Didaktische Schlussarbeit: Grosserlebnis im antiken Athen Christoph Zumbach F92 Seite 1
1. Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsverzeichnis 1
2. Vorwort 2
3. Didaktische Analyse 3
3.1. Schülerinnen und Schüler 3
3.1.1. Anzahl 3
3.1.2. Schulstufe 3
3.2. Lehrkräfte 3
3.3. Durchführungsort 4
3.4. Finanzen 4
3.5. Stoff 4
3.6. Lehrmittel 4
3.7. Ziele 5
4. Gliederung in methodische Einheiten 6
4.1. Überblick 6
4.2. Vorbereitung 6
4.2.1. Input 6
4.2.2. Verkleidung 6
4.2.3. Berufswahl 7
4.2.4. Vorbereitung der einzelnen Gruppen 7
4.3. Durchführung 8
4.4. Auswertung 8
5. Hintergrundinformationen für die Lehrperson 9
6. Schülerarbeiten 10
6.1. Ein Marktleben hautnah miterleben 10
6.2. Aquapark 11
7. Auswertung aus Lehrersicht 12
8. Bibliographie 14
Anhang A Arbeits- und Lösungsblätter
Anhang B Folien
Didaktische Schlussarbeit: "Grosserlebnis im antiken Athen"; Christoph Zumbach; F92
2. Vorwort
Die erste Demokratieform in der Geschichte, im antiken Athen, hat mich schon lange interessiert und fasziniert. Da sie in einem Kleinstaat angesiedelt war – der Stadtstaat der Athener umfasste die Halbinsel Attika, auf der damals an die 300‘000 Menschen wohnten – , blieb sie auch für die einzelnen Bürger überschaubar und ist somit für Schülerinnen und Schüler besser zu fassen als komplexere moderne Demokratieformen. Neben der politischen Situation im antiken Griechenland, spielten auch die Kultur und die Philosophie – man denke an Philosophen wie Sokrates und Platon – sowie der Sport – die Olympischen Spiele sind ein Beispiel für das Ansehen des Sports in der damaligen Zeit – eine bedeutende Rolle.
Diese Tatsachen machen den Kleinstaat Athen zu einem idealen Beispiel, um es den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, eine Demokratie mit ihren Gesetzen und Regeln durch eigenes Handeln verstehen zu lernen.
Das geplante "Grosserlebnis" habe ich im 5. Jh. v. Chr. im Kleinstaat Athen angesiedelt. Zu dieser Zeit – vor den Kriegen gegen Sparta – befand sich dieser Staat in seiner Blütezeit. Ich möchte aber, entgegen den historischen Tatsachen, auch andere bekannte Ereignisse aus der griechischen Geschichte, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele, in das geplante Spiel mit einbeziehen, damit die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Griechen erhalten.
Horgen, 6. Januar 1995
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3. Didaktische Analyse
3.1. Schülerinnen und Schüler
3.1.1. Anzahl
Um das Grosserlebnis abwechslungsreich gestalten zu können, ist eine Mindestanzahl von 30 Schülerinnen und Schülern erforderlich. Nach oben hin sehe ich die Grenze der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ca. 150, weil sonst die Lehrpersonen den Überblick verlieren und das ganze "Spiel" ausarten kann. Zudem sollte auf ca. 15 bis 25 Schülerinnen und Schüler eine Lehrperson zur Betreuung und Beratung, sowohl während der Vorbereitungs- als auch während der Durchführungsphase zur Verfügung stehen.
Somit ist das Grosserlebnis als Projekt für mehrere Klassen geeignet.
3.1.2. Schulstufe
Als Voraussetzung für das Grosserlebnis brauchen die Schülerinnen und Schüler minimale Vorkenntnisse in den Bereichen Wirtschaft (Umgang mit Geld), Politik (Wahlverfahren) und gesellschaftliches Zusammenleben, sowie eine gewisse Selbständigkeit. Weil auch die Berufswahl angesprochen wird, finde ich als Zeitpunkt der Durchführung die erste und zweite Oberstufe ideal. In einem gemeinsamen Schulhausprojekt können sich aber auch Schülerinnen und Schüler aus der dritten Oberstufe beteiligen.
