In dieser Branchenanalyse, welche ich im Rahmen des WPF Branchenkompass erarbeitet habe, befasse ich mich mit dem Bereich der Automobilindustrie. In der folgenden Ausarbeitung wird Einerseits auf die bisherige Entwicklung und zukünftigen Möglichkeiten des Pkw eingegangen, zum anderen soll aber auch der Automobilmarkt an sich genauer durchleuchtet werden. Das Ziel ist es, dem Leser einen möglichst genauen Überblick über den Automobilbereich zu verschaffen und zukünftige Tendenzen, Chancen und Risiken sowie Stärken und Schwächen aufzuzeigen und zu durchleuchten. Ich konzentriere mich in dieser Branchenanalyse weitestgehend auf den Bereich der Pkws, wodurch ein besserer Vergleich möglich ist, da dieser Bereich von allen Herstellern abgedeckt wird.
Autos sind heutzutage in jedem Haushalt anzutreffen und nicht mehr aus unserer Gesellschaft weg zu denken. Jedoch werden die fossilen Rohstoffe, mit welchen wir unsere Autos momentan antreiben immer knapper. Können wir also in einigen Jahrzehnten nicht mehr mit dem Auto fahren? Müssen wir dann alle wieder laufen und
Oder ist die Automobilindustrie doch schon weiter, als sie offiziell zugeben will und könnte bereits jetzt günstige, konkurrenzfähige Pkws produzieren, welche durch universelle Rohstoffe angetrieben werden?
All dies gilt es zu klären!
Mainz, den 25.04.2007 Thorsten Roth
Vorwort I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
1 Einführung 1
2 Meilensteine der Automobilindustrie 2
2 Das Erste Auto 2
2 Das Wirtschaftswunder 3
2 Ölkrise 3
3 Der Automarkt im Nationalen und Internationalen Überblick 5
4 Daten und Fakten zum Pkw 8
4 Entwicklungen und Tendenzen 8
4 National 8
4 International 9
4.2 Verflechtungen der Pkw Hersteller und der Lieferanten 11
4 Zulassungen und Verteilungen 13
4 Unfall und Pannenstatistik 14
4 Klimaschutz 15
4 Verknappung der Ölreserven 16
4 Alternative Treibstoffe 17
4 17
4 Biodiesel 18
4 Ethanol 18
4 Erdgas 19
4 Wasserstoff 20
4 Alternative Antriebssysteme 21
4 Das 3 Liter Auto 21
4.2 Hybridfahrzeuge 21
4 Elektroautos 22
4.9 Zukunftsorientierung der Automobilindustrie 22
5 Fazit 24
Literaturverzeichnis 26
Anhangsverzeichnis 28
Abb. 1 Pkw-Fahrzeugbestand, Januar 2006
Abb. 2 Ausfuhr von Erzeugnissen der Automobilindustrie
Abb. 3 Einfuhr von Erzeugnissen der Automobilindustrie
Abb. 4 Beschäftigte in der deutschen Automobilindustrie
Abb. 5 Pkw-Absatz in China
Abb. 6 Pkw Zulassungen in Deutschland
Abb. 8 F&E-Aufwendungen der deutschen Automobilindustrie
1. Einleitung / Einführung
„Unser Ziel muss sein, dass das sicherste und umweltfreundlichste Auto der Welt in Deutschland gebaut wird. Eine weitere Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2- Emissionen erreichen wir nur mit Hightech. Die deutsche Automobilindustrie ist mit ihrem großen FuE-Engagement internationaler Technologieführer. Jetzt geht es darum, das enorme Innovationspotenzial der Branche noch stärker für den Klimaschutz zu mobilisieren", sagte Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, anlässlich eines Treffens mit Forschungs- und Entwicklungschefs deutscher Automobilhersteller und Zulieferer. Schavan weiter: "Effizienter Klimaschutz braucht langfristig angelegte Strategien und den engen Schulterschluss zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft. Das haben wir heute mit der Automobilindustrie bekräftigt."
Forschungsfelder, welche hierbei besonders im Vordergrund stehen sind, die Verbesserung der Fahrzeugtechnik, der Einsatz von alternativen Kraftstoffen und ein intelligentes Verkehrsmanagement. [http://www.bmbf.de/press/2004.php (17.04.07) Nr.001] Mit diesen Aussagen hat Frau Schavan einige, der aktuellen Probleme beschrieben, mit denen sich die Automobilindustrie zurzeit beschäftigt. Einerseits ist hier das Problem der Umweltverträglichkeit, was heute immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerät, da sich das Umweltbewusstsein der Menschen verändert hat und man mehr auf die Umwelt achtet. Anderseits aber auch die zukünftige Problematik, des immer knapper werdenden Rohstoffs Öl und die damit verbundene Frage nach alternativen Kraftstoffen. Diese Probleme sind jedoch nicht unbedingt neuer Natur, da es auch früher schon Probleme wie z.B. Ölengpässe gab. Die Automobilbranche hat einen langen Weg mit Höhen, aber auch Tiefen zurückgelegt, um dahin zu gelangen, wo sie heute ist.
