Inhaltsverzeichnis
1 HINFÜHRUNG ZUM THEMA 1
2 FREIZEITBEGRIFF 2
2.1 Definition 2
2.2 Arbeitszeitverkürzung 2
2.2.1 Wochenarbeitszeit 3
2.2.2 Lebensarbeitszeit 3
2.3 Auswirkung auf das Freizeitverhalten 4
2.3.1 Expansion des Freizeitkonsums 4
2.4 Freizeitmarkt 5
2.5 Freizeitangebote 5
3 FREIZEITSPORT 6
3.1 Definition 6
3.2 Motive des Freizeitsportlers 6
3.3 Abgrenzung zum Leistungssport 6
3.4 Typologie der Freizeitsportler 8
4 ÖKONOMISCHE ASPEKTE 9
4.1 Definition der Sportökonomie 9
4.2 Märkte 10
4.2.1 Kommerzielle Sportanbieter 10
4.2.2 Informelle Sportangebote 11
4.2.3 Sportartikelanbieter 11
4.2.4 Medienanbieter 12
4.3 Trends der Gegenwart 12
4.4 Prognosen für die Zukunft 13
5 SCHLUSSBETRACHTUNG 14
LITERATURVERZEICHNIS 15
1
1 Hinführung zum Thema
„Die Erlebniswelt Sport ist zum Konsumartikel geworden. Sport ist ein Phänomen. Sport ist Massenbewegung und Modeerscheinung, Lebensstil und Lebensgefühl, Kommunikation und Kommerz. [...] Sport als Massenbewegung setzt (jedoch) rela- tiven Wohlstand und genügend Freizeit voraus.“ 1 Nicht nur im Leistungssport, sondern auch im Freizeit- und Breitensport spielt die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Sport und Wirtschaft eine immer größer werdende Rolle. Dies ist Thema dieser Hausarbeit, in der versucht werden soll, die Vernetzung von Freizeitsport und Ökonomie aufzuzeigen.
Dabei wird zunächst der Begriff der Freizeit, des Freizeitmarktes und der Freizeit- angebote definiert und die Entwicklung der Arbeitszeitverkürzung sowie die da- durch entstehenden Auswirkungen auf das Freizeitverhalten beschrieben.
Ausgehend von diesen demographischen Grundvoraussetzungen wird auf Begriff, Motive und Typologie des Freizeitsports eingegangen sowie eine Abgrenzung zum Leistungssport geschaffen, um dann im vierten Kapitel Sportökonomie zu definie- ren und die für den Freizeitsport relevanten Märkte vorzustellen. Im Anschluss an die Trends der Gegenwart soll ein Ausblick mit Anforderungen für die Zukunft ge- wagt werden. In einem kurzen Fazit befasst sich das letzte Kapitel mit einer Zu- sammenfassung der Ergebnisse.
1 Opaschowski, Freizeitökonomie, 1995, S. 203.
2
2 Freizeitbegriff
„Arbeit ist nur noch das halbe Leben – und Freizeit die andere.“ Die 90er Jahre stehen ganz im Zeichen des Struktur- und Wertewandels von Arbeit und Freizeit, denn mehr Geld führt zu mehr Zeit, zu mehr Bildung und zu mehr Wohlstand. Im folgenden Kapitel wird versucht, den Begriff der Freizeit zu definieren und die Entwicklung der Arbeitszeitverkürzung im Hinblick auf Wochenarbeits- sowie Le- bensarbeitszeit und die dadurch entstehenden Auswirkungen auf das Freizeitver- halten, d.h. vor allem die Expansion des Freizeitkonsums, aufzuzeigen. Im Hin- blick auf das vierte Kapitel, die ökonomischen Aspekte, werden an dieser Stelle auch schon die Begriffe des Freizeitmarktes und der Freizeitangebote definiert.
