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Das Für und Wider der Tobin Tax

Title: Das Für und Wider der Tobin Tax

Seminar Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Menz (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Im Jahre 1967 wurde das System von Bretton Woods aufgekündigt, das den Dollarkurs direkt an Gold koppelte. Dieses System sorgte seit Ende des zweiten Weltkrieges für die notwendige Stabilität und Sicherheit. 4 Jahre nach Aufgabe des Goldstandards wurden 1971 auch die festen Wechselkurse aufgegeben.
Zwischen den Währungen der Industrieländer wurde ein variables Wechselkurssystem eingeführt.
Die Folge waren erstmals Attacken von Spekulanten auf die einzelnen Währungen.
Nicolas Kaldor definierte 1939 die Spekulation folgendermaßen: " Eine Transaktion, die nicht mit einem Vorteil verbunden ist, der auf dem Gebrauch einer Ware oder einer wie auch immer gearbeiteten Verarbeitung eines bestimmten Gutes besteht."
In den Devisenhandel übersetzt heißt das, dass ein Spekulant weder den Import von Gütern durch seinen Währungstausch finanzieren will, noch Geld im Ausland anlegen will. Seine einzige Hoffnung ist, dass er relativ kurzfristige Kursschwankungen ausnutzen kann, und durch richtige Antizipation der Kursbewegung einen Gewinn machen kann.
Viele Ökonomen sind der Meinung, dass der große Anteil der Spekulanten an den internationalen Devisenmärkten nicht vorteilhaft ist. So seien die Spekulanten Schuld an den zum Teil erheblichen Wechselkursschwankungen. Diese Volatilität der Wechselkurse mache es den Ländern, und hier besonders den Entwicklungsländern, schwer eine konsistente Wirtschaftspolitik zu führen. Beispielsweise seien Regierungen genötigt, die Zinssätze öfter zu ändern als ihnen lieb sei, um den Wechselkurs in einem für sie akzeptablen Korridor zu halten.
Es wurden also mehrere Modelle entwickelt, um die Spekulation einzudämmen, und somit die Volatilität der Wechselkurse zu verringern. Eine Idee davon war die sogenannte Tobin - Tax .

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung der Tobin Tax

1.1. Historische Hintergründe

1.2. Was ist die Tobin Tax ?

1.3. Grundannahmen des Modells

2. Überblick über die Devisenmärkte

2.1. Entwicklung der Devisenmärkte nach Bretton Woods

2.2. Was wird gehandelt ?

2.3. Wo wird gehandelt ?

2.4. Wer handelt ?

2.5. Anteil der Spekulation

3. Pro & Contra der Tobin Tax

3.1. Contra Argumente

3.1.1. Steuervermeidung der Banken

3.1.2. Politische Einigung nötig

3.1.3. Verzerrung der Finanzmärkte

3.1.4. Wahl der verantwortlichen Institution

3.2. Pro Argumente

3.2.1. Steuer wirkt selektiv gegen Spekulation

3.2.3. Handlungsspielraum der Regierungen

3.2.4. Steuereinnahmen

4. Resumé

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert das Konzept der von James Tobin vorgeschlagenen Devisenumsatzsteuer unter Berücksichtigung ökonomischer Effizienz und entwicklungspolitischer Zielsetzungen. Dabei wird untersucht, inwiefern die Steuer geeignet ist, spekulative Kapitalbewegungen einzudämmen und Regierungen durch eine Stabilisierung der Wechselkurse mehr wirtschaftspolitischen Handlungsspielraum zu verschaffen.

  • Historische Entwicklung der Devisenmärkte nach Bretton Woods
  • Struktur des Devisenhandels und Rolle von Spekulanten
  • Ökonomische Gegenargumente wie Steuervermeidung und Marktverzerrung
  • Vorteile der Steuer hinsichtlich Spekulationsdämpfung und Handlungsspielräumen
  • Potenziale zur Finanzierung entwicklungspolitischer Ziele

Auszug aus dem Buch

1.1 Hintergrund :

Im Jahre 1967 wurde das System von Bretton Woods aufgekündigt, das den Dollarkurs direkt an Gold koppelte. Dieses System sorgte seit Ende des zweiten Weltkrieges für die notwendige Stabilität und Sicherheit. 4 Jahre nach Aufgabe des Goldstandards wurden 1971 auch die festen Wechselkurse aufgegeben. Zwischen den Währungen der Industrieländer wurde ein variables Wechselkurssystem eingeführt.