3.2. Lehrkräfte
Wenn das Grosserlebnis als Projekt für ein ganzes Oberstufenschulhaus durchgeführt wird, ist es sinnvoll, die Hauswirtschafts-und Handarbeitslehrerinnen und -lehrer, wie evtl. vorhandene Turn- und Werklehrerinnen und -lehrer miteinzubeziehen. Sie können den Schülerinnen und Schülern bei speziellen Problemen besser helfen als die Klassenlehrerinnen und -lehrer.
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3.3. Durchführungsort
Als Durchführungsort für das Grosserlebnis eignet sich das Schulhaus gut, weil dort die ganze Infrastruktur, wie Küche, grosse Räume und Sportanlagen bereits vorhanden sind. Zudem steht eine Bibliothek zur Informationsbeschaffung bereit.
Es ist aber auch möglich, das Grosserlebnis in einem Klassenlager – am besten mit mehreren Klassen – in einem geeigneten Lagerhaus durchzuführen. Idealerweise sollte dann aber ein Teil der Vorbereitungsarbeiten bereits vorher erledigt werden, weil in einem Klassenlager sicher noch andere Aktivitäten auf dem Programm stehen.
3.4. Finanzen
Die Ausgaben für das Grosserlebnis betragen ca. Fr. 20.-- bis Fr. 25.-- pro Schüler und Schülerin und setzen sich vor allem aus den Ausgaben für das Essen, die Verkleidungen und die Dekorationen zusammen.
3.5. Stoff
Ich habe eine ganz praktische Annäherung an den geschichtlichen und sozialen Unterrichtsstoff gewählt. Dabei kommt es mir in erster Linie auf das eigene Erleben und die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und nicht so sehr auf die historische Exaktheit an.
3.6. Lehrmittel
Für das Grosserlebnis selbst existiert kein Lehrmittel. Die Schülerinnen und Schüler können sich aber in der Vorbereitungsphase anhand der Lehrmittel Meyer Helmut, Schneebeli Peter; Durch Geschichte zur Gegenwart 1; Zürich (Lehrmittelverlag des Kantons Zürich) 1 1986 und Ziegler, Peter; Zeiten, Menschen, Kulturen 1; Zürich (Lehrmittelverlag des Kantons Zürich) 1985 sowie in verschiedenen Berufswahllehrmittel näher informieren.
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3.7. Ziele
Bei der Ausarbeitung meiner Ziele habe ich mich stark an den neuen Lehrplan des Kantons Zürich gehalten.
• Die Schüler und Schülerinnen lernen die Regeln einer Demokratie
• Sie gewinnen einen Einblick in die Zusammenhänge zwischen • Sie entwickeln einen Sinn für politisches Handeln in einer • Sie erfahren die fundamentalen Regeln einer freien Marktwirtschaft • Sie befassen sich mit der eigenen Berufswahl in spielerischer Form. • Sie lernen Kulturgut aus der Vergangenheit kennen und achten. • Sie erkennen, dass Menschen durch ihr Fühlen, Denken und • Sie lernen das soziale Leben in verschiedenen Gesellschaftsklassen • Sie lernen, Konflikte in angemessener Weise zu lösen.
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4. Gliederung in methodische Einheiten
4.1. Überblick
Das Grosserlebnis setzt sich aus einer Vorbereitungs-, einer Durchführungs- und einer Nachbereitungsphase zusammen. In jeder der drei Phasen ist selbständiges Arbeiten der Schüler und Schülerinnen gefordert.
4.2. Vorbereitung
4.2.1. Input
Da die Schülerinnen und Schüler sich auf verschiedene Berufsgruppen mit unterschiedlichen Tätigkeiten vorbereiten, beschränkt sich der gemeinsame Teil der Vorbereitung auf einen Input, der die Schülerinnen und Schüler über den geschichtlichen Rahmen und über die einzelnen Aufgaben während des Grosserlebnisses informiert. Zudem dient dieser Input als Motivation für die nachfolgende Vorbereitung in den einzelnen Gruppen.
