Inhaltsangabe
1. Einleitung 3
2. Entwicklung 4
3. Anwendungen 7
3.1 Wikis 7
3.2 Weblog 8
3.3 Social Networks 9
3.4 RSS Feeds 12
3.5 Bilder und Videodienste 13
3.6 Social Bookmarks 13
3.7 Podcasting 14
4. Technik 16
4.1 Ajax 16
4.2 RSS ATOM 17
4.3 Wikis 18
4.4. Weblogs 19
5. Einsatz im Unternehmen 21
5.1 Weblogs im Unternehmen 21
5.2 Wikis im Unternehmen 23
6. Risiken Probleme 27
6.1 Allgemeine Technische Probleme mit AJAX: 27
6.2 Sicherheitsbewusstsein 28
6.3 Gezielte Angriffe 28
7. Resümee 30
Literaturverzeichnis 31
1. Einleitung
Was ist Web 2.0? Das ist eine gute und berechtigte Frage. Rechercheversuche im Netz sind durch zu viele Suchergebnisse z.B. bei Google fast unmöglich. Wiederholt fallen Schlagworte wie Blogs, Wikis, Podcasts und Communities, aber auch der Name Tim O’Reilly sowie Aussagen wie z. B. „neuer Hype“, „erneute Dotcom-Blase“ und vieles mehr.
Da der Begriff Web 2.0 weder für ein Produkt, eine Technologie, einen bestimmten Standard noch für einen wissenschaftlichen konkreten Gegenstand steht, ist das Web 2.0 keine geschützte Marke und wird von Anwendern, Entwickler und Produzenten ganz unterschiedlich wahrgenommen. Auf den ersten Blick ist kaum auszumachen, was Web 2.0 sein soll. Einigkeit besteht lediglich darüber, dass es in erster Linie um einen veränderten Umgang mit dem Internet geht und weniger um technologische Innovationen.
Diese Arbeit soll dem Leser einen groben Überblick über das Thema „Web 2.0“ geben. Dabei wird zum einen die Entwicklung des Internets der letzten Jahre beschrieben, zum anderen die einzelnen Anwendungen und Konzepte erläutert sowie die dazugehörigen Technologien. Der sinnvolle Einsatz dieser Möglichkeiten im Unternehmen wird untersucht, sowohl zu internen Zwecken als auch zur Kommunikation mit der Unternehmensumwelt. Die Erörterung der Probleme und Risiken bei Implementierung, sowie die persönliche Stellungnahme der Autorin bilden den Schluss dieser Arbeit.
2. Entwicklung
Die Ursprünge des Internets liegen im Jahr 1969. Durch das Projekt „Arpanet“ des US-Verteidigungsministeriums sollte ein Netzwerk zwischen Forschungseinheiten gebildet werden, mit dem Ziel, Rechenkapazitäten sinnvoll zu nutzen. 1989 wurde das Internet langsam zum Massenmedium mit der Entwicklung des World Wide Web durch Tim Berners-Lee. Ziel war es, wissenschaftliche Texte weltweit zur Verfügung zu stellen. Die Folge davon war, dass auch eine zunehmende Anzahl von Privatanwendern und Unternehmen das Internet für sich entdeckten, und eigene Homepages die über URLs erreichbar sind, im Internet einrichteten. 1 Bis heute hat sich das Internet stetig weiterentwickelt. Kaum jemand hat heutzutage keine E- Mailadresse. Bankgeschäfte werden online abgewickelt. Es gibt unzählige Angebote von Onlineshops, Börsen und Seiten für Preisvergleiche.
Trotz der stetigen Entwicklung von neuen Programmiertechniken und Formaten war es immer noch schwer, außerhalb von Foren und Chats, eigene Inhalte auf einfache Art und Weise im Internet zu veröffentlichen und zu editieren, ohne eine eigene Website erstellen zu müssen.