Die Folge waren erstmals Attacken von Spekulanten auf die einzelnen Währungen. Nicolas Kaldor definierte 1939 die Spekulation folgendermaßen: „ Eine Transaktion, die nicht mit einem Vorteil verbunden ist, der auf dem Gebrauch einer Ware oder einer wie auch immer gearbeiteten Verarbeitung eines bestimmten Gutes besteht.“ In den Devisenhandel übersetzt heißt das, dass ein Spekulant weder den Import von Gütern durch seinen Währungstausch finanzieren will, noch Geld im Ausland anlegen will. Seine einzige Hoffnung ist, dass er relativ kurzfristige Kursschwankungen ausnutzen kann, und durch richtige Antizipation der Kursbewegung einen Gewinn machen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Darstellung der Tobin Tax: Das Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte und die theoretischen Grundannahmen des Modells, das primär der Eindämmung von Volatilität dienen soll.

2. Überblick über die Devisenmärkte: Es wird die rasante Entwicklung der globalen Devisenumsätze analysiert, wobei besonders die Dominanz kurzfristiger Transaktionen hervorgehoben wird.

3. Pro & Contra der Tobin Tax: Dieses Kapitel diskutiert kritisch die Umsetzbarkeit, politische Hindernisse, Marktverzerrungen sowie die positiven Effekte auf die Stabilität und mögliche fiskalische Vorteile für Entwicklungsländer.

4. Resumé: Die Arbeit schließt mit einer abwägenden Beurteilung der ökonomischen und moralischen Argumente für eine Implementierung der Steuer.

Schlüsselwörter

Tobin Tax, Devisenmarkt, Spekulation, Volatilität, Wechselkurse, Finanzmärkte, Entwicklungspolitik, Steuereinnahmen, Bretton Woods, Kapitalströme, Globalisierung, Finanzierung, Weltbank, IWF, Handelsvolumen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Tobin Tax, eine vorgeschlagene Steuer auf internationale Währungstransaktionen, und bewertet deren Tauglichkeit zur Stabilisierung von Devisenmärkten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Devisenmärkte, der Analyse von Spekulationsvorgängen sowie der Abwägung von Pro- und Contra-Argumenten zur Implementierung einer globalen Transaktionssteuer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, ob die Tobin Tax ein geeignetes Instrument darstellt, um kurzfristige Spekulation einzudämmen und Entwicklungsländern durch Steuereinnahmen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf empirische Daten von Organisationen wie der BIS, um die Wirkungsweisen und Effekte der Steuer zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Devisenmärkte sowie eine tiefgehende Diskussion der Argumente, wie etwa die Steuervermeidung durch Banken oder die positiven Wohlfahrtseffekte für Schwellenländer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Tobin Tax, Spekulation, Devisenmarkt, Volatilität, Kapitalmarktstabilität und entwicklungspolitische Finanzierung beschreiben.

Warum ist laut Autor die politische Einigung ein kritischer Punkt?

Da eine Tobin Tax nur effektiv sein kann, wenn sie international koordiniert erhoben wird, stellt der Widerstand einzelner wichtiger Finanzplätze wie der USA oder die Konkurrenz zwischen Steueroasen ein fast unüberwindbares Hindernis dar.

Welche Rolle spielen Banken bei der Bewertung der Steuer?

Die Arbeit beleuchtet, dass Banken als dominierende Akteure am Devisenmarkt versuchen würden, die Steuer durch neue Finanzinstrumente oder Verlagerung der Transaktionen zu umgehen, was die Wirksamkeit der Maßnahme infrage stellen könnte.

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Details

Title
Das Für und Wider der Tobin Tax
College
University of Constance  (FB Politik)
Course
Seminar Entwicklungspolitik
Grade
1,0
Author
Tobias Menz (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V8186
ISBN (eBook)
9783638152280
Language
German
Tags
Wider Tobin Seminar Entwicklungspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Menz (Author), 2002, Das Für und Wider der Tobin Tax, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8186
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