2.1 Definition
Da Freizeit auch immer etwas mit subjektivem Empfinden zu tun hat, lässt sich der Begriff nicht eindeutig definieren. Es kann jedoch gesagt werden, dass sich die heutige Freizeit von früheren Freizeitformen deutlich unterscheidet, das Freizeit- verständnis hat sich grundlegend gewandelt. Im Gegensatz zu den fünfziger Jah- ren, als Freizeit als reine Erholungszeit von der Arbeit galt, vertreten heute rund 70 Prozent der Bevölkerung die Auffassung, dass „Freizeit in erster Linie eine Zeit ist, in der man tun und lassen kann, was einem Spaß macht“ 2 . Opaschowski verbindet Freizeit mit einem positiven Lebensgefühl, für ihn ist Freizeit ist „eine Zeit, in der man für etwas frei ist.“ 3 Dies hängt vor allem mit der Arbeitszeitverkürzung zu- sammen, mit abnehmender Arbeitszeit nimmt die Freizeit zu.
2.2 Arbeitszeitverkürzung
In der heutigen Gesellschaft macht die hauptberufliche Lebensphase nur noch knapp die Hälfte des Lebens aus, ganz im Gegensatz zur Zeit um 1871, als diese noch zwei Drittel betrug. Prognosen gehen davon aus, dass innerhalb hochentwi- ckelter Industrienationen ein fortschreitender Rationalisierungsprozess in der Ar- beitszeit die verfügbare Freizeit der arbeitenden Bevölkerung vermehren wird. Laut Klaus Heinemann, der diesen Umstand der entstehenden Freizeitgesellschaft
2 Opaschowski: Freizeitwissenschaft, 1997, S. 31.
3 Opaschowski: Freizeitwissenschaft, 1997, S. 31.
3
näher untersuchte, „geht die Arbeitszeit – sowohl gemessen an der durchschnittli- chen Wochenarbeitszeit, der Jahresarbeitszeit als auch der Lebensarbeitzeit – immer weiter zurück. Zugleich steigt die durchschnittliche Lebenserwartung. Im- mer weniger werden die Menschen durch die Bedingungen und Anforderungen der Berufsausübung und der beruflichen Arbeitswelt belastet. Die Bestimmung der individuellen Lebensgestaltung durch die Arbeitswelt verringert sich, es steigt die Notwendigkeit und Möglichkeit, seine Freizeit eigenverantwortlich zu gestalten.“ 4
2.2.1 Wochenarbeitszeit
Die Wochenarbeitszeit hat sich innerhalb eines Jahrhunderts um zirka 20 Stunden verringert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts arbeiteten die Menschen bis zu 10 Stunden täglich, erst 1918/19 wurde der 8-Stunden-Tag gesetzlich eingeführt. Im Laufe der Zeit verringerte sich die Arbeitszeit weiter, so setzte 1955/56 die Einfüh- rung der 5-Tage-Woche ein, rund zehn Jahre später die 40-Stunden-Woche. Im Jahre 1989 arbeiteten die Menschen im öffentlichen Dienst nur noch zirka 39 Stunden und in der Metallindustrie zirka 37 Stunden pro Woche. Heutzutage gilt die 35-Stunden-Woche als Normalarbeitszeit. 5
2.2.2 Lebensarbeitszeit
Nicht nur die Wochenarbeits-, sondern auch die Lebensarbeitszeit hat sich in die- sem Jahrhundert entscheidend verringert. Die Menschen treten heute immer frü- her in den Ruhestand. Das Durchschnittsalter des Renteneintritts liegt derzeit bei 57,9 Jahren. Einher mit der kürzeren Lebensarbeitszeit geht die höhere Lebens- erwartung der Bundesbürger, die kontinuierlich ansteigt. Innerhalb des Zeitraumes von 1871 bis 1990 verdoppelte die durchschnittliche Lebenserwartung sich und stieg von 37 Jahren auf 75 Jahre an (Männer: 72 Jahre, Frauen: 79 Jahre), was unmittelbar mit der wachsenden Industrialisierung zusammenhängt. In Deutsch- land hatten Männer im Jahre 2000 eine Lebenserwartung von 75 Jahren, Frauen eine von 82 Jahren. Es kann demnach davon ausgegangen werden, dass die Menschen nach Beendigung ihrer Arbeit zirka 20 Jahre als freie Zeit zur Verfü- gung haben. 6
4 Heinemann, Soziologie des Sports, 1998, S. 289.
5 Vgl. Opaschowski, Freizeitökonomie, 1995, S. 15ff.
6 Vgl. Opaschowski, Freizeitökonomie, 1995, S. 14f.
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Kerstin Eppers, 2002, Ökonomische Aspekte des Freizeitsports, Munich, GRIN Publishing GmbH
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