Die Entwicklung vom herkömmlichen Web (1.0) zum „neuen“ Web 2.0 ist eine Kombination verschiedener Entwicklungsobjekte. Die Datenüber- tragungsraten konnten vervielfacht werden, die Internetnutzungskosten sanken und die Nutzungshemmnis der Anwender wurde geringer. Ungefähr im Jahr 2000 verbreiteten sich, unter dem Begriff „Social Software“, die ersten Webanwendungen, die man heute der Web 2.0-Bewegung zuordnet. Bekannte Beispiele hierfür sind vor allem Wikis und Weblogs. 2 Das Medium Internet ist hier nicht mehr nur lesbar. Der Anwender wird zum Produzent und kann das Internet inhaltlich mitgestalten und bewerten. 3 Hierfür sind Onlineshops wie Amazon und Ebay gute Bespiele.
1 vgl. Klein, Alexander, „Weblogs im Unternehmenseinsatz“ Saarbrücken 2006; S. 3 2 vgl. ebd, S. 5 3 vgl. Schiller Garcia, Jürgen „Enterprise 2.0“ Saarbrücken 2007; S. 8
Dort ist es bereits seit langem möglich, angebotene bzw. verkaufte Produkte sowie deren Verkäufer zu bewerten und anderen Kunden ihre Erfahrungen mitzuteilen.
Aber was genau versteht man unter Web 2.0? Es hört sich an wie die Versionsnummer einer Software, ist es aber nicht.
Der Begriffe entstand 2004. Eigentlich war er nur der Name einer Internetkonferenz. Sie wurde von Tim O’Reilly und Craig Cline ins Leben gerufen, mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete von Webtechnologien und Webapplikationen auszutauschen. 4 Dort stellten die Anwesenden fest, dass trotz des Zusammenbruchs der so genannten New Economy das WWW eine immer wichtigere Rolle im täglichen Leben einnahm. Man kam daher zu der Feststellung, dass dieser Zusammenbruch einen Wendepunkt für das Web darstellt.
Tim O’Reilly fasste Schlüsselprinzipien zur Charakterisierung von Anwendungen zusammen, die dem Begriff „Web 2.0“ zugeordnet werden können:
- das Web als Plattform (anstatt des lokalen Rechners)
- Datengetriebene Anwendungen (Inhalte sind wichtiger als das Aussehen)
- Die Vernetzung wird verstärkt durch eine „Architektur des Mitwirkens“. (Jeder kann mitmachen.)
- Innovationen beim Aufbau von Systemen und Seiten, durch die Verwendung von Komponenten, welche von verschiedenen Entwicklern erstellt worden sind und beliebig miteinander kombiniert werden können (ähnlich dem Open-Source-Entwicklungsmodell)
- einfache Geschäftsmodelle durch das verteilte, gemeinsame Nutzen von Inhalten und technischen Diensten
- Das Ende des klassischen Softwarelebenszyklus; die Projekte befinden sich immerwährend im Beta-Stadium.
4 vgl. ebenda , S. 1
- Die Software geht über die Fähigkeiten eines einzelnen Verwendungszwecks hinaus.
- Nicht nur auf die Vorhut der Web-Anwendungen abzielen, sondern auf die breite Masse der Anwendungen. 5
Der Unterschied zu herkömmlichen Web Anwendungen ist, dass jeder User sein Wissen, seine Ideen und seinen Content in eine bestimmte Web - Anwendung einbringt und mit anderen Usern teilt. Die gesamte Web - Anwendung besteht im Grunde aus dem gesammelten Wissen, der Kommunikation untereinander und der Vernetzung zwischen den einzelnen Quellen.
Der Fachbuchautor Schiller-Garcia fasst in knappen, treffenden Worten zusammen: „Web 2.0 ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Entwicklungen des World Wide Web und fasst den aktuellen Stand der Entwicklungen aus technologischen, soziologischen, individuellen und ökonomischen Perspektiven der gesamten WorldWideWeb-Evolution zusammen.“ 6 Welche Web-Anwendungen und Dienste nun dem Begriff Web 2.0 zuzuordnen sind, und welche Technologien zum Einsatz kommen, wird in den folgenden zwei Kapiteln erläutert.
5 vgl. Artikel Web 2.0. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Web_2.0&oldid=28477159; Abgerufen: 1. März 2007 6 Schiller García S. 6-8
3. Anwendungen
Es gibt vielfältige Anwendungsgebiete und Konzepte, die zusammen das Web 2.0 beschreiben. Dieses Kapitel beschreibt die am häufigsten eingesetzten Anwendungen.
