diese für die Lebenswelt Jugendlicher bedeutsam werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die Definitionen von Religion und Populärkultur, die historische Herkunft der Rockmusik, ihre Bedeutung für Jugendliche sowie die Analyse konkreter religiöser Motive in Songtexten ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu verstehen, ob und wie Rockmusik für Jugendliche religiöse Funktionen übernimmt und wie dies religionspädagogisch nutzbar gemacht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die textnahe Interpretation ausgewählter Musikbeispiele, um religiöse Dimensionen in der Rockmusik aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Historie der Musikstile, die Untersuchung von Rockmusik als funktionales Äquivalent für Religion und die exemplarische Analyse von Songtexten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Rockmusik, Religion, Jugendkultur, identitätsstiftende Funktion, funktionale Äquivalente und Religionspädagogik.

Warum analysiert die Autorin explizit die Songs von U2 und Tool?

Die Songs dienen als Fallbeispiele: U2 repräsentiert eine Band mit ernsthaftem religiösem Bezug, während Tool eine eher kritische oder ironische Auseinandersetzung mit christlichen Symbolen zeigt.

Welche Konsequenz zieht die Autorin für ihre Arbeit als angehende Religionslehrerin?

Sie betont, dass moderne Religionspädagogik an der Lebenswelt der Jugendlichen anknüpfen muss und Rockmusik ein geeignetes Medium ist, um mit Schülern über existenzielle Fragen ins Gespräch zu kommen.

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Details

Title
Rockmusik und Religion
College
University of Education Weingarten
Course
Populäre Kultur und Religion
Grade
1,5
Author
Natascha Malsam (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V80327
ISBN (eBook)
9783638870290
ISBN (Book)
9783640403271
Language
German
Tags
Rockmusik Religion Populäre Kultur Religion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Malsam (Author), 2006, Rockmusik und Religion , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80327
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