Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Geschichte der Côte D Or 4
Der Wein 7
Zusammenfassung 12
Anhang 14
Produktionstabelle 14
Die Grands Crus 15
Quellenverzeichnis: 16
Bücher: 16
Zeitschriften: 16
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Einleitung
Burgunder – ein Begriff für große Weine, die auf eine lange Tradition zurückweisen können. Die vielen unterschiedlichen Bodenbedingungen und die 4 Rebsorten, die vorwiegend in Burgund angebaut werden, haben zu seinem guten Ruf beigetragen und das, obwohl diese Weinregion außerordentlich zersplittert ist.
Burgund umfasst die fünf Weinregionen Chablis, Côte d'Or, Mâconnais, Beaujolais und die Côte Chalonnaise. Da jede dieser Regionen in Bezug auf die Bodenbedingungen, Wetterlage und den Einsatz einer bestimmten Rebe oder Rebkombination einzigartig ist, beschäftigt sich diese Arbeit hauptsächlich mit der Côte d'Or, einer Weinregion, die einige der besten und bekanntesten Weine der Welt produziert.
Der Weinbau hat dort eine lange Tradition. Zu Beginn dieser Arbeit wird der Ursprung des Weinanbaus betrachtet. Im Folgenden werden die Besonderheiten des Weines erläutert und das Klassifizierungssystem, das in Burgund entwickelt wurde vorgestellt. Die Schlussfolgerung beschäftigt sich mit der Frage, was den Wein an der Côte d’Or so einzigartig macht und ob der Erfolg und der hohe Absatz nicht auch oder vor allem auf die verkehrsgünstige Lage zurückzuführen ist.
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Geschichte der Côte D'Or
Die Geschichte des Weinbaus liegt an der Côte d'Or weitestgehend im Dunkeln verborgen. Bereits im 4. Jahrhundert muss es Weinberge in dieser Gegend gegeben haben, denn Aufzeichnungen belegen, dass Kaiser Konstantin bei einem Besuch in Autun gerade diese gesehen und bewundert hat. Kaiser und Adlige trugen wesentlich zur Entwicklung Burgunds bei, da sie den Abteien ab dem 5. Jahrhundert Land und Weinberge schenkten und die Mönche diese bewirtschafteten. Dies tat auch Karl der Grosse im Jahre 775, als er dem Kloster Saulieu einen Weinberg schenkte, der dann „Charlemagne“ genannt wurde. Diesen Weinberg gibt es noch heute in der Gemeinde Corton, und der dort erzeugte Wein hat eine sehr gute Qualität. Es gibt auch verschiedenste Legenden 1 , die sich mit den Ursprüngen des Weinanbaus in dieser Region beschäftigen. So heißt es zum Beispiel, „die Gallier seien des Weines wegen in Italien eingefallen (...) und hätten, als sie zurückgeschlagen wurden (...) die italienische Weinseligkeit mit sich genommen.“ 2 den Wein mitgenommen, da dies ihr eigentliches Ziel war. Wahrscheinlicher jedoch ist, dass die Rebe durch die Griechen nach Burgund gelangt ist und das schon 600 v. Chr..
Ab dem 12. Jahrhundert verfügt man über regelmäßige Aufzeichnungen. So ging in dieser Zeit aus dem Benediktinerorden im Kloster Cluny 3 eine neue religiöse Gemeinschaft hervor, die den Weinanbau entscheidend prägen sollte: die Zisterzienser 4 . Dabei konzentrierten sich Ihre Aktivitäten auf die Côte d'Or. Schon die Benediktiner des Klosters Cluny bauten Wein an, doch erst die Zisterzienser konzentrierten sich auf die Qualitätsmerkmale des Weins, indem sie die geeignetsten Hänge rodeten, nur ausgesuchte Reben pflanzten und so die besten Traubensorten selektierten. Die Zisterzienser besaßen in Vougeot so viel hochwertiges Land, dass sie es im Jahre 1330 mit einer Mauer umgaben.
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Der Clos de Vougeot ist heute weltweit durch seinen Qualitätswein bekannt. Obwohl die Mauer noch vorhanden ist, täuscht die Einheit. Den Clos de Vougeot teilen sich heute circa 80 Besitzer.
Im 14. Jahrhundert lag die Herrschaft über große Teile Frankreichs und Flanderns in den Händen der Herzöge von Valois. Die vier Herzöge Philipp der Kühne, Johann Ohnefurcht, Philipp der Gute und Karl der Kühne führten das Land nicht nur zu militärischer Macht und Wohlstand sondern sorgten auch für die Kultivierung und Vermarktung ihrer Weine. Der Weinhandel blühte auf. Jedoch war nicht die ganze Welt begeistert von dem Wein der Côte d'Or. So erließ Papst Urban V. im Jahre 1364 eine Bulle, in der er dem Abt von Cîteaux verbot, auch nur einen Tropfen Wein aus Burgund nach Rom zu senden, da sich seiner Meinung nach die Geistlichen zu sehr von diesem Wein in den Bann ziehen ließen und ihn zu oft genossen 5 .
Im Jahre 1443 wurden dann vom Kanzler Philipps des Guten 6 , als Buße für seinen Lebenswandel, die berühmten Hospices de Beaune 7 gegründet, ein gemeinnütziges Haus, dass seine Einkünfte durch die Weinberge erzielt und sich der Alten- und Krankenpflege verschrieben hat. Das Krankenhaus wurde bis 1971 belegt, heute wird nur noch das Altenheim genutzt. Dem Herzog Philipp dem Guten wird dadurch nicht nur in der Geschichte der Stadt Beaune eine bedeutende Rolle zuteil, sondern er soll es auch gewesen sein, der die Traube Pinot Noir für die Rotweinherstellung vorgeschrieben und Gesetze für einen kontrollierten Anbau erlassen hat. Ein Kampf zwischen Quantität und Qualität begann, denn Pinot Noir ist weniger ergiebig als andere Trauben, doch von außerordentlicher Qualität 8 .
5 Quelle: www.kleiner-weinkeller.de/geschich.htm.
6 zu Philipp der Gute (1396-1467) vgl. Calmette, Joseph: Die großen Herzöge von Burgund, 4. Auflage, München 1976. 154-204.
7 Der Reichtum der Stiftung basiert noch heute auf dem ursprünglichen Vermögen, das aus 800 ha Weinbergen mit ca. 52 ha der besten Lagen besteht. In: Michelin: Bourgogne, Morvan. Paris ; Michelin : 1994. 75.
8 Sutcliffe, Serena: Burgund 2003/04. München. Hallwag, 2003. 21.
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Quote paper:
Martina Hoffeins, 2002, Der Weinanbau an der Côte d'Or, Munich, GRIN Publishing GmbH
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