3.1 Wikis
„Ein Wiki ist eine webbasierte Software, die es allen Betrachtern einer Seite erlaubt, den Inhalt zu ändern, indem sie diese Seite online im Browser editieren. Damit ist das Wiki eine einfache und leicht zu bedienende Plattform für kooperatives Arbeiten an Texten und Hypertexten.“ 7 Durch die Hypertexte sind einzelne Artikel und Seiten über Querverweise mit einander verbunden. Einsatz findet die Wikianwendung im WWW (WorldWideWeb) für potentiell alle Internetuser. Aber auch in geschlossenen Arbeitsgruppen z.B. im Intranet eines Unternehmens kann die Wikianwendung sinnvoll eingesetzt werden. 8 Grundprinzip von Wikis ist, dass nicht ein einzelner Schreiber den gesamten Inhalt für einen Artikel produziert, sondern viele erarbeiten nach dem Gemeinschafts-Prinzip den Inhalt des Artikels.
Das größte und bekannteste Wiki ist derzeit mit Abstand Wikipedia 9 , die Online-Enzyklopädie mit ca. 540000 deutschen und ca. 1642000 englischsprachigen Artikeln (Stand 22. Februar 2007) 7 Ebersbach, Glaser, Heigl, „Wikitools” Heidelberg 2005, S. 10 8 vgl. Artikel Wiki. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wiki&oldid=28201391, abgerufen am 01.03.07 9 erreichbar unter www.wikipedia.org
3.2 Weblog
Ein Weblog häufig abgekürzt als Blog, ist ein digitales Tagebuch. Es wird am Computer geschrieben und im World Wide Web veröffentlicht. Es ist also eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Typische Elemente eines Blogs sind: aussagekräftige Überschriften, Links zu anderen Blogseiten oder Einträgen, eine Kommentarfunktion, ein Archiv mit älteren Einträgen, Klassifizierung der Einträge mit Hilfe von Kategorien oder Tags (Schlagworte). 10 Der Unterschied zu herkömmlichen Homepages ist, dass nicht mehr einzelne HTML-Seiten bearbeitet, sondern durch die Blog- Software nur die zusätzlichen Informationen aktualisiert werden. Weblogs können z. B. mittels einer Weblog-Software in die eigene Homepage integriert oder über spezielle Bloggerdienste umgesetzt werden. Gängige Anbieter sind z.B. Livejournal, blogger.com, blogger.de usw. 11 Grundsätzlich gibt es drei typische Blogarten:
- der persönliche Blog: ein klassisches Onlinetagebuch mit Inhalten, die aus reinem Interesse des Autors am Thema bestehen.
10 vgl. Szugat, Gewehr, Lochmann, „Social Software“, Frankfurt 2006, S. 24 11 erreichbar unter www.blogger.de
- Communityblogs: Inhalte dieser Blogs sprechen immer bestimmte Zielgruppen mit gleichen Interessengebieten an.
- Professionelle Blogs: sie dienen dazu spezielles KnowHow zu einem Thema zu vermitteln, z.B. einem Produkt, einer Technologie oder einer Dienstleistung. Ebenso werden hier Themen aus politischen, sozialen oder kulturellen Gebieten aufgenommen. 12
Abbildung 2: Screenshot Teddykrieger-Blog von http://www.teddykrieger.blog.de/;
Blogs werden auch, durch die schnelle und einfache Veröffentlichungsmöglichkeit von Inhalten, zur Nachrichtenerstattung oder Augenzeugenberichten genutzt. 13 Aus dem "Blog Count" des Blog Herald, für den Zahlen aus aller Welt zusammengetragen werden, geht hervor, dass es weltweit im Jahr 2005 etwa 70 Millionen Blogs gab. 14
3.3 Social Networks
Social Networks sind Internetplattformen, die es den Anwendern ermöglichen, sich einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren, Kontakte zu 12 vgl. Szugat, S.26 13 vgl. Möller, Erik „Die heimliche Medienrevolution“, Hannover 2006, S. 131 14 vgl. Duncan Riley, http://www.blogherald.com/2005/07/19/blog-count-for-july-70-million-blogs/ ; abg. 01.03.07
Arbeit zitieren:
Simone Ziser, 2007, Was ist Web 2.0?, München, GRIN Verlag GmbH
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