2. Meilensteine der Automobilindustrie
2.1. Das Erste Auto
Wo kommt das Auto her? Wer hat es erfunden und von welcher Marke wurde das erste Auto gefertigt? Hingegen vieler Vermutungen wurde das erste Auto nicht in den USA oder gar Japan gefertigt, es stammt aus Deutschland. Um genau zu sein wurde das erste, moderne Auto, so wie wir es heute kennen, von einem Ingenieur Namens Maybach in den Jahren 1900/1901 entwickelt und hatte den Namen „Mercedes“. Das damalige Auto hatte 4 Zylinder und erreichte mit 35 PS eine Spitzengeschwindigkeit von nahezu 72 Km/h. Das Patent für den „Motorwagen“, wie er damals genannt wurde, hält jedoch ein anderer deutscher. Dies ist der Mannheimer Ingenieur Carl Benz. Er sicherte sich schon am 29.01.1886 die Patentrechte und gilt somit als Erfinder des Automobils. Sein Modell ähnelte einem Pferdewagen und war der erste Dreiradwagen mit Benzinmotor und Kettenantrieb. Die Höchstgeschwindigkeit dieses Wagens betrug 16 Km/h.
das-erste-auto-welche-marke-war-es.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1309 (17.04.07) Nr.002] 1897 gelingt es einem gewissen Rudolf Diesel, einen mit Schweröl angetriebenen Diesel-Motor zu entwickeln, was sich positiv auf den bis dato eher geringen Absatz des Automobils auswirkte. Das Auto wurde von nun an auch gewerblich genutzt, wodurch immer mehr Lkws gefertigt wurden. 1914 gab es in der BRD bereits 55.000 Pkws und 9.000 Lkws. In diesem Zeitraum entstanden immer mehr kleine Betriebe, welche sich auf Autos spezialisierten und deren Entwicklung immer weiter vorantreiben.
(17.04.07) Nr.003] Darunter befanden sich auch, heute namhafte Deutsche Unternehmen wie Opel, BMW, Audi, Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen.
2.2. Das Wirtschaftswunder
In den ersten Nachkriegsjahren gab es in der BRD nur wenige Autos, welche meist auch noch Vorkriegsmodelle waren. So besaßen 1953 nur 2% der Westdeutschen, also jeder Fünfzigste ein Auto. In den USA hatte bereits jeder Vierte einen eigenen Wagen. Die Zahl der Motorräder lag in der BRD mit rund 2 Millionen doppelt so hoch wie die der Autos. Die Lkws waren jedoch stark im kommen. Im Vergleich zum Jahr 1950, als es ca. 358.000 Lkws gab, stieg deren Anzahl bis 1957 bereits auf fast 600.000 an. Dies war auch die Zeit, in der das Auto vom Statussymbol zum wichtigsten Verkehrsmittel avanciert ist und mit 2,4 Millionen Autos erstmals die Motorräder, mit 2,3 Millionen Stück überholt hat. Ein sehr beliebtes Model war der VW-Käfer, welcher als Symbol des Wirtschaftswunders im Westen stand. 1960 waren in der BRD bereits 4 Millionen Autos unterwegs und man begann die ersten Auswirkungen wie Staus, Lärmbelästigung und steigende Unfallzahlen zu spüren. Die Automobilindustrie wächst immer mehr und der Absatz von Pkws und Lkws boomt.
st/WirtschaftlicherAufbau/motorisierung.html (17.04.07) Nr.004]
2.3. Die Weltwirtschaftskrise / Ölkrise
Der bis dato anhaltende Boom auf dem Automobilmarkt erhielt im Herbst 1973 einen herben Dämpfer, als die Organisation der Arabischen Erdölexportierenden Staaten
Tendenzwende_Anfang_der_siebziger_Jahre.html (17.04.07) Nr.005] ein Öl-Embargo über die USA und die Niederlande verhängten und auch die anderen Industrienationen, wie die BRD nur noch geringfügig belieferten. Da die BRD zu diesem Zeitpunkt 75% ihres Öls aus arabischen Ländern bezog, wurde der Autofreie Sonntag eingeführt, die Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen und Landstraßen heruntergesetzt und die Abgabemengen für Treibstoff begrenzt, um Öl zu sparen und zu rationieren.
wirtschaftskrise/oelkrise.html (17.04.07) Nr.006] Trotz dieser Bemühungen stiegen die Preise für eine Tonne Erdöl in der BRD von 82,20DM (1973) auf 223,87DM (1974), also um ganze 172,2%, womit sich der Preis fast verdreifacht hatte.
wende_Anfang_der_siebziger_Jahre.html (17.04.07) Nr.007] Die Automobilbranche wie auch deren Zulieferer litten hierunter am meisten. Im Vergleich zum Vorjahr sank der inländische Absatz von Autos um 24% und auch der Export war rückläufig. Auch nachdem sich die politische Lage wieder etwas stabilisiert hatte bleibt das Öl auf seinem
wirtschaftskrise/oelkrise.html (17.04.07) Nr.008] Durch die Weltwirtschaftskrise wurde die Automobilindustrie stark getroffen und benötigt einige Zeit, bis sie sich wieder davon erholt hatte und zum „Normalbetrieb“ überging.
Quote paper:
Thorsten Roth, 2007, Branchenanalyse Automobilindustrie, Munich, GRIN Publishing GmbH
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