Zuerst sollen die Schülerinnen und Schüler einen groben Überblick über den historischen Rahmen des antiken Athens erhalten. Dafür scheint mir die "Folge 2: Stadt und Staat" der Schulfunksendung "Die alten Griechen" (Gewitzsch, 1983) zusammen mit dem Kapitel "Die Demokratie in Athen" (Meyer / Schneebeli, 1986, S. 151-156) geeignet. Zur Kontrolle können die Arbeitsblätter A1 und A2 "Verständniskontrolle", die auf die oben erwähnten Quellen bezug nehmen, verwendet werden. Die Schülerinnen und Schüler dürfen zur Beantwortung der Fragen das entsprechende Lehrmittel benutzen.
4.2.2. Verkleidung
Um richtig ins Leben im antiken Athen eintauchen zu können, ist es wichtig, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – auch die Lehrpersonen – ihrer Rolle gemäss verkleidet sind. Das auf den Arbeitsblättern A3 und A4 vorgestellte Universalkleid bildet dabei eine Grundausstattung, die mit weiteren Details individuell vervollständigt werden kann. Wenn genügend Lehrkräfte vorhanden sind, ist es am besten, wenn während der ganzen Vorbereitungsphase jemand den Workshop "Universalkleid" betreut, damit die Schülerinnen und Schüler je nach dem Stand ihrer Berufsvorbereitungen gruppenweise ein solches Kleid herstellen können. So lassen sich auch Engpässe bei Material und Räumlichkeiten vermeiden.
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Zusätzlich zum Universalkleid können die Schülerinnen und Schüler auch noch Ledersandalen (Arbeitsblatt A5 und A6) und andere, für ihren Beruf typischen Verkleidungsgegenstände anfertigen.
4.2.3. Berufswahl
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich während der ganzen Woche mit einem bestimmten Beruf. Es ist daher einerseits wichtig, dass sie einen Beruf wählen können, der ihnen zusagt, andererseits sind vom Grosserlebnis her auch bestimmte Berufe so wichtig, dass auf sie nicht verzichtet werden kann. Ich habe daher auf der Folie F2 eine Zusammenstellung verschiedener möglicher Berufe gemacht. Die speziell gekennzeichneten müssen dabei unbedingt vertreten sein. Sie sind auch in den Arbeitsblättern A7 bis A17 näher beschrieben. Die Zusammenstellung der möglichen Berufe ist aber keineswegs abschliessend gedacht. Wenn sich viele Jugendliche am Grosserlebnis beteiligen und alle notwendigen Berufe vertreten sind, können die Schülerinnen und Schüler weitere Berufe auswählen, die das Grosserlebnis abwechslungsreicher gestalten.
Ein einmal gewählter Beruf muss aber unbedingt bis zum Beginn des Grosserlebnisses beibehalten und seriös vorbereitet werden. Wenn sich dann zeigt, dass dieser Beruf nicht gefragt ist und mit ihm kein genügendes Einkommen zu erzielen ist, kann er später immer noch gewechselt werden. Es wird Schülerinnen und Schüler geben, die während des Grosserlebnisses voll in ihrem Beruf aufgehen werden, aber auch solche, die sich mit verschiedenen Jobs mehr schlecht als recht über wasser halten.
4.2.4. Vorbereitung der einzelnen Gruppen
Während der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler in den Gruppen ist eine ausgewogene Betreuung sehr wichtig. Einerseits sollen die Schülerinnen und Schüler in ihren Vorbereitungen möglichst wenig eingeschränkt werden, um ihre Kreativität nicht zu unterdrücken, andererseits muss aber auch sichergestellt werden, dass es nicht Schülergruppen gibt, die mit den ihnen anvertrauten Aufgaben überfordert sind und sich deshalb nicht auf das Grosserlebnis vorbereiten können. Die Betreuung muss also die unterschiedlichen Voraussetzungen und Aufgaben der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Die einzelnen Gruppen müssen also ihren Bedürfnissen entsprechend individuell begleitet werden.
4.3. Durchführung
Während des Grosserlebnisses sind auch die Lehrpersonen in das Geschehen integriert. Sie haben, wie die Schülerinnen und Schüler eine
Arbeit zitieren:
Christoph Zumbach, 1995, Grosserlebnis im antiken Athen, München, GRIN Verlag GmbH
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